100. Giro d’Italia und wir dabei

06.05.2017

Die Nacht war kurz und unruhig. Vielleicht weil wir uns den Wecker gestellt haben. Ich bin schon häufiger wach gewesen und warte am Ende nur noch bis um 7.30 Uhr Astrid’s Wecker sich meldet. Über die zahlreichen Serpentinen schlängeln wir uns wieder den Berg hinauf, durchqueren den Tunnel und auch Dorgali. Wir nehmen die Straße Richtung Stausee, weil hier heute der Giro entlang führt.Wir halten Ausschau und finden dann auch ein geeignetes Plätzchen am Straßenrand wo wir stehen bleiben können um den Tross des Giro zu beobachten. Wenig später gesellt sich noch ein niederländischer VW-Bus zu uns, mit einem jungen Pärchen an Bord. Wir kommen ins Gespräch und tauschen uns über die schönsten Plätze auf Sardinien und Korsika aus, von wo aus die beiden nach Sardinien gekommen sind. Später tauchen noch zwei weibliche Streckenposten auf. Bis es allerdings ernst wird dauert es rund sieben Stunden, die dennoch wie im Fluge vergehen. Wir hatten schon immer mal den Plan, bei der Tour de France dabei zu sein, so ist unser Besuch heute bei dem Giro eine Feuertaufe für ein solches Erlebnis. Zumal es der 100. ist. Astrid postiert sich mit der Camcorder auf der einen Straßenseite, während ich mich mit der Kamera auf der anderen einrichte. Als es nach vielen Sponsorenautos Materialwagen und Hubschraubern endlich soweit ist, ist der Zauber auch relativ schnell vorbei. Aber es war ein schönes Erlebnis.

Bis wir wieder weg kommen ist es bereits später Nachmittag. Deshalb machen wir nur eine kurze Runde über die Brücke über den Stausee und zurück zur Küste nach Orosei. Ein kurzer Spaziergang zum Strand, ein schönes Abendessen und dann geht der Tag auch schon zur Neige.

Das ich mal fast 7 Stunden am Straßenrand stehen werde um ein paar Radfahrer zu sehen, hätte ich nie gedacht.War das aufregend, klar zwischendurch auch stressig, so voll der Sonne ausgesetzt aber es hatte sich gelohnt ! Neben uns parkte ein junges Pärchen aus Holland, so konnte man sich wenigstens unterhalten. Die zwei Frauen (Streckenposten) die auf uns aufpassen mussten damit wir nicht soweit auf die Straße liefen, versorgten uns noch mit selbstgebackenen Kuchen,sehr sehr nett!!Ich hatte diesmal gefilmt, also Stativ raus und alles aufgebaut. So brauchte ich bloß auf den Knopf drücken und hatte Zeit mich voll auf das Spektakel zu konzentrieren. Um es vorweg zu sagen, mir hatte natürlich der Korso der Sponsorenauto’s am Besten gefallen. Mit toller Musik und viel Tamtam sind sie laut hupend an einem vorbei gebraust 😊.

Die eigentlichen Stars, die Rennfahrer, waren so schnell vorbei, dass ich nicht mal sagen konnte wer der erste war 😨

Egon wollte ja schon immer mal die Tour de France miterleben, ich glaube, ich hätte nichts dagegen wieder am Straßenrand zu stehen 👍

Ein Gedanke zu „100. Giro d’Italia und wir dabei“

  1. Na hättest du vorher etwas gesagt,würden wir ein Fahrradcorso
    bei euch vor der Tür machen!!
    Übrigens war die Foto Ausstellung sehr gut.

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