auf nach Alexandropolis

30.09.
Heute haben wir wieder eine Überführungsetappe vor uns. Aber zunächst verbringen wir eine unruhige Nacht. Wir sind relativ früh zu Bett gegangen. Astrid hat auf ihrem Smartphon noch gespielt und ich habe auf meinem Smartphon ein Buch über die Türkei gelesen. Zumindest angefangen. Wir sind dann doch ziemlich schnell eingeschlafen. Vielleicht war der Wein zum Abendessen schuld daran, obwohl wir den 3 Liter-Pack nicht geleert haben. Nach Mitternacht werden wir beide wegen eines Geräusches wach. Die erste Vermutung ist dann immer, ob sich wohl jemand an unserem Auto zu schaffen macht. Aber nichts da. Es herrscht sofort wieder absolute Ruhe. Das Geräusch entpuppt sich am anderen Morgen als abgelöster Saughaken in der Dusche. Aber während Astrid wieder einschläft, liege ich wach und lese mein Buch zu Ende. Das war es aber noch nicht. Gegen 5.45 Uhr werden wir von Fahzeuggeräuschen und lautstarken Unterhaltungen geweckt. Astrid geht der Sache auf den Grund, lugt durch das Fenster und sieht wie auf der Straße hinter uns ein Markt aufgebaut wird.

Bei mir war an Schlaf nicht mehr zu denken. Astrid schläft, nachdem sie die Störung als harmlos klassifiziert hat, wieder tief und fest ein. Das Frühstück findet im Womo statt. Es ist ziemlich windig und wir wollen nicht extra die Möbel wieder ausräumen. Bei einem Rundgang auf dem Markt treffen wir noch einmal unseren Bekannten aus Falkensee und verabschieden uns herzlich mit besten Wünschen für die weitere Reise. Wir nehmen etwas Obst und Gemüse, ich kaufe schon wieder Socken und dann wollen wir starten. Gar nicht so einfach. Der Markt erstreckt sich über die gesamte Länge der Strandpromenade und wir kommen nicht durch. Also kehrt und zum anderen Ende. Dieselbe Situation, auch hier kein Durchkommen. Einer will mich über den losen Sand lotsen,  ein anderer unter einem ziemlich tief hängenden Seil hindurch, was die Marktschirme sichert. Ich lehne beide Male ab. Schließlich findet sich einer, der mit einer Stange das Seil anhebt und wir können passieren. Über losen und mit Löchern übersäten Untergrund kämpfen wir uns zur Straße und können endlich unsere Fahrt nach Alexandropolis aufnehmen. Wir wollen aber nicht gleich auf die Autobahn, sondern zunächst ein Stück an der Küste entlang. Die Straße die wir fahren ist Astrid allerdings nicht nah genug an der Küste. Deshalb biegen wir von der gut ausgebauten Straße ab zur Küste,  müssen aber bald erkennen, dass es hier nicht voran geht. Schließlich endet der Weg, der einem Weg im australischen Outback gleicht gänzlich und wir müssen wieder ein Stück zurück um auf die richtige Straße zu gelangen. Bevor wir auf die Autobahn fahren steuern wir noch einen weiteren Ort an der Küste an, gönnen uns griechischen Salat und Espresso.

Auf der Autobahn geht es dann zügig voran. Die Autobahn ist sehr gut und wenig befahren, aber fast alle Schilder am Straßenrand sind beschmiert und wir haben manchmal Mühe sie zu lesen. Für ein Autobahnstück ist dann noch Maut fällig. Wir kommen dann gegen halb vier auf dem Campingplatz in Alexandropolis an. Die Gruppe, die für die Türkei nur noch aus neun Fahrzeugen plus Reiseleitung besteht, ist bis auf ein Schweizer Pärchen schon vollzählig versammelt. Wir machen uns bekannt und gehen anschließend mit den Schweizer Mädels, wie besprochen, zum Abendessen. Es ist immer noch sehr warm als wir wieder am Platz ankommen. Wir verkriechen uns ins Womo denn ich will das Vorhandensein eines guten WLAN-Netzes sofort für den heutigen Bericht auf der Homepage nutzen.