Auf nach Levanto – dem Tor zur Cinque Terre

23.05.2017

Der Tag beginnt wie geplant. Sechs Uhr Wecker klingeln, Morgentoilette, Sandwich für das Frühstück bereiten und Abfahrt. Kurz vor sieben Uhr sind wir am Hafen und werden auch gleich abgefertigt. Es dauert aber noch eine Weile bis alle Fahrgäste und Autos die Fähre verlassen haben. Definitiv mehr Fahrzeuge, darunter zahlreiche Oldtimer verlassen das Schiff, als hier mit uns in der Reihe stehen um nach Italien zu gelangen.

Irgendwann ist alles runter vom Schiff und wir können rauf. Alles geht gut und nun heißt es vier Stunden ausharren, bis wir in Livorno anlegen. Mit einem letzten Blick zurück verabschieden wir uns von Korsika.

Unser nächstes Ziel sind die Cinque Terre, 5 Orte an Italiens ligurischer Küste die mit Fahrzeug nicht zu erreichen sind. Die Alternative war entweder bis La Spezia kurz vor diesen Orten, kennen wir aber schon, oder Levanto, nach diesen Orten. Im ADAC-Campingführer und im Internet hört es sich nach einem beschaulichen Örtchen an und deshalb fällt unsere Wahl auch darauf. Wir könnten nun von Livorno in eineinhalb Stunden über die Autobahn dahin düsen, aber das wollen wir nicht. Deshalb „Mautstraße vermeiden“ im Navi eingeben und schon geht es über Landstraßen. Irgendwann wird die Zeit aber ziemlich lang, denn wir müssen viele kleine Ortschaften passieren und zahlreiche Berge erklimmen.

Über die letzte Höhe gelangen wir dann an die Küste und nach Levanto. Der Ort ist nicht so klein wie angenommen und vor allem herrscht in den engen Straßen viel Verkehr. Den von uns ausgesuchten Campingplatz „Aqua Dolce“ finden wir nach etlichen kurvenreichen Manövern durch die schmalen Gassen, aber er ist bis auf den letzten Platz ausgebucht. Der Platzwart sagt uns, dass die Franzosen eingefallen wären und empfiehlt uns zwei weitere Plätze. Der erste hat nur noch Platz für eine Nacht. Dafür haben wir uns durch die schmale Anfahrt gequält und hatten Sorge links oder rechts mit dem Spiegel entweder an einen Zaun oder eine Felswand zu schrammen. Also das ganze wieder zurück.

Bei der zweiten Adresse haben wir Glück. Nicht ideal, weil ziemlich schattig und benachbart von einer Familie mit häufig schreiendem Kleinkind, aber gut für einen Ausflug in den Ort und hoffentlich in die Orte der „Cinque Terre“.

Wir machen uns sogleich auf den Weg und kommen leider zwei Minuten nach 19 Uhr an der Touristeninfo an. Seit Punkt sieben geschlossen. Wir sind uns noch uneins, wie wir die fünf Orte erkunden wollen, entweder mit einem gemieteten Roller oder mit Boot oder Bahn. Einen Rollervermieter finden wir leider nicht, nur noch eine Werkstatt hat geöffnet.

Am Ende des Abends vertagen wir die Entscheidung auf morgen. Weiterfahren, dafür spricht auch die große Zahl an Touristen die hier unterwegs sind, oder doch noch eine Alternative zur Erkundung finden.