Bethlehem und Clarens

09.05.2016 Bethlehem und Clerans

Zu 10 Uhr ist eine Wanderung angeboten. Wir klinken uns aus, keinen Bock darauf mit 22 anderen durch die Gegend zu stapfen. Allerdings haben offenbar viele andere ebenso gedacht, sodass am Ende nur vier auf Wanderschaft gehen.

Was soll’s, wir wollen nach Bethlehem, der Ort hat nach Auskunft unseres Reiseführers eigentlich nichts weiter zu bieten, aber er soll eine große Shoppingmall haben, wo wir uns vorsorglich nach etwas wärmeren Sachen umsehen wollen. Nach der Erfahrung der letzten Tage wollen wir etwas vorbeugen. Klaus und Beate aus Wangen im Allgäu wollen auch dahin und bieten uns deshalb an mit ihnen mitzufahren. Wir machen den Gegenvorschlag und nehmen sie mit, weil ich auf der Rückfahrt mit meiner Dashcam, die ich an der Frontscheibe angebracht habe, noch die Bergwelt filmen will. Frank und Edith aus Aibling in Bayern folgen uns mit ihrem Auto.

Wir übernehmen die Führung und landen zielgenau bei der Mall. War nicht schwer, denn sie ist unmittelbar am Ortseingang zu finden. Gelohnt hat sich der Ausflug aber nicht wirklich, hier sieht, ähnlich wie zu Hause auch, jedes Shoppingcenter aus wie das Vorige.

Astrid kauft sich ein Stück, ich verzichte, und am Schluss füllen wir noch die Lebensmittelvorräte auf. Was sich lohnt ist der Besuch einiger kleinen Geschäfte und ein Bummel durch die Straßen in denen die Schwarzafrikaner ihren kleinen Handel betreiben. Hier tobt das pralle Leben und zwar in doppelter Sicht, einmal weil man hautnah dran ist am urbanen Milieu, und zweitens, weil auch die meisten hier, besonders die Vertreterinnen der weiblichen Bevölkerung, ziemlich prall sind.

Bethlehem
Bethlehem

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Bethlehem ist übrigens 1860 auf einer Farm gegründet worden in deren Umland vor allem der Weizen hervorragend gedieh. Daher hat der Ort auch seinen Namen (Bethlehem- Haus des Brotes). Und um der Assoziation die Krone aufzusetzen nannte man den Fluss hier Jordaan. Bethlehem war kurzzeitig mal Hauptstadt des Free-States, in dem wir uns jetzt befinden.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher nach Clarens, was eigentlich französisch ausgesprochen wird, und direkt an unserer Route liegt. Der Ort hat seinen Namen von einem Schweizer Ferienort in dem der Namensgeber des Kruger- Nationalparks Paul Kruger 1904 gestorben ist.

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Muller-Street in Bethlehem

Wir sprechen immer vom Krüger-NP, aber da es hier kein „Ü“ gibt, heißt er eben Kruger-NP. Astrid meldet uns deshalb auch immer mit Muller an und unsere Straße heißt hier Muller-St..

Heute ist Clarens ein Ferienort mit vielen schönen Geschäften und Galerien.

Am Ortsrand existiert ein großer Golfplatz und auch zahlreiche schöne Villen sind hier zu finden. Beides sicher nicht für die schwarze Bevölkerung. Der Ort liegt auch ideal am Tal-Ende mit Blick auf das Golden Gate, zwei Bergen am Damm, die auch dem Nationalpark ihren Namen gaben, wo unser Camp liegt.

Wir passieren wieder das Eingangstor des NP, setzen am Camp Klaus und Beate ab und fahren weiter um hinter unserem Camp noch zwei Loops zu absolvieren, die direkt von der Straße abzweigen. Es lohnt sich. Wir schrauben uns zwischen den Bergen hindurch auf 2350 m Höhe und genießen eine herrliche Aussicht. Die Sonne spielt zwar nicht ganz mit, aber ich habe von Clarens an alles mit der Dashcam festgehalten. Hier ist weniger die Tierwelt die Attraktion, sondern die Geologie. Die Felswände schimmern in unterschiedlichsten Farbschattierungen. Trotzdem begegnen wir Affen und Büffel und sehen Geier kreisen.

k-20160509_155327Leider kann ich das Video-Material von hier aus nicht in den Blog laden. Die Datenmenge ist einfach zu groß.

 

Ein Gedanke zu „Bethlehem und Clarens“

  1. Hallo ihr beiden.Es sind wirklich tolle Bilder.Egon,du hättest doch schnell noch 2 kleine Striche über das U machen können.
    Dann hätte alles gepaßt.Sage bitte Astrid ,das sich Mutti sehr über ihren Anruf gefreut hat.
    Also bis bald und weiterhin viel Spaß.

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