Burg Rabenstein (Sachsen), Augustusburg, Frauenstein, Liebstadt und Pirna

14.06.

Gestern Abend hat uns Ruth noch zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen in eine nahe am Platz gelegene Gartenkneipe. Sehr einfach, aber schmackhafte Speisen. Wir  haben gut gegessen, getrunken und viel Spaß gehabt.

Heute nun holen wir den Besuch von Sachsens kleinster Burg, der Burg Rabenstein, nach. Das Wetter stimmt auch. Erstmals erwähnt wurde diese Burg 1336, damals war sie entscheidend größer als die heutige Anlage. Sie diente auch als Kloster bis sie später dem Verfall preisgegeben war. Erst mit dem Kauf durch ein Mitglied der verzweigten sächsischen Adelsfamilie Carlowitz, dem kurfürstlichen Oberforstmeister im Jahr 1619 wurde der Verfall gestoppt und die Burg restauriert. Dieser Carlowitz, der auch Minister und Bundestagsgesandter war, gilt als der Vater des Begriffes der Nachhaltigkeit, allerdings konzentriert auf die Forstwirtschaft. Heute wird der Begriff leider sehr inflationär verwendet.

Die Burg ist zu besichtigen und beherbergt heute auch eine Ausstellung zu Carlowitz und der Nachhaltigkeit.

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Neben der Burg befindet sich noch das Schloss Rabenstein; heute ein Hotel.Schloss Rabenstein

Weiter geht unsere Fahrt dann zu Schloss Augustusburg. Eine unvergleichlich größere und üppigere Anlage. Kurfürst August von Sachsen hat sich hier ein Jagdschloss errichtet, welches heute mehrere Museen beinhaltet. Eines davon, das Kerkermuseum haben wir uns angeschaut. Zweimal täglich finden hier auch Vorführungen der Falkner statt. Leider kamen wir wieder einmal zum unpassenden Moment. Schloss Augustusburg ist auch eine bekannte Adresse für Bikertreffen.

 

Über mehrere Umleitungen wegen Straßenbaumaßnahmen gelangen wir dann in die Silbermann-Stadt Frauenstein. Ihm ist hier auch ein Museum gewidmet. Burgruine, Schloss und Kirche zeugen von einer langen Tradition und Stadtgeschichte. Wir lassen uns zu einem Kaffee nieder.

 

Die nächste Station ist Liebstadt, meine Geburtsstadt und auch eng mit dem Namen Carlowitz verbunden.

mein Geburtshaus - das Rathaus
mein Geburtshaus – das Rathaus

Untrennbar gehört Schloss Kuckuckstein zu Liebstadt, dass seit 1774 in den Besitz der Familie Carlowitz überging und bis 1931 verblieb. In diesem Schloss wurden zu Zeiten der DDR Sendungen des „Zauber-Peter“ produziert und auch ich durfte mich mehrfach in dem Schloss aufhalten, als Feriengast bei Verwandten, die nach dem Krieg in das Schloss gezogen waren. Neben mir, war auch Napoleon mal hier. Das muss doch was bedeuten.LiebstadtLiebstadtLiebstadt

Während das Schloss später als Museum zugänglich war, hat die Stadt als letzter Eigentümer dieses Kleinod leider 2007 verkauft. Heute ist es nur noch selten im Rahmen von Gruppenführungen zu besichtigen.

 

Von Liebstadt geht es dann nach Pirna, meiner späteren Heimatstadt, und wir machen auf dem neuen Stellplatz auf dem Sonnenstein Halt für zwei Nächte.