Archiv der Kategorie: Gstaad, Interlaken und Ausflugsprogramm

Gstaad und Interlaken

03.07.
Wieder Regen. Wir verlassen den Platz nachdem wir noch Abwasser entleert und Wasser getankt haben. Über schmale und kurvenreiche Straßen geht es hinauf auf den Col du Pillon. Die Aussicht auf die Berge hätte so schön sein können,  wenn nur das Wetter besser wäre.
Im mondänen Gstaad machen wir Halt. Alle Luxusmarken sind hier vertreten. Aber der Ort ist sehr schön mit den vielen Chalets, ausschließlich aus Holz. Mitten im Ort ist die Tennisanlage für das ATP Turnier aufgebaut. Wir essen zu Mittag und bezahlen für eine Pizza,  die wir uns teilen,  eine Cola und zwei Radler 50 CHF. Eben ein Ort für die Schönen und Reichen.


Über Saanen geht die Fahrt weiter vorbei am schönen Ufer des Thuner Sees bis nach Interlaken auf den Platz,  den wir problemlos finden. Hier kostet alles extra. Duschen,  aber auch abwaschen gegen Aufpreis.
Wir sitzen zunächst noch draußen,  vor dem immer wieder einsetzenden Regen durch die Markise geschützt,  aber verziehen uns dann doch, nachdem wir mit den Mädels das morgige Programm besprochen haben.  Später klopft es. Es ist Ruth,  die uns darauf hinweist, dass sich auf unserer Markise ein Wassersack gebildet hat. Die geflickte Stelle an unserer Markise ist dadurch leider wieder aufgerissen. Müssen wir wohl doch fachgerecht erledigen lassen.

Wanderung zu den Trümmelbachfällen

04.07.
Häufiger Regen in der Nacht. Gegen 5 Uhr weckt mich Astrid weil von draußen Geräusche zu hören sind.  Es geht ein leichter Wind und die eingerissene Ecke der Markise verursacht den Lärm,  der zwar stört,  aber bei weitem nicht so lästig ist wie die Verkehrsgeräusche von der vor dem Platz verlaufenden Straße,  die hier zu allem Überfluss noch eine weitere kreuzt. Ich kann nicht mehr einschlafen und lese deshalb,  was Astrid wiederum stört.
Wir überstehen die Nacht leidlich und haben noch ausreichend Zeit bis zum Aufbruch.  Eine Station mit dem Bus bis Wilderswil, von da mit dem Zug zwei Stationen bis Lauterbrunnen. Von hier wird 45 min gewandert bis zum Einstieg in die Trümmelbachfälle. Wir haben heute ideales Wetter und genießen die Wanderung mit schönen Aussichten in das Tal und die Berge.


Dann erfolgt der Einstieg in die Wasserfälle über einen Lift der im Fels bis zum 5. Wasserfall nach oben führt. 10 Wasserfälle sind es insgesamt die hier das Gletcherwasser von Eiger, Mönch und Jungfrau bündeln und nach unten führen. Bis zu 20.000 Liter pro Sekunde führen diese einzigen Gletscherwasserfälle Europas im Berginneren zu Tal und stehen deshalb auf der UNESCO-Weltnaturerbeliste. Einfach fantastisch diese Kraft des Wassers zu bewundern.


In der Schlucht kreisen mehrere Gleitschirme als wir uns nach einem Picknick auf den Rückweg machen.
Die Mädels fahren mit dem Bus,  wir gehen zu Fuß und sind stolz darauf.
Zurück auf dem Platz bleibt uns eine Stunde bis wir uns zu den Tell-Festspielen auf den Weg machen,  die bereits seit über 100 Jahren unweit unseres Platzes stattfinden.
Wilhelm Tell, von Friedrich Schiller mit der Schilderung der Gründung der Schweiz, begeistert uns auf dieser großen Naturbühne, auch weil viele Orte eine Rolle spielen,  die wir auf unserer Route besucht haben.


Der Abend endet bei einem Glas vor unserem Womo bei durchaus noch angenehmen Temperaturen,  was uns für morgen hoffen lässt.

Wanderung bei Grindelwald

05.07.
Die Hoffnung hat sich erfüllt.  Wir haben schönes Wetter. Wir nehmen wieder den 105er Bus. Eine Station bis zum Bahnhof und dann mit der Bahn bis Grindelwald. Viele Asiaten tummeln sich hier. Scheint ein Geheimtipp zu sein.  Zu Fuß gehen wir zur Seilbahn und fahren bis zum First auf 2168m Höhe.

Unsere anschließende Wanderung führt uns oberhalb der Baumgrenze aber auch oberhalb des letzten verbliebenen Schnees bis zum Bachalpsee, wo wir das erste Picknick einlegen.

Wir befinden uns jetzt auf 2265m Höhe und nehmen den Abstieg,  der nicht durchgängig einer ist, in Angriff, um über Waldspitz nach Bort zu gelangen. Dabei geht es etwa 700m nach unten.  Immer wieder genießen wir den herrlichen Blick auf die Alpen mit Jungfrau,  Eiger und Wetterhorn. Ein schönes Panorama.

Der Abstieg ist ziemlich beschwerlich und Astrid hat zu tun,  weil die Knie schmerzen. Wir wandern zwar insgesamt nur 10, 4 km brauchen dafür mit allen Pausen etwa 5 Stunden,  aber es zeigt sich,  dass wir untrainiert sind. Trotzdem sind wir immer noch der Meinung wie gestern,  wandern werden wir künftig öfter.


In Bort angekommen wollen wir eigentlich mit dem Trottinette, einem Roller, die 4, 5 km bis Grindelwald in Angriff nehmen,  aber wir sind zu spät dran.  Die Vermietung hat bereits geschlossen.  Also mit der Seilbahn abwärts.  Nach einem erfrischenden Panasch, auf deutsch Radler,  geht es mit dem Zug zurück zum Ausgangspunkt auf unserem Platz.  Müdigkeit hatte sich während der Zugfahrt bei den Mädels breitgemacht. Es ist auch bereits nach 20 Uhr. Den Abend beschließen wir dennoch beim gemeinsamen Grillen.