Edirne

23.10.
Es war warm in der Nacht und einige von uns konnten nur schlecht schlafen. Am Hafen haben Jugendliche die Nacht zum Tage gemacht. Uns hat das wenig gestört. Nach kleinem Frühstück starten wir gegen neun. Um 13.30 soll bereits Briefing im 230 km entfernten Edirne sein. Wir reißen uns los von Istanbul und sind sicher, dass wir hierher noch einmal kommen werden in diese faszinierende Stadt. Es dauert viele Kilometer bis wir die Stadt und ihre Vororte hinter uns gelassen haben. Ein riesiger Moloch. Über die D 100 geht es immer nach Westen an der Küste entlang, bis wir der Strecke nach Nordwesten folgen und nach einem Einkauf unterwegs pünktlich in Edirne, kurz vor der griechischen Grenze, ankommen. Mit dem Linienbus geht es nach dem Briefing in die Stadt. Eine letzte Moschee, aber auch die größte osmanische Moschee, die Selimiye-Moschee, steht zur Besichtigung an. Sie ist die Krönung des Baumeisters Sinan, der damit die Hagia Sophia übertreffen wollte. Sie ist sehr erhaben und nicht überlaufen. Die Ruhe die sie deshalb ausstrahlt überträgt sich auf uns. Wir lassen uns Zeit, zumal kein weiterer Programmpunkt ansteht.

Im nahegelegenen Basar erwerben wir noch ein paar Kleinigkeiten, trinken noch einen Tee bevor wir dann den Bus zu unserem Camp nehmen, an dem erneut leider kein ausreichendes WLAN-Netz zur Verfügung steht. Nach einem äußerst üppigen Abendmahl, es gab Roulade, noch von zu Hause, sind wir gut satt und haben die nötige Bettschwere.