Endlich wieder online

Hallo Freunde,

damit niemand denkt wir seien verschollen, hier zunächst erste Berichte ohne Bilder. Der Grund ist simpel. Am ersten Abend war ich noch zu faul und die beiden folgenden Tage am Hohenwartestausee gab es kein Netz und hier, auf dem Campingplatz Oberrabenstein, ist es quälend langsam. Schwer vorstellbar in Deutschland, aber es ist leider so.

Aber wir leben und sind ohne Komplikationen wohlauf.

Zwischenzeitlich sind wir in Pirna, meiner alten Heimatstadt, angekommen und hier, lieber Michael, im ehemaligen Tal der Ahnungslosen haben wir wieder ausreichend Netzabdeckung.

Den Bericht für heute liefere ich nach und die Bilder werde ich zumindest teilweise noch hochladen. Aber erst wird Tatort geschaut.

10.06.2015

Der erste Tag unserer Tour verläuft wenig spektakulär. Wir sind gut vorbereitet und starten gegen 7.30 Uhr.

Wir nehmen die Strecke über Golzow und Brück und dann die A9 Richtung München. Unterwegs ein kleines Frühstück, dann am Hermsdorfer Kreuz Richtung Erfurt und 11.30 Uhr stehen wir an der Wartburg. Nur wenige Minuten später treffen auch die Mädels ein, die wir herzlich begrüßen.

Ein kurzer Anstieg und schon sind wir im Burggelände angekommen, wo die Mädels und ich den kleinen Besichtigungsrundgang in Angriff nehmen, während Astrid auf Kira, den Hund der Mädels, aufpasst.

Standortgemäß essen wir eine Thüringer Bratwurst, bevor wir uns die rund 60 km bis Erfurt über Gotha vornehmen. Wir steuern den P+R -Parkplatz an der Messe an. Hier sind wenige Plätze für Wohnmobile reserviert, die aber eng von PKW zugeparkt sind. Wir finden aber Platz und nehmen die Straßenbahn, die uns hier unmittelbar von der Endhaltestelle in das Zentrum bringt. Wir haben die Absicht, hier noch eine Stadtführung zu buchen. Leider teilt man uns in der Touristinfo mit, dass heute keine Führung mehr angeboten wird und wir nehmen die Sache selbst in die Hand. Ein historischer Führer, den ich noch erwerbe, hilft uns dabei.

Etwas pflastermüde suchen und finden wir ein schönes Restaurant, essen gut, nehmen noch einen Drink beim Italiener und steuern kurz vor Mitternacht mit der Linie 2 unseren Übernachtungsplatz an.

11.06.2015

Wie verabredet sind wir um 10 Uhr startbereit und nehmen die Strecke nach Buchenwald in Angriff. Vor die Wahl gesetzt, entweder im Kloßmuseum mehr über die Thüringer Klöse zu erfahren, oder der Gedenkstätte Buchenwald einen Besuch abzustatten,  hatten wir uns gemeinsam für letzteres entschieden.

Wir sind rechtzeitig da, um an der Führung um 11.30 Uhr teilzunehmen. Die Gruppe ist überschaubar und der Führer sehr sachkundig. Von Hause aus Historiker erläutert er die Geschichte  des Konzentrationslagers anschaulich und ideologiefrei. Ein beklemmendes Gefühl stellt sich ein neben der Erkenntnis, wozu Menschen fähig sind. Leider hat sich dies bis heute nicht geändert, wie an den zahlreichen Konflikten in der Welt ablesbar ist. Die 90- minütige Führung vergeht wie im Fluge.

Wir verlassen das Lager und legen am Mahnmal mit dem Glockenturm und dem allseits aus DDR-Zeit bekannten Monument an der Blutstraße noch einen Zwischenstopp ein.

Unser nächstes Ziel ist Weimar,  die Klassikerstadt. Ein Kontrastprogramm.

Auch hier haben wir wieder Pech. Die letzte Stadtführung hat bereits um 14 Uhr begonnen. Also heißt es, wiederum allein, ausgestattet mit einem Faltblatt der Touristinfo,  die wesentlichen Sehenswürdigkeiten anzulaufen.

Grab Lucas Cranach d.Ä.
Grab Lucas Cranach d.Ä.
Grab von Goethes Frau
Grab von Goethes Frau

Nach dieser Tour und leicht erschöpft, kaufen wir im Weimar-Atrium noch etwas ein, bevor wir uns auf die rund einstündige Tour durch Pößneck zum Hohenwartestausee aufmachen. Der Campingplatz Neumannshof ist unser Ziel.  Wir kommen durch viele schöne uns unbekannte Orte; auch Kahla ist dabei, aber der Werksverkauf  für Porzellan hat schon geschlossen. Über schmale Straßen erreichen wir den idyllisch und ruhig gelegenen Campingplatz. Den ursprünglichen Plan, den Grill anzuwerfen geben wir auf und gehen stattdessen in das Restaurant am Platz.  Für den einsetzenden Nieselregen werden wir mit einem, zeitweise auch zwei, herrlichen Regenbogen entschädigt.Campingplatz Neumannshof

Restaurant am PlatzRegenbogen

12.06.2015

In der Nacht hat es immer wieder geregnet aber am Morgen ist herrlicher Sonnenschein und es verspricht ein schöner und sonniger Tag zu werden. Nach dem Frühstück unternehmen wir beide eine Wanderung zur Linkenmühle auf schönem Waldweg und Blick durch die Bäume auf den Stausee.

Keine Angst - Sie hat überlebt!
Keine Angst – Sie hat überlebt!

Weil es für ein Mittagessen noch etwas früh ist als wir an der Mühle ankommen, setzen wir nach einem Getränk unsere Wanderung bis zum Campingplatz Linkenmühle fort.

Auf dem Rückweg wird dann aber gegessen, während sich eine Busbesatzung auf ihren Trip mit einem Wikingerboot vorbereitet, was man hier mieten kann. Auch die Miete von Elektro- und Ruderbooten ist hier möglich.

Gasthaus Linkenmühle
Gasthaus Linkenmühle

Zurück am Platz, ist ein Mittagsschläfchen fällig bevor wir alle gemeinsam einen Spaziergang in die entgegengesetzte Richtung am See entlang unternehmen bis zu einem schönen Aussichtspunkt.

Am Abend wird dann der Grill angeworfen.

13.06.2015

Der Tag beginnt mit einem Geburtstagsständchen für Ruth, die heute ihren 66. Geburtstag feiert.

Wir starten dann über schöne Landstraßen und unser erster Halt ist die Drachenhöhle in Syrau.

Als Schulkind war ich schon einmal hier. Sie ist nicht spektakulär aber die Führung nett begleitet durch ein hübsches Mädchen. Und eine Lasershow darf auch nicht fehlen.

Der Weg führt uns dann weiter zu einem imposanten Bauwerk, der Göltzschtalbrücke in der Nähe von Plauen im Vogtland.

Durch Zwickau und Reichenbach gelangen wir schließlich nach Oberrabenstein, heute bereits ein Ortsteil von Chemnitz. Leider lässt uns das Wetter im Stich und wir können nicht mehr zur Burg wandern.

Vielleicht wird morgen früh noch etwas daraus.

 

4 Gedanken zu „Endlich wieder online“

  1. hallo.was ist los.keine berichte mehr.wir haben euch schon ueberholt und sind schon im norden!ganz schlechtes wetter.lohnt sich nicht.

  2. hey.na endlich geht es los.die erste berichte lassen ja wieder auf ein tolles abenteuer schliessen.in weimar und erfurt waren wir
    auch.schoene staedte.also weiterhin viel spass.

  3. Wieder schön, was von euren Reisen zu lesen. Es ist schon wahnsinnig, was für schöne Seiten unser eigenes Land zu bieten hat. Die letzte beschriebene Brücke hat auch noch einen traurigen Ruf, sehr beliebt bei Jugendlichen mit suizidären Neigungen, leider.
    Weiterhin eine gute Reise mit schönen Bildern, denkt an das Rätsel, ich will Micha schlagen.

    1. Zum Rätsel muss uns noch etwas einfallen. Es fehlt noch die Idee. Aber wird schon. Habt Vertrauen.

Kommentare sind geschlossen.