erste Etappe auf Korsika

10.05.2017

Bis 12 Uhr müssen wir den Platz verlassen, wollen wir nicht noch für eine Nacht bezahlen. Das gelingt problemlos und wir erledigen trotzdem alle üblichen morgendlichen Aufgaben.

Erste Station ist die Eremitage de la Trinite, eine kleine Wallfahrtskapelle in wilder Felsszenerie und Blick auf die Küste.

An der Schranke war für uns Schluss (Höhenbegrenzung) und der weitere Weg wird zu Fuß zurück gelegt. Oben angekommen plagt mich aber gleich ein Verdacht. Hatte ich denn nach Verriegelung der Hecktüren auch die Fahrzeugverriegelung betätigt? Beide vermuten wir, dass ich dies nicht getan habe was dazu führt, dass ich schnelleren Schrittes nach unten eile. Aber jegliche Sorge war umsonst. Die Verriegelung, die sich jeweils nach einigen Metern Fahrt selbstständig arretiert, war noch intakt, da wir durch die Seitentür das Womo verlassen hatten. Ein Stein, groß wie ein Menhir, fällt mir von Herzen.

Auf schöner Küstenstraße geht es weiter nordwärts bis zur Site de Roccapina, von hier sind ein genuesischer Wachturm und als Höhepunkt „Le Lion“, ein Fels mit einem liegenden Löwen darauf zu sehen.

der Wachturm
und der liegende Löwe

Kurz vor Sartene erwarten uns wieder Steine. Wir folgen auf rumpeliger Straße dem Hinweisschildern: Stantari/ Fontanaccia/ Renaju. Drei Stellen mit Menhiren und Dolmen an einem Rundweg. (Ich glaube, Astrid hat allmählich die Faxen dicke von lauter Steinen und unbequemen Wegen)

2 der Krieger von Stantari
Alignement de Renaggiu
Dolmen de Fontanaccia

Sartene erwartet uns mit einer imposanten Altstadteinfahrt. Ein eng gebautes Städtchen auf felsigem Grund. Am Place de la Liberation besuchen wir die Kirche Saint-Marie in der Holzkreuz und Kette des „Großen Büßers“ bestaunt werden können. Jedes Jahr zur Karfreitagsprozession schleppt der „Catenacciu“ unter einem blutroten Kapuzenmantel versteckt, 14 kg Ketten und das 30 kg schwere Kreuz durch die Straßen der Stadt.

Eine Kerze für die Kinder und Enkel muss auch noch angesteckt werden.

Durch ziemliches Straßengewirr, erschwert durch die Tatsache, dass auf unserem eingebauten Navi das Kartenmaterial von Korsika völlig unzureichend ist, erreichen wir dennoch einen Campingplatz bei Olmeto an der Küste. Er soll angeblich seit 1.4. geöffnet sein. Danach sieht es allerdings überhaupt nicht aus, vieles ist noch vermüllt und wir stehen geraume Zeit vor verschlossener Schranke bis endlich jemand auftaucht. Aus unserer Absicht, mal wieder zwei Tage am Stück zu stehen wird wohl hier nichts werden.