Freitag der 13. – ein Glückstag in St. Lucia

13.05.2016 Freitag der 13. – ein Glückstag in St. Lucia

Am frühen morgen erhalten wir noch Besuch neben unserem Wohnmobil.k-IMG_20160513_083736

Heute steht Zweierlei an. Erstens Vorräte bunkern und zweitens Bootstour in St. Lucia.

Ersteres erledigen wir noch in Ballito. Wir kaufen heute etwas mehr als üblich, denn wir stellen uns damit bereits auf die künftigen Wochen ein. Nach Swasiland und Krüger-NP fahren wir direkt nach Mosambik und Malawi, dort soll die Versorgung jedenfalls nicht so leicht sein, wie hier in Südafrika. Da wir für den Einkauf einiges an Zeit benötigen, nehmen wir anschließend die Küstenautobahn N2 und fahren nordöstlich bis Mtubatuba, wo wir dann direkt zur Küste nach St. Lucia abschwenken.

Nach Navi werden wir gegen 13 Uhr hier sein. Genug Zeit etwas zu essen und dann pünktlich um 15 Uhr beim Bootsanleger zu sein.

Aber etwas wichtigeres schwebt mir noch vor. Ich will unbedingt den Apotheker von St. Lucia besuchen.k-20160513_142030

Wir halten direkt vor der Einkaufspassage von der ich mir relativ sicher bin, dass hier die Apotheke ist. Astrid staunt, dass ich direkt hier drauf los steuere und dies noch im Gedächtnis habe. Im Gang links finden wir was wir suchen und durch das Schaufenster erkennt Astrid sofort auch den Apotheker. Wir betreten die Apotheke und müssen uns noch in Geduld üben. Der Apotheker behandelt gerade mit viel Einfühlungsvermögen ein kleines schwarzafrikanisches Kind, welches auf dem Tresen sitzt und von seiner Mutter gehalten wird. Er hört es ab, misst im Ohr die Körpertemperatur und verabreicht flüssige Medikamente in einer Plastikampulle direkt in den Mund. Ohne einen Laut von sich zu geben lässt das Kind die Prozedur über sich ergehen. Wir spüren, dass sowohl das Kind als auch die Mutter viel Vertrauen haben.

Nach einiger Wartezeit wendet sich der Apotheker dann uns zu und ich begrüße ihn mit: „Hello Mr. Potgieter, wir sind Astrid und Egon Müller aus Deutschland“. Mehr brauche ich nicht zu sagen und er erinnert sich sofort an uns und an 2007, als ich hier einen Herzinfarkt erlitten hatte und er mein Leben gerettet hat indem er mich behandelte und versorgte.

Groß Freude auf beiden Seiten über das Wiedersehen. Er erinnerte sich auch noch an die Mail die wir ihm nach unserer damaligen Reise von Deutschland aus schickten und an den Blumenstrauß den Astrid zu ihm auf den Weg brachte.k-IMG_20160513_131806

Wir erzählen noch eine ganze Weile über Gott und die Welt sowie unsere und seine Reisen, er war in Äthiopien, Ägypten, Israel und Europa, bis wir uns dann voneinander verabschieden und ihm nochmals herzlich danken.

Das war ein Erlebnis, auf das ich sehr gehofft hatte.

Pünktlich 15 Uhr startet unser Boot am Sunset Jetty Ableger und für zwei Stunden genießen wir Natur am und im Wasser. Hippos, Krokodile und diverse Vogelarten sind hier zu erleben.k-S2510002

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Kurz vor Annahmeschluss spiele ich über das Internet noch bei Eurojackpot mit.

Als ich später nachschaue steht da nur „hat teilgenommen“. Von Gewinn keine Spur. Aber mehr Glück geht wahrscheinlich nicht an einem Tag wie heute.k-S2510052

2 Gedanken zu „Freitag der 13. – ein Glückstag in St. Lucia“

  1. Ich habe Tränen in den Augen. . . so sehr berührt mich das!
    Ich bin einfach nur dankbar, dass dieser Mann meinen Papa gerettet hat!
    Ich liebe dich und Mama!!!

    1. Ich danke dir dafür. Mich hat das auch sehr berührt und ich bin froh das es diesen Mr. Potgieter gab und immer noch gibt.

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