Kultur und Pferde

23.04.2017

Wieder ein schönes Frühstück im Freien.

Bis wir dann endlich den Platz verlassen ist es fast Mittag.

Wir steuern in das Landesinnere Richtung Marcomer. Davor stoppen wir allerdings noch zweimal. Bei Sindina besuchen wir die archäologische Stätte von Tamuli. Die Ausgrabungen legen ein Dorf mit Vorplatz, eine Nuraghe und Gigantengräber frei. Ein Komplex der sich auf zwei 300 Meter voneinander getrennten Einheiten darstellt.

diese Steine stehen unverkennbar für weibliche Gottheiten

Wenige Kilometer weiter die Nuraghe Ruiu. Bei den Nuraghen handelt es sich um prähistorische Turmbauten.

Wir durchqueren Marcomer und fahren ein Stück weiter bis Santa Sabina. Hier ragt neben einer Nuraghe eine frühchristliche Kirche aus dem kargen Land. Hier soll sich zwischen den Bauten ein besonderes, stark geladenes Kraftfeld befinden, auf das empfängliche Menschen positiv reagieren. Astrid war schon voller Erwartungen. Leider erfüllen sich diese nicht. Wir sind in der Mittagszeit hier und die Anlage ist zwischen 13 Uhr und 15.30 Uhr geschlossen. Verpasste Chance auf positive Energie.

Nächste Station ist die wasserreiche Oase San Leonardo di Siete Fuentes. Der Ort empfängt uns mit „Pferdehopsen“, wie Astrid sagt, weil ihr der Begriff Springreiten nicht einfällt. Hier herrscht richtig Volksfeststimmung. In Santu Lussurgiu, in der Nachbarschaft, befindet sich auch eine Hochburg der Pferdezucht.

San Leonardo ist aber auch bekannt für das besondere Quellwasser. Die Mönchsritter vom Johanniterorden, auf die auch der Ortsname zurückgeht, hatten hier im 13. Jh. Kloster und Hospital, wegen des „wundertätigen“ Quellwassers, gegründet. Die Sarden schleppen es heute noch kanisterweise mit nach Hause.

Zwischen Santu Lussurgiu und Seneghe haben wir Glück und finden auf dem kleinen Parkplatz noch eine Lücke. Hier geht ein 10- minütiger Abstieg zur „Cascata Sos Molinos“.Astrid kehrt auf halber Strecke um. Auch besser so, denn die letzten Meter nach unten führen über etwa 120 ziemlich hohe und steile Stufen.

Unten empfängt mich ein Wasserfall, der sich aus 12 Metern Höhe in ein steingerahmtes Naturbecken ergießt.

Letzte kulturelle Station für heute ist der Nuraghenkomplex Santa Christina hinter Paulilatino. Der Komplex gliedert sich in Christliches Dorf, Nuraghe mit Dorfresten aus unterschiedlichen Epochen und unterirdischem Brunnentempel, ein Brunnenheiligtum. Die „pozzo sacro“ ist ca. 3000 Jahre alt und auch hier staunen wir, wie in der Steinzeit eine so komplizierte Konstruktion gebaut werden konnte.

Dorfkirche
Brunnentempelanlage

Eine kalte Kaffee-Crema beschließt hier das Erlebnis und hinter der Brücke nach Santa Chiara, die über einen angestauten See führt, endet unser Tag auf einem einsamen Parkplatz.

Und wie alleine, ein riesiger Parkplatz und wir in der hinteren Ecke aber sicher wie im Abraham’s Schoß.

Ein Gedanke zu „Kultur und Pferde“

  1. Hallo ihr Lieben zwei,
    Also die Beschreibung eurer Sardinenreise begeistert! Haben wir ja auch noch vor und werden dies vielleicht im September „reinziehen“. Auf alle Fälle solltet Ihr unbedingt nochmal in Benglen vorbeikommen, um uns alles auf der Karte zu zeigen und zu erklären
    Weiterhin schöne und interessante Reise und mit dem Blog weiter so .
    Alles Liebe Barbara und Ruth

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