Lüderitz

15.08.2016 Lüderitz

Wir haben gut geschlafen, der Wind hatte nachgelassen und die Nacht war verhältnismäßig mild. Wir bleiben einen weiteren Tag hier. Gelegenheit draußen zu frühstücken.k-IMG_20160815_082430

Anschließend nutze ich die Zeit um den Blog zu aktualisieren, während Astrid mit Hausarbeit und Pflege beschäftigt ist. Später machen wir uns noch einmal auf den Weg und fahren durch Lüderitz hindurch um wieder einmal auf einer Gravelroad (Entzugserscheinungen?) zu fahren. Der 22 km entfernte Diaz-Point ist unser Ziel. Bartholomeu Diaz war hier 1488 auf der Suche nach einer geschützten Bucht und fand hier fünf Tage Zuflucht. An der Spitze errichtete er ein Steinkreuz. Zur 500-Jahr-Feier 1988 wurde eine Rekonstruktion hier aufgestellt. Wir gelangen leider nicht bis zum Kreuz, da die Holzbrücke kaputt ist. Gleichwohl ein interessanter Ort mit Leuchtturm einem alten Cafè und Schiffswracks. Ich versuche zwar über die Steine und das Wasser zum anderen Ufer zu gelangen, aber erfolglos.

Bei der Rückfahrt werden wir um eine Spende zu deren Wiederaufbau gebeten. Wir meinen, dies ist Aufgabe des Staates, zumal der Spendensammler wohl eher zugunsten der eigenen Tasche sammelt. Offiziell ist er jedenfalls nicht.

Begegnungen am Wegesrand:k-S3170170k-S3170171

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evtl. eine Sandnatter, ca. 1,20 m lang
evtl. eine Sandnatter, ca. 1,20 m lang

Wir fahren wieder zurück durch das Diamantensperrgebiet und erreichen nach 22 km wieder Lüderitz.

Lüderitz verdankt seinen Namen einem Bremer Kaufmann, der 1883 durch seinen Beauftragten Vogelsang das gesamte Land 5 Meilen um die Bucht aufkaufte. Dem Unternehmergeist von Lüderitz stellten sich die Engländer in den Weg und boykottierten den Hafen und schnitten ihn damit von den Frischwasserlieferungen aus Kapstadt ab. Er bat dann das Deutsche Reich um Schutz, der ihm 1884 durch Bismark gewährt wurde. Spätere Unternehmungen führten ihn dann bis zum Oranje-Fluss und dort kam er bei dieser Expedition ums Leben.

Da wir Hunger verspüren suchen wir das wohl bekannteste und jetzt im Winter vermutlich einzige geöffnete Restaurant „Ritzi’s“ an der Waterfront auf. Nicht schlecht, aber kein Geheimtipp.k-20160814_135559

Der Felsenkirche, dem Wahrzeichen der Stadt, statten wir auch noch einen Besuch ab.k-IMG_20160815_153541 1912 wurde sie eingeweiht. Die bunten Glasfenster sind ein Geschenk Kaiser Wilhelms und die Glocken stammen aus einer Gießerei aus Thüringen. Leider ist die Kirche geschlossen, aber vor dem Weiterfahren treffen wir ein Pärchen aus Caputh bei Potsdam, dass in Namibia 14 Tage auf Urlaubsreise ist.

Wir haben jetzt genug gesehen, tanken noch für die morgige Tour und steuern wieder unseren Platz auf Shark Island an, wo wir den Sonnenuntergang genießen.k-IMG_20160815_175346

Ein Gedanke zu „Lüderitz“

  1. Hallo, ihr beiden. Nun sind wir wieder auf einem aktuellen Stand euer Reise. Immer wieder ist es für uns spannend, eure Berichte zu lesen, Geschichte, Geographie, Straßenzustände, Sonnenuntergänge, und, und, und….
    Aber nicht nur Mutti und Vati warten auf euch!
    Kommt heile wieder. Bis bald!
    Liebe Grüße aus Kirchmöser.
    Frank und Sabine

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