Pirna, Schmilka und zurück

16.06.

Heute trennen wir uns; aber nur vorübergehend. Die Bordbatterien der Mädel’s schwächeln und deshalb wollen sie nach Dresden zu Wohnmobil-Schaffer fahren, der auch uns schon einmal mit einer neuen Bordbatterie geholfen hat.

Wir hingegen folgen dem Flyer, den wir gestern gesehen hatten und fahren nach Schmilka. Da soll es eine historische Holzbäckerei geben in einer ebenso historischen Mühle, die man besichtigen kann.

Wir nehmen den Weg über Struppen und besuchen zunächst eine Antikscheune, gefüllt mit wenigen echten Antiquitäten und mehr Krempel. Ein Grammophon hat es mir angetan, weil auch wir zuhause noch einige Schelllackplatten rumliegen haben. Leider ist es nicht funktionstüchtig.

Über Königstein und Bad Schandau gelangen wir nach Schmilka kurz vor der tschechischen Grenze.

Auf Nachfrage finden wir die beschauliche Anlage mit Mühle, Bäckerei und Braumanufaktur in idyllischer Umgebung. Sieht alles sehr alt aus, wurde aber neu aufgebaut, nachdem ein Sturzbach fast alles zerstört hatte. Die kleine Mühle die in einem dreimaligen Mahlvorgang einen Sack Getreide pro Woche verarbeitet wird von einem Wasserrad angetrieben und rumpelt schon ein wenig, weil das Rad eine Unwucht hat. An der Führung nehmen wir mit einem weiteren Pärchen teil und besichtigen neben der Mühle auch die Holzofenbäckerei.

In der Braumanufaktur daneben werden zwei Sorten Bier gebraut und per Hand abgefüllt.

 In Bad Schandau machen wir dann noch einmal Halt und nehmen den Aufzug am Berghang, auf dessen Plateau sich früher ein Bärengehege befand. Das Gehege existiert noch, aber seit 1984 gibt es keine Bären mehr. Heute bevölkern Luchse das Gehege. Einen entdecken wir beim Mittagschlaf.

 

LuchsAuf dem Rückweg steuern wir noch das DDR-Museum an was wir morgen besuchen wollen und informieren uns über die Öffnungszeiten, bevor wir wieder auf den Stellplatz auf dem Sonnenstein fahren. Spät trudeln die Mädels ein, mit neuen Batterien.

Am Abend begeben wir uns wieder in die Altstadt und kehren im „Refugium“ in der Nähe des Marktes ein. Ein uriges Restaurant in Sandsteingewölben, das seit acht Jahren existiert und bereits mehrfach ausgezeichnet ist. Auf dem Rückweg genießen wir noch einmal die Aussicht auf das nächtliche Pirna, was achtzehn Jahre meine Heimatstadt war. Durch Hochwasser in der Vergangenheit, zuletzt 2013, schwer gezeichnet, erblüht es wieder in altem mittelalterlichen Glanz. 

nächtliches Pirna

2 Gedanken zu „Pirna, Schmilka und zurück“

  1. hallo.ich nehme alles zurueck.sind wieder auf dem neusten Stand.
    Tablet hat geschwaechelt.bin wieder voll dabei.und macht das Raetzel fuer jens-peter nicht zu schwer.gruss an alle.

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