Sardinien wartet auf uns!

15.04.2017

Nach 6 Tagen und etwas mehr als 1500 km wird es endlich Zeit mit dem Reisebericht zu beginnen. Ein Reisebericht der ursprünglich unsere Tour auf die Insel Korsika zum Inhalt haben sollte. Aber wenige Tage vor Abfahrt und nach einem Blick in das Internet, der für Korsika noch keine ansteigenden Temperaturen offenbarte, habe ich Astrid einen anderen Vorschlag unterbreitet. Unser neues Ziel soll Sardinien sein. Und wenn noch Zeit bleibt, können wir immer noch nach Korsika, bei dann angenehmeren Temperaturen. Astrid war einverstanden und dann wird es jetzt so gemacht.

Am Montag den 10.04. sind wir ohne Stress gestartet und bis nach Ansbach in Bayern gekommen bis uns klar war, es reicht für heute.

Wir finden auch den Stellplatz nahe der Innenstadt dank vorhandener Koordinaten. Und auch Strom gibt es hier wie im Stellplatzführer angegeben. Der Platz ist auch gut besucht.

Nachdem wir uns stadtfein gemacht haben, begeben wir uns auf direktem Wege in die Altstadt der etwas mehr als 40.000 Einwohner zählenden Stadt Ansbach.

Ansbach, „Anschba“ im hiesigen Dialekt, – Markgräfliche Residenzstadt in Mittelfranken

ist Regierungshauptstadt von Mittelfranken und ehemalige Residenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, kann auf eine über 1250-jährige, bewegte und wechselvolle Geschichte zurückblicken.

Die Stadt, die heute 40.000 Einwohner zählt, liegt an der historischen Burgenstraße und grenzt an den waldreichen Naturpark Frankenhöhe. Durch seinen Reichtum an historischen Sehenswürdigkeiten und Schätzen nimmt Ansbach unter den Städten Frankens eine besondere Stellung ein. Beeindruckende Baudenkmäler wie die Hofkanzlei, die Kirchen St. Johannis und St. Gumbertus, die Residenz mit ihren 27 Prunkräumen und die prächtige Orangerie im Hofgarten zeugen von der glanzvollen Vergangenheit der einstigen Residenzstadt.

Heute prägen moderne Bildungseinrichtungen wie die Hochschule Ansbach, mittelständische Industrieunternehmen aus den Bereichen Kunststoffverarbeitung, Nahrungsmittel und Elektrotechnik, die verschiedenen Verwaltungseinrichtungen und ein attraktives innerstädtisches Einzelhandelszentrum die einstige Garnisonsstadt. (Wikipedia)

Am nächsten Tag führt uns unsere Route nach Benglen bei Zürich. Wir besuchen unsere lieben Freundinnen Barbara und Ruth, mit denen wir schon einige Touren in der Gruppe (Marokko, Südosteuropa und Türkei) aber auch individuelle Touren in der Schweiz und in Deutschland gemacht haben. Die Wiedersehensfreude ist auf beiden Seiten riesengroß und wir verbringen einen sehr schönen Abend miteinander. Nach gemeinsamen Frühstück am anderen Morgen geht unsere Fahrt weiter. Uns bleiben noch ein paar Tage bis zur Fährüberfahrt nach Sardinien. Und was fällt uns deshalb als nächstes Ziel ein. Ja, wir haben es wieder getan, wir landen in Cannobio am Lago Maggiore, unserem ehemals so heißgeliebten Ort für zahlreiche Kurzurlaube in den Neunzigern und anfangs der Zweitausender Jahre. Bis wir beim letzten Aufenthalt eigentlich entschieden hatten, nie wieder hierher zu kommen, weil sich so vieles, und vieles nicht zum Guten nach unserer Ansicht, verändert hat.

Zumindest suchen wir nicht den überteuerten Campingplatz vom letzten Mal auf, sondern stehen auf einem neuen Stellplatz. Dabei haben wir Glück, dass wir noch einen Platz finden. Zahlreiche andere Womo’s steuern am Abend und in der Nacht noch diesen Platz an und müssen schließlich wieder kehrt machen oder stehen in den Seitenstraßen, wie wir später entdecken. Wir bleiben zwei Nächte und besuchen das immer wieder sehenswerte Städtchen mit der Promenade direkt am Lago Maggiore. Aber erneut müssen wir feststellen, dass weitere alteingesessene Geschäfte aufgegeben haben und die Atmosphäre der früheren Jahre weiter verloren geht. Dafür ist das Preisniveau gestiegen.

Auf jeden Fall verwöhnt uns das Wetter, wie auch am nächsten Tag in Cremona mit 24° und herrlichem Sonnenschein. Eigentlich hatten wir erwartet leere Straßen und geschlossene Geschäfte vorzufinden. Schließlich ist Karfreitag. Aber der ist wohl in Italien kein Feiertag.

Wir sind zunächst der Überzeugung noch nie in Cremona gewesen zu sein. Aber ich hege Zweifel, als wir den Stellplatz, ein Großer Parkplatz am Stadion, ansteuern. Mir kommt das alles hier ziemlich bekannt vor. Aber Zweifel bleiben auch bei mir, als wir die schöne mittelalterliche Innenstadt aufsuchen. Diese Zweifel werden wir wohl erst zu Hause bei der Durchsicht alter Reiseunterlagen zerstreuen können.

Cremona ist eine Stadt in der Lombardei, Italien, am linken Flussufer des Po inmitten der Po-Ebene mit 71.901 Einwohnern. Zugleich ist Cremona Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz.

Die Stadt wurde insbesondere bekannt durch die Geigenbauerfamilien Amati, Guarneri und Stradivari. Cremona wurde 218 v. Chr., also im selben Jahr wie Placentia (Piacenza), von den Römern als Vorposten gegen die gallischen Stämme gegründet. Es wurde 190 v. Chr. mit 6000 neuen Siedlern verstärkt und bald eine der blühendsten Städte Norditaliens. Wahrscheinlich bekam die Stadt 90 v. Chr. die Rechte eines Municipiums. (Wikipedia)

Heute am Samstag besuchen wir nochmals die Innenstadt, sehen uns das Violinmuseum an und im gleichen Gebäude eine Fotoausstellung bedeutender Fotografen des 20. Jahrhunderts, die Kriege und Not in Indien, Südkorea und Vietnam dokumentiert haben. Andere wiederum haben Berühmtheiten des Filmgeschäfts abgelichtet, wie z.B. Marilyn Monroe, Clark Gable und James Dean, und für das TIME-Magazin gearbeitet.

Anschließend geht es auf eine vergleichsweise kurze Etappe bis nach Pavullo nel Frignano, einem Ort nicht weit von Modena und der Ferrari-Hochburg Maranello.

Auf dem anvisierten kleinen Stellplatz an einem Park finden sich wieder zahlreiche Wohnmobile. Alles Italiener. Vielleicht auf Osterausflug.

Hier haben wir wieder Strom und ich kann meinen Laptop an das Netz hängen. Ich kann ihn zwar während der Fahrt über den Wechselrichter immer wieder nachladen, aber am Abend macht er schnell schlapp. Das Alter eben (vom Laptop!). Und das heißt, ich brauche einen Neuen.

 

2 Gedanken zu „Sardinien wartet auf uns!“

  1. Ja ist klar…schon wieder neue Technik…weiß Mama das schon? 😉
    Jedenfalls beneide ich euch für den kurzen Abstecher nach Cannobio…ich muss mir das auch mal wieder anschauen!

    Viel Spaß noch!

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