Schiffshebewerk Niederfinow

27.06.

Heute nehmen wir unsere Tour wieder auf. Zuvor müssen wir allerdings Barbara vom Flughafen Tegel abholen. Da sie um 12.05 landen soll, starten wir von zu Hause um kurz nach 11 Uhr und nehmen die nördliche Route um Berlin zu erreichen. In Reinickendorf auf dem Parkplatz eines OBI-Baumarktes haben wir uns verabredet. Sie wird von Tegel mit dem Taxi dahin kommen. Der Parkplatz ist brechend voll, kaum anders zu erwarten an einem Samstag. Wir stellen uns an die Kopfseiten der Parkbuchten, was nicht allen an- und abfahrenden Berlinern gefällt.

Nach wenigen Minuten kommt aber das Taxi mit Barbara und sie hat 3 Tafeln Schokolade von Lindt mit Chillifüllung im Gepäck, von der Astrid immer so geschwärmt hat. Eine nette, liebe Geste.

Nach kurzer Begrüßung nehmen wir Fahrt auf über Wandlitz, Basdorf und Eberswalde und steuern direkt unser heutiges Ziel, das Schiffshebewerk Niederfinow an. Ein Ziel, was wir schon immer einmal mit dem Motorrad besuchen wollten. Nun also sind wir mit dem Womo hier. Schon bei der Annäherung kann man die gigantischen Ausmaße erahnen beim Blick auf das alte und das im Bau befindliche neue Hebewerk, die eine Höhendifferenz von 36 m zwischen Oder und Havel überwinden.

Das Wetter ist schön, wir nehmen einen Imbiss an den zahlreichen Ständen und lassen uns Zeit bei der Besichtigung des Informationszentrums, was sich noch rächen wird.

Auf einem serpentinenartig angelegten Fußweg erklimmen wir den Höhenunterschied bis zur oberen Ausfahrt aus dem Hebewerk, lassen die gigantische Anlage auf uns wirken und beobachten wie die Schiffe ein- und ausfahren und gehoben oder abgesenkt werden. Man kann hier auch ca. einen Kilometer vor der Anlage mit dem Boot Besichtigungsfahrten unternehmen und den Hebevorgang auf dem Boot miterleben.

Während wir noch auf der oberen Plattform stehen, setzt dann auch der angekündigte Regen ein und wir werden ziemlich nass. Außer Astrid, sie hat in weiser Voraussicht ihre Regenjacke angezogen.

k-DSCI3018 Bei etwas nachlassendem Regen machen wir uns auf den Weg ach unten, stellen uns noch einmal im Infozentrum unter  bevor wir ziemlich durchgeweicht unsere Womo’s erreichen.

Wir haben noch eine Etappe vor uns, denn wir wollen noch bis zum Kloster Chorin. Mein Navi weißt mich allerdings darauf hin, dass unser Ziel bei Ankunft schon geschlossen haben wird. Das hab ich allerdings einkalkuliert und mich im Internet informiert, dass man auf dem Parkplatz, nach Genehmigung durch den Platzwart, auch übernachten kann. Ein Platzwart ist bei Ankunft nicht zu sehen, dafür aber ein überaus gefüllter Parkplatz. Zur Orientierung begebe ich mich nochmals zur Einfahrt, wo mir große Menschengruppen entgegen strömen, meist mit Sitzkissen unter dem Arm. Offensichtlich hat hier eine Großveranstaltung stattgefunden, worauf allerdings sonst nichts hinweist.

Da alle gleichzeitig vom Platz wollen entsteht ein ziemlicher Stau.

Wir lösen noch unser Parkticket, denn der Parkplatz ist von 8 bis 20 Uhr gebührenpflichtig. Allerdings zu moderaten Preisen. Für heute werden noch 2 €  fällig und die Tageskarte kostet 3 €.

Da Astrid ein wenig Kopfweh hat, machen wir noch einen kleinen Spaziergang an frischer Luft bis zum wenige Hundert Meter entfernten Kloster und erfahren dabei, dass morgen um 11 Uhr eine Führung stattfindet. Daran werden wir uns beteiligen.k-20150627_192926