Slawenburg Raddusch

22.06.

Wir verlassen Lübbenau nachdem unser Womo wieder reisefertig und der Aufenthalt bezahlt ist. Den verschobenen Besuch in der Slawenburg Raddusch holen wir heute nach. Oft sind wir auf der Autobahn Richtung Dresden daran vorbei gefahren und hatten uns vorgenommen hier mal anzuhalten. Heute ist es nun soweit und das Museum hat auch geöffnet; trotzdem heute Montag ist.

Die Burg ist eine von circa 40 in der Niederlausitz ursprünglich bestehenden ringförmigen Wallanlagen. Diese Burgen waren im 9. und 10. Jahrhundert durch den slawischen Stamm der Lusitzi errichtet worden. Sie dienten als Fluchtburgen für die in unmittelbarer Nähe lebende Bevölkerung. Die Konzentration dieser Burganlagen im Gebiet der Niederlausitz wird auf den starken von germanischer Seite ausgehenden Eroberungsdruck zurückgeführt. Die Anlage war aus in Blockhausbauweise geschichtetem Holz errichtet und von einem Wassergraben umgeben. Das Innere der Holzkonstruktion war zur Sicherung der Stabilität mit Sand, Erde und Lehm verfüllt. Um 880 wurde auf einer schwachen Erhebung mit dem Bau des Burgwalles begonnen. Er war oval, hatte einen ca. 10 m breiten Wall und umschloss eine Innenfläche mit einem Durchmesser von 38 m. Die Burg hatte zwei Tunneltore, die sich fast genau gegenüber lagen, sowie einen mit Wasser gefüllten Burggraben.

Die heutige Burg ist äußerlich weitgehend originalgetreu, also aus in Blockbauweise geschichtetem und mit Erde verdichtetem Holz errichtet. Sie beherbergt im Inneren ein modernes Museum. In der historisch eigentlich kompakten Wallmauer befindet sich heute die Ausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“, ein Vortragsraum und ein Restaurant. Die Ausstellung zeigt vor allem die Siedlungsgeschichte der letzten 12.000 Jahre in der Region.

Daneben ist zur Zeit noch eine Sonderausstellung zur Archäologie des mittelalterlichen Bergbaues in Sachsen und Böhmen zu sehen.

Der 1000 m² umfassende Burghof dient als Terrasse des Restaurants sowie als Veranstaltungsort für Theateraufführungen, Kinderveranstaltungen und Konzerte.

Jedenfalls eine sehr interessante Anlage, die den Besuch wert war.

Die weitere Fahrt führt uns in das Museumsdorf Glashütte/Baruth. Hier haben wir leider kein Glück. Montag geschlossen.

Zu dem kühlen Wetter setzt bei der Weiterfahrt auch Regen ein und wir machen lediglich noch eine Kaffeepause in Beelitz bevor wir in Brandenburg ankommen, wo wir eine mehrtägige Pause einlegen werden.

Kirche in Beelitz
Kirche in Beelitz

3 Gedanken zu „Slawenburg Raddusch“

  1. Hallo alle zusammen.Nicht das ihr denkt wir verfolgen euch nicht mehr.Waren bloss unterwegs.Es ist immer noch alles sehr spannend.und wenn man bedenkt das wir das alles vor der Tür
    hat und selber es noch nicht gesehen hat.
    Jedenfalls weiterhin viel spass und denkt daran bei uns wird es
    sehr heiss.
    Bis bald.Gruss an alle von Petra und Michael

  2. Hallo ihr Lieben,
    obwohl ihr ja mit den Wetter keinen so richtig neidisch machen könnt, bin ich schon sehr interessiert, so manche eurer Stationen auch auf meine Todo Liste aufzunehmen.
    Schade, dass Glashütte geschlossen war. Von dem Museumsdorf war ich nämlich begeistert. Nachdem dies bei mir im Kopf schon lange tun schwirrte, haben wir es vor einiger Zeit geschafft. Da scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.
    Hätten wir uns ja im Spreewald fast treffen können. Ich hatte am letzten Mittwoch Teamtag in Burg. Hab dort auch je Kanfahrt gemacht.
    Liegt ihr eigentlich im Plan mit eurer Reise. Sind ha noch einige Fähnchen auf der Karte ohne Vollzug …
    Frei mich sehr, von euch zu hören bzw. zu lesen.
    LG Grit

    1. Ja der Zeitplan. Er ist aus den nachzulesenden Gründen aus den Fugen geraten. Auch der derzeitige Zwischenstopp in Brandenburg trägt dazu bei. Wir werden deshalb den weiteren Tourverlauf modifizieren und den Abstecher nach Polen weglassen. Kommt dem Titel der Tour auch entgegen. Wir hoffen trotzdem ihr bleibt dabei auch wenn eine solche Tour nicht so spektakulär ist, wie z.B. eine durch den Balkan, Albanien oder die Türkei.

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