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Ausflug nach Sansibar

17.06.2016 Stone Town

Der Wecker meldet sich bereits um fünf Uhr. Um sechs soll Abfahrt mit dem Bus zum Hafen sein. Trotz der Hitze, wir hatten am Abend noch 31° im Womo, haben wir ganz gut geschlafen. Gestern hatten wir mit 34° den Temperaturrekord auf unserer bisherigen Tour. Meine Zweifel an der frühen Abfahrt, wenn die Fähre im nur 30 km entfernten Daressalam erst um 9.30 abfahren soll, haben sich bestätigt. Gegen 7.30 sind wir am Hafen, trotz morgendlichem Verkehr in der Millionenstadt. Ein Vorteil ist, die Busse fahren vom Stadtrand bis in das Zentrum auf einer in der Mitte liegenden und durch Betonkanten abgegrenzten separaten zweispurigen Busspur. An den großzügigen Haltestellen stehen die Passagiere sehr diszipliniert in einer Schlange an.

Auch hier in Daressalam sind wie fast überall chinesische Investoren tätig. An jeder Haltestelle befindet sich ein Schild mit der Aufschrift „China Tansania Security“. Auch sonst gibt es zahlreiche Hinweise auf chinesisches Engagement und unser Bus stammt wohl auch aus China. Chinesische Schriftzeichen auf der Fensterscheibe, vermutlich als Hinweis auf den Notausgang, deuten darauf hin.

Der Bus nimmt uns 23 Leute gerade auf und unser Gepäck stapelt sich hinter der letzten Sitzreihe. Vernünftiger als die täglich zu erlebenden Überlandbusse, die fahren wie die Henker, werden wir bis zum Eingang des Fährterminals gebracht. Wir erhalten einen Boardingpass wie im Flugzeug und unverständlicherweise auch noch ein Einreiseformular nach Tansania. Aber Sansibar besitzt in Tansania eigene Verwaltungshoheit und für ausufernde Bürokratie sind die Afrikaner offenbar immer sehr empfänglich. Das kosten sie so richtig aus, obwohl oft weder ein System erkennbar, noch die Logistik den Auswirkungen dieser Bürokratie entspricht. Tansania oder Tanzania ist übrigens aus der Vereinigung des 1961 unabhängig gewordenen Tanganyika und Sansibar, das nach einer blutigen Revolution 1963 unabhängig wurde, entstanden. Daher der Name „Tan“ „San“ und dem Anhängsel „ia“, als vereinigte Republik.

Zunächst dann Verwirrung um das Gepäck. Irgendwelche Hilfskräfte wollen es zentral sammeln, manche von uns geben ihres aber nicht her, weil es nicht gekennzeichnet ist und dann heißt es, unser Gepäck käme in einen separaten Transportwagen. Später sehe ich den Transportwagen stehen, unser Gepäck vermischt mit anderem. Hoffentlich finden wir unsere Reisetasche wieder und nicht jeder der später am Wagen vorbei kommt, nimmt sich was ihm gefällt. Vorher heißt es auch, wir könnten unser Schiff bereits um acht besteigen, es werde nur noch vorher gesäubert. Auch dies eine Fehlinformation, nicht die erste. Wir kommen erst kurz vor Abfahrt an Bord. Kurz danach legen wir ab und mit einem Blick auf die Skyline von Daressalam verabschieden wir uns vom Festland.k-S2820064

Die Fähre ist ein sehr moderner Katamaran, die Sitze in der Business Class sehr bequem, der Bildschirm liefert Trickfilme am laufenden Band und wir entschlummern sanft. Haben auch einiges an Schlaf nachzuholen.k-S2820073

Bei der Ankunft findet sich auch das Gepäck wieder an, es wird mit einem Extrafahrzeug zum Hotel gebracht und wir kommen auch ganz entspannt im Hotel „Maru Maru“ an. Das Hotel liegt direkt hinter dem Fort. Wir beziehen ein Zimmer im dritten Geschoss, über uns ist nur noch eine schöne Dachterrasse, wo wir noch etwas essen bevor wir uns im geräumigen Doppelbett unter dem Moskitonetz erholen. Auch schön, mal wieder in einem schönen Hotelzimmer zu wohnen und sich um nichts kümmern müssen.k-S2820072k-S2820078

Am Hafen hatte uns bereits Johanna, eine deutsche Reiseleiterin die seit 10 Jahren hier lebt und mit einem Sansibari verheiratet ist, in Empfang genommen und mit ersten Informationen versorgt. Auf der Strecke mit dem Bus umrunden wir einen Teil der Altstadt. Bis auf zwei Durchgangsstraßen sind alle anderen Straßen Einbahnstraßen. Kein Wunder, so eng und verwinkelt wie sie sind. Wir sehen auch Plattenbauten nach DDR-Muster. Sie wurden während der sozialistischen Zeit unter Julius Nyerere errichtet mit Unterstützung aus der DDR. Die Wohnungen sind begehrt auch wenn die Häuser selbst nicht sehr ansehnlich sind. Von dunkelgrau bis schwarz sehen sie aus, was auch am Seeklima liegt.k-S2820080

Der Stadtrundgang um 15 Uhr findet dann in zwei Gruppen statt und wird durch zwei deutsch sprechende Einheimische durchgeführt. Micki, 39 Jahre alt, verheiratet mit nur einer Frau (es herrscht Polygamie), und Vater von zwei Kindern, ist unser Guide. Er bezeichnet sich selbst als alt, weil die Lebenserwartung hier nicht sehr hoch ist. Nur zwei Kinder zu haben, sei eher ungewöhnlich, aber seine Frau möchte keine weiteren. Üblich sind sechs oder mehr Kinder, auch zehn sind keine Seltenheit. Es gibt keine sozialen Systeme und der Kinderreichtum gewährleistet eine Versorgung der Eltern im Alter.

Micki unser Guide
Micki unser Guide

Unsere erste Station ist das „Old Fort„, welches im 18. Jh. von Arabern aus dem Oman auf den Resten einer portugiesischen Kapelle errichtet wurde. Es war zunächst Festungsanlage. In seiner Geschichte war es später Eisenbahnstation, Tennisplatz und heute kulturelles Zentrum mit Konzert-, und Theateraufführungen. Es gibt hier Souvenirläden und einige Frauen bieten die Verschönerung durch Henna-Malerei an.

Weiter führt uns der Weg am ehemaligen deutschen Konsulat vorbei.k-S2820117

Interessant sind die alten kunstvoll geschnitzten Türen an vielen Häusern, sie sind entweder arabischen (mit Rundung oben), oder indischen (eckig) Ursprungs. Die einzelnen Verzierungen sind alle von bestimmter Bedeutung.

Nächste Station, dass Freddie Mercury Haus in der Kenyatta Street. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt wird hier mit einer Aufschrift über der Tür und zwei Schaukästen mit Bildern des Stars der Gruppe Queen geehrt.k-S2820119k-S2820118

Weitere Stationen sind das „Tipu Tip Haus“, ein Haus eines ehemaligen berühmten Sklavenhändlers, „Jaws Corner“, ein besonders am Abend belebter Platz für jung und alt , wo Tagesthemen und andere schwerwiegende Probleme erörtert werden. An dem Baum in der Mitte hängt ein Telefon, von dem aus man, falls man herankommt, unentgeltlich in alle Welt telefonieren kann. Ein Scherz.k-S2820124

Die anglikanische Kirche ist an der Stelle des letzten Sklavenmarktes Afrikas von Bischof Steere, einem erklärten Gegner der Sklaverei, errichtet worden. Hinter dem Altar, der an der Stelle steht wo die Sklaven ausgepeitscht wurden, befindet sich eine Gedenkplatte für den Bischof.

David Linvingston, der britische Missionar und Entdecker, hatte sich vehement für die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt. Er starb im Busch an der Ruhr. Seine treuen Begleiter, Susi und Chuma, balsamierten seinen Körper und bestatteten sein Herz unter einem Baum. In der Kirche hängt ein Kreuz aus dem Holz dieses Baumes. Den Leichnam trugen sie bis an die Ostküste, von wo aus er nach England verschifft wurde.

Das „House of Wonders“ ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Errichtet unter Sultan Barghash 1883, war der an viktorianische Architektur erinnernde Bau mit dem Palast verbunden. Der Name leitet sich daraus ab, dass dieses Gebäude als erstes auf Sansibar über Elektrizität und einen Fahrstuhl verfügte. Heute ist der Bau ziemlich heruntergekommen und soll restauriert werden. Das Nationalmuseum hat hier sein zuhause gefunden.

Ein Gang über den quicklebendigen Markt bildet die letzte Etappe für heute. Überwiegend Männer beherrschen den Markt als Händler und Verkäufer, Frauen sitzen meist am Boden und bieten Obst und Gemüse an.

Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden endet unser Rundgang wieder am Hotel. Ausruhen ist nicht. Um 18.17 Uhr geht die Sonne unter und deshalb ist es Zeit für einen Sundowner auf der Dachterrasse. Und um Viertel vor Sieben ist dann schon wieder Abmarsch mit Johanna durch die schmalen Gassen der Altstadt zum Abendessen im „House of Spices“, einem netten Lokal im zweiten Stock, eines der besten Restaurants in Stone Town. Dreigänge-Menü mit Fisch in Spitzenklasse. Alles sehr lecker und appetitlich angerichtet und auch der Service stimmt. Gut gesättigt geht es dann auf den Rückweg durch dunkle Gassen, die an einigen Stellen durch geöffnete und beleuchtete Geschäfte erhellt werden. Es ist gerade Ramadan und die sonst um diese Zeit geschlossenen Geschäfte haben wieder offen, da erst nach Sonnenuntergang wieder im zu 95% von Muslimen bewohnten Sansibar gegessen wurde und jetzt nochmal die Aktivitäten einsetzen. Viele Menschen bewegen sich jetzt wieder in den engen Gassen und auch vor Mopeds, Rollern und Fahrrädern, die hier immer Vorfahrt haben, muss man sich in acht nehmen. Allein hätten wir wohl schwerlich zum Hotel zurück gefunden.

18.06.2016 Spice-Tour und Segeltörn

Es war sehr warm zu Beginn der Nacht. Wir hatten die Klimaanlage ausgeschaltet, hofften auf Abkühlung in der Nacht und wollten uns die Geräusche der Anlage nicht antun. Vergebens. Gegen Mitternacht musste ich sie dann doch einschalten, die Wärme wurde unerträglich. Astrid musste sich mit dem dünnen Bezug trotzdem zudecken, weil der kühle Lufthauch unangenehm wurde. Aber wir schliefen jetzt gut und Astrid tief und fest, sodass nur ich mitbekam, wie es gegen Morgen zweimal zwar kurz aber heftig regnete.

Das Frühstück vom Buffet auf der Dachterrasse nahmen wir in aller Ruhe ein, während unten in einem der Höfe Mädchen in schwarzer Kleidung aber unverschleiert, spielten und sangen.k-20160618_083228

Bevor um 10 Uhr der Bus abfuhr, bekamen wir in einem kleinen Laden unweit des Hotels endlich mal wieder Ansichtskarten zu kaufen. Keine Selbstverständlichkeit in Afrika.

Aus der Altstadt hinaus brachte uns der Bus durch Sansibar-Town, dem neuen Teil der Stadt auf’s Land. Die Spice-Tour, ein Streifzug durch die Gewürzvielfalt Sansibars stand auf dem Programm. Unterwegs passieren wir einen Ort namens Bububu. Bis hierhin führte einst die einzige Bahnverbindung der Insel über 10 km von der Hauptstadt aus. Da der Zug hier immer mit einem lauten „bububu“ seine Fahrt beendete, erhielt der hier entstehende Ort davon seinen Namen.

Wir zweigen ab von der Straße und gelangen über holprige Piste mitten in einen scheinbar ungeordneten Urwald mit ein paar Lehm- und nicht fertiggestellten Betonhütten. Oft werden auch Korallensteine als Baumaterial genutzt. Die Lehmhütten gehören meist Familien in denen Arbeitslosigkeit herrscht und die mit dem Einfachsten auskommen müssen. Betonhütten sind schon besser, die Bewohner oder mindestens einer von ihnen hat Arbeit, aber fertiggestellt wird je nach Geldeingang. Nach der Revolution 1964 bekam jede Familie 3 ha Land zugewiesen, damit sie sich selbst versorgen kann. Es wird Mischanbau mit unterschiedlichen Erntezeiten betrieben, damit es immer etwas zum Essen bzw. zum Handeln gibt.k-S2830012

k-S2830001Auf dem Land ist die Solidarität sehr groß, jeder hilft jedem. In der Stadt ist es heutzutage schon anders. Die Menschen sind dort informierter und neiden oft auch dem Nachbarn seinen Besitz.

Aber „Hakuna Matata“ ist das Motto aller Sansibaris. Dass heißt, wörtlich übersetzt: „Es gibt keine Probleme bzw. Schwierigkeiten“ und in der Umgangssprache, „alles ist in bester Ordnung“. Und überall wird uns „Jambo“ für „Hallo“ zugerufen. Die Sprache ist Swahili, im deutschen oft auch als Suaheli oder Kisuaheli bezeichnet, und sie sei „very simple“. Hier gibt es weder Dativ, Genitiv noch Akkusativ.

Das Gelände auf dem wir uns bewegen und nun die Gewürzvielfalt Sansibars erleben sollen, ist recht überschaubar. Und dennoch erleben wir eine ungeahnte Vielfalt auf kleinstem Raum. Auf Sansibar gelten die meisten Gewürze vor allem als Medizin und werden weniger zum Würzen verwendet. Da Gewürze teuer sind, werden meist die Blätter des Gewürzbaumes genutzt, die Aromen von vielen anderen Gewürzen enthalten.

Wir erleben, reiben die Blätter, riechen und kosten u.a. Muskat, Ingwer, Zimt, Zitronengras, Nelken, Vanille und Kardamom und sehen Sternfrucht, Jackbaum, Teakbaum, die Jodpflanze und Durian, eine Frucht an der sich die Geister scheiden. Sie stinkt, aber schmeckt wird uns versichert. Sansibar Lipstick ist eine weitere Pflanze, deren Saft teuren Lippenstift ersetzt oder zum Haare färben verwendet wird.

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Ein traditionelles Mittagessen beschließt den interessanten Aufenthalt. Zum Schluss gibt es sehr konzentrierten Ingwertee, leider zu scharf für uns.k-20160618_124656

Nach der Rückkehr haben wir ein wenig Zeit zum Ausruhen bevor am späten Nachmittag das nächste Highlight auf uns wartet. Eine Fahrt mit einer Dhau an der Sansibar Waterfront entlang. Zunächst mit Motorkraft und dann mit gesetztem Segel. Ich wage mich mit anderen auf das „Oberdeck“ und genieße die Fahrt.

Astrid war richtig stolz auf mich, und hat nicht gefragt wie es mir geht um die Folgen wie in Australien zu vermeiden, als ich bei der Fahrt zum Great Barrier Reef und zurück nicht mehr von der Tüte loskam. Erst lief es auf der Rückfahrt ganz gut, bis mich damals Astrid fragte, wie es mir geht.

Wir landen am Mbweni Ruins Hotel an und genießen ein gemeinsames Abendessen auf der überdachten Terrasse und werden anschließend mit dem Bus zum Hotel zurück gebracht. Die Musik einer Band lockt uns noch auf die Dachterrasse.

19.06.2016 Die Schildkröten-Insel, Prison Island

10 Uhr ist Abmarsch vom Hotel zum Hafen, wo zwei kleine Boote auf uns warten, wie sie hier zu Dutzenden vor Anker liegen. In einer halben Stunde werden wir nach Prison Island geschippert. k-20160619_101143Hier erwartet uns eine Kolonie von Adabra-Schildkröten die die Seychellen dem Sultan 1920 zum Geschenk machten. Es sind Riesenschildkröten, die teilweise schon ein beachtliches Alter erreicht haben. Auf einer lesen wir 158 Jahre. Bis dreihundert Jahre können sie werden. Sie haben mächtige Panzer und sehr ledrige Haut. Wir können sie füttern. Aber aufpassen, sie haben sehr scharfe Zähne.

Die Insel selbst war früher Sklavenumschlagplatz, bevor der britische General Matthews hier ein Gefängnis bauen ließ, was aber nie als solches genutzt wurde. Es war später Quarantänestation für einreisende Inder, die hier zunächst bis zu zwei Wochen ausharren mussten. Heute befindet sich hier ein Restaurant, ein Hotel soll folgen.

Wir besteigen wieder die Boote, aber nur um ein Stück auf das offene Meer hinaus zu fahren. Schnorcheln ist angesagt. Die Schnorchelausrüstung wird gestellt und ich muss meine Brille erst einmal tauschen. Sie ist so zerkratzt, dass ich nichts sehen kann. Aber auch mit der neuen Brille zeigt sich, dass dies nicht mein Ding ist. Mir fällt die Umstellung schwer, unter Wasser durch den Schnorchel zu atmen. Auch kann ich schon kurz unter der Wasseroberfläche ohne meine Brillenstärke auf dem Meeresgrund nichts erkennen. Ich gebe deshalb bald meine Ausrüstung zurück und tauche so wie ich es gewohnt bin ohne Hilfsmittel zum Meeresgrund. Viel zu sehen gibt es nicht. Ein .paar Korallensteine. Astrid sieht noch gelbe und rote Seesterne und Seeigel.k-20160619_121226

Am Strand nehmen wir noch ein Picknick zu uns bevor es später zurück zum Festland geht.

Am Nachmittag unternehmen wir noch einen Stadtrundgang. Vorbei am alten Sultans-Pallace und der „Old Dispensairie“ gelangen wir zum Fischmarkt. Die alte Apotheke ist zwischen 1991 und 1996 renoviert worden. Viel ist davon nicht mehr zu sehen. Den alten Dhau-Hafen bekommen wir leider nicht zu Gesicht. Es sieht ziemlich schlimm aus hier, obwohl dann mitten im Unrat doch einer mit dem Besen zu Gange ist und fegt.

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Über den Markt, den wir schon gesehen hatten, gelangen wir wieder in die Altstadt und wollen zurück zum Hotel. Vorbei an einer Moschee und einem Hammam gelangen wir zu Jewers Corner, wo es jetzt am Abend ziemlich belebt ist. Als wir zum zweiten Mal hinkommen, merken wir, dass wir uns vertan haben.

Ein freundlicher Mann bietet seine Hilfe an und begleitet uns zum Hotel. Unterwegs erfahren wir, dass er Fisherman ist, aber mit seiner Dhau wegen Flaute gerade nicht hinaus kann. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er warnt uns noch, am Abend die schmalen Gassen jetzt zum Ramadan lieber zu meiden. Die Geschäfte schließen zum Sonnenuntergang und alle gehen in die Häuser zum Essen. Wer sich dann noch rumtreibt hat es oft auf weiße Touristen abgesehen. Ihnen werden oft mit vorgehaltenem Messer Geld und Handys abgenommen.

Am Hotel geben wir ihm noch etwas für seine Kinder, bedanken uns und beherzigen seinen Rat. Wir bleiben im Hotel, essen hier eine Kleinigkeit und lauschen der schönen Stimme der Sängerin auf der Dachterrasse die von einem Keyborder begleitet wird.

20.06.2016 Rückkehr zum Festland

Nach Frühstück und Packen stellen wir unsere Tasche vor das Zimmer und begeben uns nach unten. 11 Uhr ist Abfahrt zum Hafen und gegen 12.30 legt die Fähre fast pünktlich ab.

Ein sehr schöner und unvergesslicher Aufenthalt auf Sansibar, der Insel, wo es auch nach Achim Reichel „am schönsten war“, geht zu Ende.