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5 Länder in 7 Tagen

01.06.2016 bis 07.06. 5 Länder in 7 Tagen

Nachdem wir am 01.06. Südafrika verlassen haben, sind 7 Tage vergangen und wir haben Botswana, Zimbabwe, und Sambia passiert und sind nun in Malawi am Rande der Hauptstadt Lilongwe angekommen; fahren morgen nach Sengha Bay am Malawi-See und nehmen dort unsere alte Route wieder auf. In Sengha Bay wären wir nach alter Planung am 04.06. angekommen und hätten bereits 2 Stationen in Malawi hinter uns. Wie bekannt hatten uns aber die Vorkommnisse in Mosambik zur Kursänderung gezwungen. Dieses Manöver hat uns etwa 2.300 Mehrkilometer eingebracht und eine zügige Durchfahrt durch Botswana, Zimbabwe und Sambia. Grund für diese Hatz sind die gebuchten Termine in den folgenden Ländern, so die Tour in die Serengeti und auch der Aufenthalt auf Sansibar. Wir werden aber nichts versäumen, denn auf dem Rückweg von Tansania werden wir erneut durch Sambia, Zimbabwe und Botswana kommen und dann mehr Zeit haben.

Deshalb hier nur ein zusammengefasster Kurzbericht, ein paar Bilder und eine Entschuldigung für das lange Warten auf Neuigkeiten. Es hatte einfach keinen Sinn gemacht, jetzt in den durchquerten Ländern SIM-Karten mit Datenvolumen zu erwerben, und WLAN ist hier eher schwach vertreten oder gar nicht zu finden. Datenvolumen verfällt meist nach 30 Tagen. Und da wir fast einen Monat in Tansania sein werden, wäre alles weg gewesen.

200 km sind es bis zur Grenze nach Botswana. Wir fahren wieder einmal nicht nach Roadbook, sondern nach Navi. Wir kommen dadurch schneller aus Polokwane raus und sind gleich auf der Straße die uns bis zur N11 führt, die wir heute weiter in nördliche Richtung bis Grobler’s Bridge, dem Grenzübergang nach Botswana, befahren.k-s2680001

Viel Betrieb an der Grenze, die eher ein Nadelöhr ist, denn zwischen Südafrika und Botswana und den dazugehörigen Grenzabfertigungsstellen existiert nur eine sehr schmale einspurige Brücke über die der gesamte Verkehr läuft. Auf beiden Seiten warten deshalb viele LKW darauf weiter zu kommen. Wir schieben uns an diesen vorbei und kommen einigermaßen problemlos durch. Auch die Grenzabfertigung wird langsam zur Routine, obwohl es immer wieder mal wechselnde Verfahren gibt. Hier müssen wir z.B. noch eine Versicherung und Straßenbenutzungsgebühren für Botswana bezahlen. Und auch die Einfuhrbestimmungen sind andere.

Die Beamten, insbesondere die Beamtinnen an den Schaltern, sind wie immer gelangweilt, maulfaul und meist müde, aber die draußen sind meist freundlich und helfen.

An der nächsten Tankstelle wechseln wir noch Euro in botswanische Pula.

Auf der A1 kommen wir gut voran, machen in Palapye Halt zum Essen und Einkaufen und sind erstaunt über das gut sortierte Angebot im Supermarkt und die Anzahl der Tankstellen hier und im weiteren Verlauf. In Francistown befahren wir eine neue gut ausgebaute und mit Beleuchtung versehene Autobahn und kommen uns wie Geisterfahrer vor. Von den jeweils zwei Fahrspuren ist nur eine Richtung freigegeben und die befahren wir im Gegenverkehr ohne jegliche Markierung. Aber wir kommen gut an auf unserem Camp auf dem Gelände des „Marang Hotel & Casino“. Der Platz ist gut besucht und auch viele Südafrikaner machen hier Urlaub.

Der nächste Tag führte uns dann in den Norden Botswanas nach Nata in die schöne Nata-Lodge in der wir eigentlich zwei Tage stehen bleiben wollten. Aber Einige meinten hier sei doch nichts los (woher sie diese Weisheit hatten bleibt ihr Geheimnis), warum können wir dann nicht am folgenden Tag in Viktoria Falls zwei Tage bleiben. Also wurde der Plan geändert. Angekommen in Nata, waren die Meisten dann doch nicht davon begeistert, denn die Nata-Lodge war wirklich schön und mit allem ausgestattet, Pool, Restaurant und Shop inbegriffen. Die Strecke hierher führte durch endloses Buschland aber auf relativ guter Straße.

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Am nächsten Tag eine Strecke von 380 km und der nächste Grenzübergang. Es ging nach Simbabwe. Unterwegs immer wieder Schilder mit denen an der Straße vor Elefanten gewarnt wird. Wir halten Ausschau aber entdecken, im Unterschied zu anderen Fahrzeugbesatzungen, keine, jedenfalls keine Lebenden. Einen jungen toten Elefanten sehen wir am Straßenrand und ein Auto, was wohl an dem Zusammenstoß am frühen Morgen beteiligt war. Wir hätten nicht in dem Auto sitzen wollen und sind jetzt noch aufmerksamer. Am Elefanten hatten sich inzwischen viele Leute zu schaffen gemacht und ihn zerlegt.k-S2700001k-S2700002

Die Grenzübergänge werden zwar langsam zur Routine, aber man muss immer wieder mit Überraschungen rechnen. Insbesondere was den Einfallsreichtum angeht, wofür alles Gebühren erhoben werden können. Da wird eine Versicherung fällig, obwohl wir eine haben die Simbabwe einschließt; da werden Gelder pro Person und für das Fahrzeug fällig und dann auch noch Umweltabgabe, Straßenbenutzungsgebühr und die angrenzende Kommune erhebt eine Extragebühr gleich auch noch an der Grenze. Aber meckern bringt nichts, wir wollen schließlich weiter. Nachdem auch der Gatepass abgestempelt und wir uns mit den Fahrzeugdaten in eine Art Gästebuch eingetragen haben, nehmen wir die letzten 70 km für heute bis Victoria Falls, einer quirligen Stadt mit vielen Touristen, die alle wegen der berühmten Victoria-Fälle hierherkommen, unter die Räder. Der Missionar und Entdecker David Livingston hatte 1855 als erster Weißer die „Mosi-o-Tunya“, die donnernde Gischt des Sambesi gesehen, der hier in einer Breite von eineinhalb Kilometern und einer Höhe von 100 Metern hinabstürzt und dabei 500 000 Kubikmeter Wasser in der Minute befördert.

Bereits bei der Anfahrt zum Camp ist die Gischt zu sehen. Näher werden wir uns die Fälle bei der Rückfahrt betrachten. Am Abend gibt es noch ein spontanes Kulturprogramm auf dem Platz und Astrid mischt nach Aufforderung wieder mit.k-20160603_181021k-20160603_182446

Eigentlich wollte ich hier in das Internet über das WLAN am Platz und habe dafür ausreichend Datenvolumen erworben. Leider gibt das Netz nicht viel her. Ich wollte an der Rezeption, in der Hoffnung die Verbindung sei hier am stabilsten, 17 MB aus dem Internet laden um die fehlende Simbabwe-Karte auf dem Tablet zu installieren, aber selbst dieser Vorgang brach ab. Der zweite Aufenthaltstag hier wird dann auch gestrichen, wegen der fehlenden Möglichkeit, spätere Aktivitäten zeitlich umzubuchen.

Was hier und später in Sambia besonders auffällt, später auch in Malawi, sind die vielen Polizeikontrollen meist vor oder hinter Ortschaften. Was da kontrolliert wird, ist schwer nachzuvollziehen und unterscheidet sich auch von Kontrolle zu Kontrolle. Angekündigt werden sie meist mit einem Hütchen auf dem Mittelstreifen und wenn man sich der Kontrolle nähert, stehen dann an beiden Fahrbahnrändern und in der Mitte alte Fässer an denen Police-Control steht. Meist werden wir nur gefragt wo wir her kommen und hin wollen. Wir antworten mit einem Lächeln, wünschen einen schönen Tag und durften bislang unbehelligt weiter fahren.

Weiter geht es nach Sambia.

Von Botswana wäre auch ein direkter Übergang nach Sambia möglich gewesen, hier am Vierländereck mit Namibia, Sambia und Simbabwe. Aber der Übergang nach Sambia ist hier nur mittels Fähre über den Sambesi möglich und die Fähre hat ein sehr begrenztes Fassungsvermögen, sodass der Transport unserer Gruppe den gesamten Tag oder mehr in Anspruch genommen hätte, zumal der LKW-Stau vor der Grenze enorm ist. Fast wären wir darin gelandet, denn obwohl unser Navi uns aufgefordert hatte rechts abzubiegen nach Simbabwe, folgten wir Erhard, einem Mitfahrer, der weiter geradeaus fuhr und nach wenigen hundert Metern vor der sambesischen Grenze stand. Astrid war schon mit allen Papieren unterwegs, ehe ich im Gespräch mit Einheimischen erfuhr, dass dies nicht unser Grenzübergang ist. Ich rief sie zurück, wir wendeten und waren nach wenigen Kilometern an der richtigen, der simbabwischen Grenze.

310 km haben wir nach Monze zurückzulegen. Über Livingston auf der sambesischen Seite der Viktoria Fälle, die wir von der Grenzbrücke vor lauter Gischt nicht sehen, geht es nach Norden.

Es gibt hier in diesen Ländern nur wenige ausgebaute und für uns passierbare Straßen. Und an diesen Straßen und deren näherer Umgebung spielt sich das Leben ab. Hinter wenigen Büschen und Bäumen am Straßenrand stehen die Hütten und Häuser und die Straßen sind auch der Weg der vielen Schulkinder und der zahllosen Radfahrer, die meist Waren, überwiegend Brennmaterialien, zum nächsten Markt in die nächste Stadt transportieren, und der Weg zum Nachbarn und Handelsplatz.

Von Monze ging es am folgenden Tag weit in den Osten Richtung Malawi über 415 km.

Wir passieren die Hauptstadt Lusaka mit ihren 1,5 Mio Einwohnern von insgesamt 15 Mio in ganz Sambia, bei einer Fläche doppelt so groß wie Deutschland.

In Lusaka herrscht Markttreiben vor der großen Mall.

Weiter auf der „Great East Road“, der T4, geht es über Chongwe nach Luangwa. Hier erreichen wir am Luangwa-Fluss, der hier auch die Grenze zu Mosambik bildet, das „Bridge Camp“ was von einem Holländer geführt wird. Ein schöner Platz mit fantastischer Aussicht auf den Fluss, am Berg gelegen, aber eigentlich nicht für 13 Wohnmobile ausgelegt. Wir stehen Tür an Tür, aber kommen alle unter.

Die Toiletten und die Duschen sind ungewöhnlich.k-20160605_163811k-20160605_163801

Im Restaurant wird uns am Abend gutes Essen, allerdings zu nicht erwarteten vergleichsweise hohen Preisen, serviert.

Weiter geht die Reise nach Chipata, 20 km vor der Grenze nach Malawi, immer noch auf der „Great East Road“. Eine der besten Landstraßen die wir hier heute vorfinden. Kurz nach dem Camp halten wir noch einmal an, weil ich vergessen hatte die Frontscheibe zu reinigen und werden sofort von einer Schar Kinder umzingelt. Als ich fertig bin, lasse ich mir von Astrid eine Tüte mit Süßigkeiten geben. War ein Fehler. Sie wird mir aus der Hand gerissen, das Stärkste der Kinder setzt sich durch und die meisten anderen gucken in die „Röhre“. Besonders die Kleinen.

Angekündigt war für die Strecke eine 20 km lange Baustelle. Wir hatten schon gehofft, sie sei beseitigt, aber kurz vor Ende der Etappe folgt die lange Umleitung parallel zur Straße auf rotem Sand, eine Gravel-Road mit Waschbrettcharakter. Wir bewegen uns mit nicht mehr als 20 km/h vorwärts. Uns schwant schon schlimmes für Namibia, wo über Hunderte von Kilometern solche Strecken anzutreffen sein sollen. Später belehren uns erfahrene Mitreisende, wir sollten mit 60 km/h über Gravel-Roads fahren, dann spüre man die Wellen nicht mehr. Aber das kostet Überwindung, wenn man bei wenig mehr als 20 km/h meint, das Auto fällt auseinander, so wird es durchgeschüttelt. Wir werden es testen müssen. In Katete tanken wir auf. Tanken ist ein Kapitel für sich. Wir versuchen immer bereits zu tanken, wenn der Tank noch halbvoll ist, denn man kann nie sicher sein wann die nächste Gelegenheit kommt. Entweder gibt es über mehrere Hundert Kilometer keine Möglichkeit, oder der Diesel ist nicht vorrätig oder, die Tankstelle hat gerade keinen Strom und funktioniert deshalb nicht. In Katete suchen wir noch die Missionsstation mit angeschlossenem Freilichtmuseum. Nach mehrfacher Nachfrage finden wir es auch, aber es bleibt für uns unerreichbar. Zwischen Straße und Museum liegt ein tiefer Graben und wir kommen mit dem Fahrzeug nicht hinüber.

Wir erreichen Chipata, die Provinzhauptstadt, ehemals die Hauptstadt Nord-Rhodesiens.

Mama Rula“ heißt unser Camp unweit des Zentrums.k-20160606_154201k-20160606_141039

Heute nun ging es nach Malawi. Nur 22 km trennen uns von der Grenze und nach der Grenze 100 km bis zur „Barefoot Lodge“ unserem heutigen Übernachtungsplatz. Weil Renate uns noch eine Versicherung für die restlichen Länder besorgen will, treffen wir uns erst um 11 Uhr am Grenzübergang. Die Grenzabfertigung läuft heute fast im Selbstlauf ab. Sehr zügige Abfertigung. Wir fahren zunächst am Abzweig zum Camp vorbei bis nach Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. Wir wollen noch eine SIM-Karte besorgen im Einkaufszentrum, werden aber nicht fündig. Später erfahren wir, die Tankstelle sei der richtige Ort dafür gewesen. Also morgen ein neuer Anlauf und dann hoffentlich Internet um den Daheimgebliebenen endlich ein Lebenszeichen zu senden.

Ausführlicher werden wir die wesentlichen Stationen der letzten Tage in Sambia, Simbabwe und Botswana beschreiben, wenn wir auf der Rückreise von Tansania wieder hier entlang kommen.

von Sambia über Simbabwe nach Botswana

Hallo Leute,

heute gibt es endlich wieder was zu lesen und anzuschauen. Astrid’s Zwischenruf vom 05.07. ist auch korrigiert. Auch der Beitrag „Unterwegs nach Sambia“ ist mit Bildern ausgestattet.

Aber der Reihe nach:

08.07. bis 10.07. Über Kapiri Mposhi in die Hauptstadt Lusaka

Weiter geht’s auf der T2, der Great North Road, in Richtung Süden. Die Eisenbahnstrecke begleitet uns. Die meisten Orte hier sind im Zusammenhang mit der Eisenbahn entstanden. Die Strecke heute ist einigermaßen befahrbar und ab dem Abzweig nach Serenje wird sie besonders gut.

 

Wir gleiten auf der Straße nicht schlechter als auf einer guten Landstraße zu Hause. Die 370 km sind deshalb kein Problem und wir sind bereits am frühen Nachmittag auf dem schönen Camp „Forest Inn“. Er ist sehr schön angelegt und hat neben allen Versorgungseinrichtungen auch ein Restaurant, wo wir uns gleich erst einmal stärken. Klaus reserviert dann auch noch gleich Plätze für den Abend, so werden wir hier nicht hungern müssen. Denn die Vorräte gehen nun doch langsam zur Neige und alle sind bereits süchtig nach einem richtigen Einkauf in einem Supermarkt.

Der Tag geht entspannt zur Neige, wir schlafen gut nach einem guten Essen und haben am anderen Morgen Zeit, weil wir noch einen weiteren Tag hier bleiben und erst um 10 Uhr eine Wanderung über das nebenliegende Farmgelände angesagt ist. Astrid kümmert sich bisweilen um die Wäsche, die sie noch hier waschen lässt und ich begebe mich mit auf Wanderschaft. Das Farmgelände ist ca. 1500 ha groß und ein Flugplatz für Kleinflugzeuge ist auch integriert. Der Besitzer der Farm ist ein Weißer, der in der Hauptstadt Lusaka zu Hause ist und vermutlich hier hin und wieder einfliegt.

Auf der Farm wird vorrangig Weizen, Mais und Soja angebaut. Letzteres ist bereits abgeerntet, aber der Weizen, der bewässert wird, steht sehr gut auf dem Halm. Kreisrunde Felder mit ca. 25 ha Größe und Bewässerung. Der Weizen hier unterscheidet sich von unserem zu Hause. Der hier hat Grannen.

Am frühen Nachmittag trifft auch das Unfallfahrzeug auf dem Platz ein und später auch Renate und Jamal. Dem verunglückten Jungen geht es gut, die Ermittlungen sind abgeschlossen und haben die Schuldfrage auch zugunsten unserer Mitfahrer bestätigt.

Alle hatten mitgefühlt und sind jetzt gemeinsam mit den beiden froh über den positiven Ausgang. Renate betont auch die sehr korrekte Arbeit der hiesigen Polizei. Die Begründung für diese eher unerwartete Korrektheit ist simpel, bei 22 verschiedenen Stämmen im Einzugsgebiet der Polizeistation können sie sich es gar nicht erlauben unkorrekt zu handeln, so der Polizeichef; sonst stehen die Angehörigen eines negativ betroffenen Stammes vor der Polizeistation und protestieren.

Eine weitere positive Information ist die Aussage, dass sich die Meldung zu Problemen an der Grenze zwischen Simbabwe und Botswana offenbar als „Ente“ entpuppt hat. Bestenfalls ist ein eher unbedeutender Zwischenfall, wie bei der stillen Post, zu einem großen Problem gemacht worden. Wir können deshalb beruhigt unsere Fahrt am nächsten Tag fortsetzen und auch an der weiteren Route müssen keine Korrekturen vorgenommen werden.

Nur 280 km sind heute zu bewältigen und es lockt die Aussicht, endlich wieder einmal richtig einkaufen zu können. Nach 60 km stoßen wir auf die Nord-Süd-Achse, die Hauptverbindungsstraße von Lusaka in den sogenannten Kupfergürtel (Copperbelt), dem größten Bergbaugebiet des südlichen Afrikas.k-S2940001 Nach wenigen Kilometern durchfahren wir Kapiri Mposhi, ein Fernfahrertreffpunkt an dieser wichtigen Wegmarke. Dutzende von Tanklastzügen stehen hier herum und es herrscht viel Trubel. Ganz anders als in den zuvor ländlichen und dörflich geprägten Gebieten vor unserem letzten Halt. Bereits seit heute morgen beherrschen große Farmen das Landschaftsbild und auch die Dörfer verändern sich zu massiverer Bebauung. Später sind vor Kabwe auch Reihenhäuser zu sehen.k-S2940003 Kabwe, 1906 als Bergbaustadt „Broken Hill“ gegründet, ist die einzige große Stadt auf dem Weg nach Lusaka. Eine sehr lebhafte Stadt mit vielen Straßenständen.

Danach wieder sehr große Farmen, die von Weißen betrieben werden.

An der Zunahme des Verkehrs ist unschwer zu erkennen, dass wir uns Lusaka nähern und nach dem großen Kreisel mit der Steinpyramide mit Adler in der Mitte, die wir schon von unserer letzten Durchquerung her kennen, sind es nur noch 6 Kilometer und wir können shoppen. Erst bei SPAR, dann bei Pick’nPay und letztlich noch in einem erst vor fünf Tagen eröffneten „Food Lover’s Market“ mit sehr gutem Angebot an Frischwaren.

Der Kühlschrank und auch alle Vorratsbehältnisse in der Heckgarage sind wieder gut gefüllt. Nach weiteren 6,5 Kilometern erreichen wir die „Eureka Campsite“ auf der Zebras, Giraffen und Impalas frei umherlaufen.k-S2940008

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11./12.07.2016 Highlight Victoria-Fälle

Zwei Fahrtage auf bekannter Strecke liegen hinter uns. Wir hatten gestern wiederum als Letzte das Camp verlassen und sehen bei der Ausfahrt noch Giraffen und Impalas auf dem Camp.

Dann ging es auf die Hauptstraße Richtung Monze über Kafue und Mazabuka. Es fällt ein großer Unterschied auf, zwischen den Hütten und Dörfern im Norden und hier. Es wirkt hier „moderner“ nach afrikanischen Verhältnissen und große Farmen sowie auch Fabriken bestimmen das Bild an der Landstraße. Mazabuka ist das Zuckerzentrum von Sambia. Hier gibt es auch wieder Einkaufsmöglichkeiten, auch ein „Shoprite“, eine südafrikanische Handelskette, die im Norden gar nicht vertreten war. Auch kleine Restaurants und Cafè’s sind hier zu finden. Die Strecke beträgt nur 170 km bis zu „Moorings Campsite“, wo wir schon einmal gestanden hatten. Und wieder steht an der Zufahrt und der geöffneten Schranke ein Posten, der bei Annäherung uns zunächst das große Buch reicht, in das wir uns eintragen müssen, während er inzwischen wieder mit seiner Spritze die Reifen befeuchtet. Was hier vermutlich der Desinfizierung dienen soll, ist völliger Quatsch, denn er besprüht lediglich die Reifenaußenseite um die Radkappen herum. Aber irgend jemand wird ihm den Auftrag erteilt haben und vermutlich weiß er aber nicht, was er da eigentlich tut.

Bereits um 15.00 Uhr ist heute Besprechung und anschließend gemeinsames Grillen angesagt. Wir wollen die Wärme des Tages nutzen, denn am Abend wird es doch schon etwas kalt, seit wir uns immer weiter nach Süden begeben. Auf dem Platz findet sich auch ein südafrikanischer Landcruiser ein. Das ältere Paar, welches damit unterwegs ist, hatten wir bereits Anfang Juni in Botswana in der Nata-Lodge getroffen. Wir standen dort neben ihnen.

Wilfried betätigt sich wieder einmal als Experte für das große Feuer. Da ist er in seinem Element. Jeder bringt seine Grillsachen mit zur großen Tafel und steuert etwas zur Beilagenvielfalt bei. So lernt man immer wieder etwas neues und die Geschmäcker anderer kennen. Unser Rumpsteak ist schnell fertig und wir lassen es uns schmecken. Frank gibt noch einen, bzw. mehrere Kartons Wein auf seinen bereits in der Serengeti stattgefundenen Geburtstag aus, sodass einem feuchtfröhlichen Abend nichts im Wege steht. Irgendwann wird die Tafel dann aufgelöst und wir gruppieren uns um das schöne warme Feuer. Wem dennoch von unten zu kalt wird, dem bringt Wilfried Glut auf der Schippe und kippt sie unter den Stuhl. Ein sehr angenehmes Gefühl. Werden wir uns für zu Hause merken.

Später taucht Jürgen, der Südafrikaner der eigentlich aus Hamburg stammt, wieder auf, setzt sich neben mich und wir unterhalten uns lange über Afrika im Allgemeinen und Südafrika im Besonderen. Seit vierzig Jahren lebt er bereits in Südafrika und wohnt mit seiner Frau, einer gebürtigen Südafrikanerin, in Durban. Sie reisen viel und fliegen auch regelmäßig jedes Jahr für einige Wochen nach Deutschland. Mit ihrem Fahrzeug mit Dachzelt und üppiger Ausstattung können sie selbstverständlich die Länder des südlichen Afrikas ganz anders bereisen als wir. Wo wir zum Beispiel in Botswana nur etwa drei befahrbare Straßen finden, sind sie in den letzten Jahren über vierzigtausend Kilometer unterwegs gewesen und können von vielen landschaftlichen Schönheiten berichten. Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Spät am Abend löst sich dann die Runde auf.

12.07.

Heute nun waren 310 km zu bewältigen, was auf der sehr guten Straße kein Problem war.

Wir kommen durch Choma und Kalomo und hier wird die Veränderung, die wir gestern schon gespürt haben noch deutlicher. Aus Hütten werden Häuser und auch die Menschen sind anders. Wir sind vom Land der Bemba in das Land der Tonga gekommen. Das kleine Kalomo war sogar einmal, zwischen 1902 und 1907 die erste Hauptstadt Nordwestrhodesiens. Zügig spulen wir die Kilometer herunter und sind bereits um die Mittagszeit in Livingston. Schon vorher kann man die weiße Gischtwolke „Mosai-OaTunja“, den donnernden Rauch, wie die Kololo die Viktoria-Fälle einst nannten, sehen.k-S2950007

Wir stoppen in Livingston wieder am gleichen Supermarkt wie beim letzten Mal und essen etwas zu Mittag im gleichen Cafè wie damals. Endlich habe ich für kurze Zeit auch einmal WLAN. Ohne Netzzugang werde ich schon allmählich krank.

An der Campzufahrt fahren wir vorbei bis kurz vor die Grenze zu Simbabwe. Wir wollen uns die Victoria-Fälle von der sambesischen Seite betrachten. Wir parken am Victoria-Falls-Park, von zahlreichen Affen umgeben, zahlen 45US$ und erwandern die besten Blicke auf die Fälle.k-20160712_155502k-IMG_20160712_155521 Mit kurzen Hosen, Badelatschen und Regenjacke sind wir gut präpariert. Auf dem Weg bis kurz vor die Autobrücke zwischen den beiden Ländern bleiben wir noch trocken, aber auf dem anschließenden Rundweg mit Fußgängerbrücke werden wir richtig nass. Aber es lohnt sich. Ein fantastisches Bild ergänzt durch einen und manchmal zwei Regenbogen. Wer hätte von uns beiden jemals gedacht, dass wir eines Tages an den Victoria-Fällen in Sambia stehen werden. In der Gesamtbreite die größten Wasserfälle der Erde. Doppelt so hoch und 1,5 mal so breit wie die Niagarafälle.

13./14.07.2016 Victoria Falls in Simbabwe aus der Helicopterperspektive

Wir haben nur 10 km zu bewältigen bis zum Grenzübertritt von Sambia nach Simbabwe. Wir lassen uns Zeit und verlassen dann doch früher als empfohlen den Platz. Wir wollen den Grenzübergang allein bewältigen. Mittlerweile haben wir so viel Erfahrung gesammelt, dass uns dies ohne Probleme gelingen sollte. Die Ausreise aus Sambia gestaltet sich mit allen Formalitäten auch relativ problemlos. Nur am Tor kurz vor der Brücke, die beide Länder miteinander verbindet ist Schluss. Wir waren darauf eingestimmt, 25 Kwatscha für die Livingston Concil Levy bereitzuhalten. Alles was wir noch darüber hatten, hatten wir am Vortag vertankt. Plötzlich wollte der Beamte 50 Kwatscha und wir standen etwas ratlos da. Astrid hat erst einmal in gewohnter Weise und wortreich protestiert. Es half alles nichts. Auf meine Frage, ob alle Fahrzeuge die gleiche Summe von 50 Kwatscha zu bezahlen hätten, erhalte ich den Block gezeigt. Er hat nur Blätter mit dieser eingedruckten Summe. Für 3 $ tauschen wir weitere 25 Kwatscha ein und können dann passieren. Diesmal ist von der Brücke eine bessere Aussicht auf die Fälle. Bei der ersten Überquerung war nur Gischt zu sehen.

Auf simbabwischer Seite werden wir für Visum, Roadtax und Carbontax insgesamt 100$ los und haben bald die Grenze passiert. Nur der Beamte für die Fahrzeugabfertigung tat sich schwer. Er hatte wohl noch nie ein Carnet gesehen und benötigte deshalb die Hilfe eines weiteren Beamten. Nach der Grenze machen wir noch einen Abstecher in den nur etwa drei Kilometer langen Sambesi-Drive aber sehen außer Affen und Warzenschweinen nur einen 1900 Jahre alten Boabab-Tree, in dessen Schatten schon der berühmte David Livingston gesessen hatte. k-S2950014

David Livingston
David Livingston

Wir lassen uns von der Touristenpolizei Einzelheiten dazu erzählen. Der Inhalt der noch jungen Früchte wird durchaus gegessen. Mit Milch eingeweicht wird der Inhalt ausgelöffelt. Die alten Früchte dienen nur noch als Nahrung für Elefanten, Giraffen und Affen.

Nach dem Drive sind es nur noch 800m links und wir sind auf dem uns bereits bekannten Victoria Falls Restcamp.k-S2960027k-S2960028

Den Abend verbringen wir bei einem sehr guten Buffet in dem berühmten Victoria Falls Hotels, das mit zu den bekanntesten Hotels der Welt gehört. Eine große Anlage mit Terrasse und Blick auf die Brücke über die Victoria Fälle. Sehr beeindruckend und unvergesslich.

14.07.

Heute nun ein absolutes Highlight. Wir haben einen 25-minütigen Helicopter-Rundflug über die Victoria Falls gebucht. Nicht ganz billig, aber absolut lohnenswert. Mit einem Kleinbus werden wir zum Flugplatz gebracht, erhalten eine Sicherheitsunterweisung, werden gewogen und kommen dann auch gleich dran. Gemeinsam mit Anne und Rolf besteigen wir den Heli. Ich habe Glück und kann vorn neben dem Piloten Thomas sitzen. Headset auf, angeschnallt und dann geht es auch schon los. Ein fantastisches Gefühl, besonders in Kurvenlage, und mit einer beeindruckenden Sicht auf die Fälle, die wir mehrfach überfliegen, dann den Sambesi nach beiden Seiten noch etwas überfliegen und nach Tieren in der Landschaft Ausschau halten. Ein absoluter Höhepunkt unserer Tour.

Eine DVD unseres Fluges erhalten wir für 30$ auch noch später ausgehändigt.

Zwischen den Highlights unternehmen wir mit Klaus und Beate noch einen Rundgang durch das Victoria Falls Hotel hin zum Lookout-Cafe.

Hier kann man Wagemutigen bei sportlichen Unternehmungen zuschauen. Zurück durch die Stadt bleibt auch noch Zeit für ein Sandwich.k-IMG_20160714_130708

Um 16.00 dann ein weiterer Höhepunkt, ein Sunset-Cruise auf dem Sambesi-River.

Wir haben zwar an anderer Stelle schon zahlreicher Tiere am Wasser beobachten können, aber dennoch ein schönes Erlebnis mit Blicken auf Elefanten, Rhinos, Vögel und Krokodile und später noch einen perfekten Sonnenuntergang.

15.07.2016 nächster Halt Botswana

Heute liegen nur etwa 90 km vor uns und wir können es ganz entspannt angehen lassen. Aber um 9.00 ist erst einmal Briefing für die nächsten beiden Tage.

Wir starten dann und folgen Klaus der vor uns das Camp verlässt. Und da sind wir verlassen, denn unser Navi führt uns von der Hauptstraße in Vic.Falls gleich nach rechts, während Klaus geradeaus fährt. Wir lassen uns zunächst (hoffentlich zum letzten Mal) verleiten und folgen bis unser Navi (zu recht) protestiert. War natürlich falsch die Strecke. Wir wenden und fahren dann auf der korrekten Route Richtung Kazungula und passieren zuvor den Grenzübergang nach Botswana. Sowohl die Ausreise aus Simbabwe, als auch die Einreise nach Botswana gestalten sich recht entspannt, bis auf die Tatsache, dass bei der Einreise nicht 40 Pula, wie angekündigt, sondern 120 Pula fällig werden.

Nachdem dann alle Formalitäten erledigt waren, wurden wir an der Ausfahrt dennoch gehindert. Wie vorher mit dem Auto, mussten wir jetzt hier mit den Schuhen durch Desinfektionsflüssigkeit, wenn es denn welche war. Und wir hatten einen Beamten erwischt der auch das Auto von innen inspizieren wollte. In Botswana sind wieder die uns bereits bekannten Lebensmittelkontrollen fällig. Aber unser Beamter  wollte eigentlich nur etwas von uns haben, wie er Astrid an der Küchenzeile leise zu verstehen gab. Sie gab sich aber so, als verstünde sie nichts. Das steigerte dann aber seinen Kontrolltrieb und ich musste schließlich nach Kontrolle der Heckgarage alle Schuhe durch die Flüssigkeit ziehen. Ich hätte ihm am liebsten den Hals umgedreht. Inzwischen machte er sich in Astrid’s Anwesenheit an unseren Wein- und Schnapsflaschen zu schaffen. Offensichtlich erwartete er, dass sie ihm eine schenkt. Aber nichts da.  Irgendwann war aber auch diese Kontrolle überstanden (unsere versteckten Lebensmittelvorräte aus dem Kühlschrank hat er nicht gefunden) und wir konnten weiter nach Kasane um hier noch endlich eine neue Telefonkarte zu erwerben. Bei „Orange“ werden wir fündig. Und gegenüber genehmigen wir uns noch eine Pizza, bevor wir bei „Spar“ noch ein paar Getränke erwerben. Dann aber zum nur noch 1,3 km entfernten Camp. Eine schöne Anlage, aber die Campsite ziemlich eng.k-20160715_151133 Allerdings entschädigt der Ausblick auf den Chobe und morgen werden wir im gleichnamigen Nationalpark am Morgen eine Pirschfahrt und am Nachmittag eine Bootsfahrt unternehmen. Heute genügt uns ein fantastischer Sonnenuntergang.

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vom Chobe-NP bis Gweta

16.-18.07.2016

Chobe-Nationalpark und Weiterfahrt nach Gweta

16.

Frühes Aufstehen ist angesagt für die Pirschfahrt die um sechs Uhr startet. Es ist ziemlich kalt und wir ziehen uns dick an. An dem offenen Fahrzeug in dem neben dem Fahrer sieben Personen Platz finden, erhalten wir noch warme Decken. Renate sitzt vorn beim Fahrer und übersetzt uns die Ausführungen des Fahrers zum Chobe-NP.

Der Chobe-Nationalpark wurde 1967 als erster Nationalpark Botswanas kurz nach dessen Unabhängigkeit gegründet. Im Gebiet des Parks existierte eine größere Siedlung, die nach und nach verkleinert wurde. Seit 1975 leben keine Menschen mehr im Park. Durch Erweiterungen in den Jahren 1980 und 1987 erreichte der Park seine heutige Ausdehnung von 10.566 km². Der Nationalpark wurde nach dem Fluss Chobe benannt, der die Nordgrenze des Parks bildet. Der Chobe kommt aus Angola; er wird dort Cuando genannt. Die Vegetation der Region besteht vornehmlich aus Baum- und Buschsavannen.

Chobe ist besonders für seine großen Elefantenherden bekannt. In der Trockenzeit 2004 sammelten sich etwa 30.000 Tiere im Nationalpark. Im Jahr 2009 ergaben offizielle Zählungen rund 120.000 Tiere. Im Gebiet des Savuti-Flusses werden junge und halbwüchsige Elefanten besonders während Dürreperioden regelmäßig zur Beute von Löwen.Das Chobe-Gebiet beherbergt zahlreiche weitere Großsäugetierarten. Große Raubtiere sind neben Löwen durch Fleckenhyänen, Geparde, Leoparden und Wildhunde vertreten. Steppenzebras kommen im Gebiet vor, ebenso Giraffen, Flusspferde und Warzenschweine. Der Park verfügt darüber hinaus über eine reiche Vogelwelt. (Wikipedia)

Etwa drei Stunden sind wir unterwegs und sehen außer der schönen Landschaft nicht sehr viele Tiere. Einige Elefanten in der Ferne, Büffel, Antilopen und Giraffen. Und zahlreiche Vögel. Leider keine Löwen und auch Rhinos nur in einiger Entfernung.

Spuren von Löwen und Elefanten
Spuren von Löwen und Elefanten

Wir sind halt ein wenig verwöhnt von Krüger-Park, Ngorongoro-Krater und Serengeti. Unterwegs machen wir noch einen kurzen Stopp und der Fahrer versorgt uns mit warmen Getränken und etwas Bisquit.k-S2980011k-S2980017 Die Sonne wärmt uns inzwischen und wir kehren zur Lodge zurück.k-S2980050k-S2980049

Bis zum Nachmittag ist Erholung angesagt, bis um 15 Uhr die Bootsfahrt auf dem Chobe-River beginnt, die uns für die eher magere Ausbeute der morgendlichen Pirschfahrt mehr als entschädigt. In den nächsten drei Stunden erleben wir eine solche Vielfalt und Menge an Tieren, dass wir einfach nur begeistert sind. Auf unserem Boot ist zwar noch eine weitere Reisegruppe von vorwiegend älteren Damen vermutlich aus Südafrika, aber da sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters sich kaum von ihren Plätzen erheben, behindern sie uns bei den Foto- und Videoaufnahmen nur wenig.

Der Chobe durchfließt mehrere Länder und bildet hier die Grenze zu Namibia, an dessen Ufer wir dicht vorbei fahren. Wir können uns kaum satt sehen an der Natur, den Uferstreifen, den Inseln und der Tierwelt. Ich reize meine Speicherkarte im Camcorder nahezu aus, so viel gibt es hier zu filmen und fotografieren. Dabei geht die Zeit wie im Fluge vorbei, die Sonne neigt sich und beim Sonnenuntergang legen wir wieder an der Lodge an. Den Sundowner an der Bar nehmen wir bereits im Dunkeln.k-S2980142k-S2980144

17.

Heute ist Fahrtag von der schönen Chobe-Safari-Lodge nach Gweta zum Camp „Planet Baobab“ über 390 km. Aber erst müssen noch etwas einkaufen und wir steuern noch einmal den „SPAR-Supermarkt“ in Kazungula an. Er hat auch heute am Sonntag geöffnet. Auch Geld müssen wir noch holen, was am Geldautomaten problemlos gelingt. Tanken müssen wir hier nicht denn unser Tank ist noch mehr als halb voll, sodass wir ohne Probleme bis Nata kommen sollten. Kurz nach dem Ortsausgang erblicken wir am Straßenrand noch eine Elefantenfamilie. Auch hier ist ein ganz kleiner dabei. Vielleicht ist es die Familie von gestern, die uns so begeistert hatte.k-S2980150k-20160717_085529 Wenig später wieder einmal eine Kontrolle, aber außer meinem Führerschein wird nichts verlangt und wir können sofort weiter. Auf der uns bereits bekannten A33 geht es Richtung Nata. Seinerzeit hatten wir in der Gegenrichtung nur einen Elefanten gesehen, einen toten der angefahren worden ist. Heute ist das völlig anders. Mehrere einzelne Elefanten und einige Herden begleiten uns heute und machen nochmal deutlich, dass Botswana ein Elefantenland ist.k-S2980155k-S2980154

Unterwegs dann wieder eine „Disease Control“. Bereits in Sichtweite halten wir an und packen unsere Frischfleischprodukte und Obst und Gemüse in unser Wäschefach. Aber bei der Kontrolle werden wir nicht überführt. Nur unsere Schuhe, diesmal nur zwei Paar, müssen wir desinfizieren und mit dem Auto durch Desinfektionsflüssigkeit fahren.

In Nata wird voll getankt, aber unsere ursprüngliche Absicht, weitere 9 km geradeaus zur „Nata-Lodge“ zu fahren, wo wir schon einmal gestanden hatten und dort etwas zu essen, geben wir auf. Wir sind noch nicht so hungrig.k-S2980161

Wir biegen ab auf die A3 Richtung Maun und fahren bis etwa 4 km vor Gweta auf das Planet Baobab Camp, was seinem Namen alle Ehre macht.

Viele auch alte Baobabs stehen hier.

Eigentlich war abgesprochen, dass vier größere Fahrzeuge nach rechts auf das Camp auf Overländer-Stellplätze fahren, während u.a. wir nach links sollen. Der Posten am Tor entscheidet aber anders. Wir fahren nach rechts und kratzen wieder einmal am Unterboden entlang auf einer ziemlichen Erhebung. Wir suchen uns einen Platz neben Klaus und Beate und auch vier weitere Fahrzeuge stehen hier. Zwei weitere wechseln dann auf die andere Seite, wir aber lehnen das Angebot zum umparken ab und bereuen es nicht. Wilfried und Ulrike sind bei uns und damit ist ein abendliches Lagerfeuer garantiert. Wir grillen gemeinsam und verbringen einen unterhaltsamen Abend.

18.

Heute ist Ruhetag und den kosten wir aus und schlafen etwas länger. Frühstück findet dann auch draußen statt, denn die Sonne wärmt bereits, obwohl es in der Nacht kühl und beim Aufstehen nur 12° im Womo waren.

Nach Abwasch und Müßiggang treffen wir uns um 11 Uhr zum Boule. Gabi und Herbert haben die entsprechenden Kugeln dabei und wir haben sehr viel Spaß.

Gewonnen!
Gewonnen!

Am Abend wird wieder gegrillt und wir sitzen anschließend in trauter gemütlicher Runde um das Lagerfeuer.

Okavango-Delta und weiter nach Namibia

19./20.07.2016 Okavango-Delta und Namibia

19.

Wir verlassen das schöne Camp „Planet Baobab“ und kommen auch ohne erneute Kratzgeräusche unter dem Womo die Ausfahrt hinaus auf die A3. Wir fahren Richtung Maun, wo wir für einen Mittags-Snack kurz Halt machen und tanken. Unterwegs sehen wir an der Straße noch Strauße, Zebras, Esel, Wildpferde. Bei einer großen Gruppe Geier am Straßenrand halten wir an. Sie zerlegen gerade ein verendetes Zebra. Es geht laut zu und die Geier zanken sich um die Reste.

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Nur wenige Kilometer weiter am Airport vorbei erreichen wir bereits das Sedia-Hotel, auf dessem Campground wir heute stehen werden. Direkt vor uns fließt der Okavango und zahlreiche Palmen säumen unseren Stellplatz.k-20160719_134632k-20160719_141727

Voller Erwartung verbringen wir die restliche Zeit bis zum Briefing und der anschließenden Abfahrt zum Airport. Dort erwartet uns ein weiteres Highlight. Ein Scenic-Flight in das Okavango-Delta. Man sollte es kaum glauben, aber der Maun-Airport ist ein internationaler Flugplatz und deshalb gibt es hier die „üblichen“ Sicherheitskontrollen. Und der Pass wird auch benötigt.k-S3010016 Zu sechs fahren wir mit Herberts Auto dahin und wir sechs finden auch in einem Flieger Platz. Ich habe erneut Glück und kann neben dem Piloten sitzen. Allerdings mit wenig Platz, denn vor mir befindet sich ein zweiter Steuerknüppel, der auch während des Fluges den Bewegungen des Piloten folgt. Ich bin versucht, auch mal das Steuer zu übernehmen, lasse es dann aber doch lieber. Nach kurzer Unterweisung wird gestartet. Der kleine Flieger rumpelt ein wenig, ist sehr laut und bewegt sich auch in der Luft ziemlich unruhig. Nicht alle finden das gut. Auch Astrid hat ein paar Probleme, aber die hängen vermutlich mit den Kopfschmerzen zusammen , die sie seit gestern plagen.

45 min sind wir in der Luft und über dem Okavango-Delta. Es ist wieder einmal fantastisch. Schon die Landschaft mit den vielen Flussarmen, die Savannen dazwischen und erst die vielen Tiere. Die Färbung der Bäume und Sträucher gibt dem ganzen einen schönen Rahmen. Ich bin nur am filmen und vergesse fast dabei, hin und wieder auch ein Foto zu machen. Aber Astrid hat auch die Kamera mit und schießt ein paar schöne Aufnahmen. Die Zeit vergeht tatsächlich wie im Fluge. Während ein paar andere Teilnehmer aus anderen Maschinen froh waren, dass die Zeit vorbei war, ging es für mich viel zu schnell. Auf jeden Fall ein sehr tolles Erlebnis, dass wir im nahen Biergarten noch ausgiebig auswerten.

Zurück auf dem Camp dauert es nicht lange, es ist Abend geworden, bei einem schönen klaren Vollmond. Wir gehen im Hotelrestaurant gut essen und haben auf der Terrasse einen unterhaltsamen Abend mit Berte und Hartmut.k-S3010044

20.

Es ist noch stockdunkel, als sich um 6.25 Uhr mein Wecker meldet. Wir wollen zwar zeitig los, aber der Grund für das frühe Wecken ist ein anderer, Anne hat Geburtstag, sie wird sechzig und das macht das Aufstehen leichter. Wir treffen uns bei Gabi, marschieren dann zu Annes Auto und machen gehörigen Lärm mit den mitgebrachten Töpfen und Deckeln. Und als sie das Auto verlässt ist sie so überwältigt, dass sie fast von der Treppe fällt. Wir bringen ihr ein Geburtstagsständchen, gratulieren sehr herzlich und verabschieden uns auch schon wieder. Jeder möchte so schnell wie möglich los.

Heute nehmen wir 520 km unter die Räder und haben den Grenzübergang von Botswana nach Namibia vor uns. Die Straße wird immer besser und bleibt auch so, sodass ich den Tempomat auf 100 km/h einstellen kann. Im Radio flotte Musik vom USB-Stick, wir singen und schunkeln mit und kommen so entspannt und gut voran. Unterwegs sehen wir wieder zahlreiche Tiere. 100 km vor Ghanzi ist wieder mit einer Kontrolle zu rechnen und wir packen rechtzeitig vorher wieder unsere Vorräte in das Wäschefach. Die Kontrolleure finden nichts, aber wir müssen wieder das Spielchen mit den Schuhen vollführen. Kurz davor war schon eine Kontrolle, bei der wir nur nach frischer Milch gefragt wurden. Vielleicht war dies eine Frischmilchsammelstelle.

In Ghanzi kaufen wir noch ein, rechnen dabei fleißig mit, denn wir wollen die restlichen Pula ausgeben. 260 Pula bleiben noch übrig, die wir vertanken wollen. Beim Tanken gebe ich auch gleich der freundlichen Schwarzen Bescheid, dass wir Diesel und davon für 260 Pula tanken wollen. Für 255 geht es rein in den Tank, dann ist er voll. Den Rest überlassen wir der Bedienung, die sich sehr darüber freut und „Dankie“ ruft, africaans für Danke.

Die restlichen Kilometer erledigen wir auch so beschwingt, nachdem wir ca. 40 km nach Ghanzi auf den Trans Kalahari Highway gestoßen sind. Die Grenzabfertigung auf beiden Seiten der Grenze läuft völlig entspannt. Es ist auch gerade nicht viel los hier.

20 km hinter Grenze geht es auch schon rechts auf die Zelda Guest Farm, auf der wir wiederum 2 Tage bleiben werden. Eine sehr schöne Anlage mit Restaurant und guten sanitären Einrichtungen. Natürlich unter weißer Leitung, wie so häufig.

Das Briefing wird noch einmal mit einer kleinen Feier für Anne verbunden, nachdem wir vorher einer Leopardenfütterung beiwohnen konnten. Der Abend klingt mit einem sehr guten Buffet im Restaurant aus.k-20160720_165254k-20160720_165509