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von Sambia über Simbabwe nach Botswana

Hallo Leute,

heute gibt es endlich wieder was zu lesen und anzuschauen. Astrid’s Zwischenruf vom 05.07. ist auch korrigiert. Auch der Beitrag „Unterwegs nach Sambia“ ist mit Bildern ausgestattet.

Aber der Reihe nach:

08.07. bis 10.07. Über Kapiri Mposhi in die Hauptstadt Lusaka

Weiter geht’s auf der T2, der Great North Road, in Richtung Süden. Die Eisenbahnstrecke begleitet uns. Die meisten Orte hier sind im Zusammenhang mit der Eisenbahn entstanden. Die Strecke heute ist einigermaßen befahrbar und ab dem Abzweig nach Serenje wird sie besonders gut.

 

Wir gleiten auf der Straße nicht schlechter als auf einer guten Landstraße zu Hause. Die 370 km sind deshalb kein Problem und wir sind bereits am frühen Nachmittag auf dem schönen Camp „Forest Inn“. Er ist sehr schön angelegt und hat neben allen Versorgungseinrichtungen auch ein Restaurant, wo wir uns gleich erst einmal stärken. Klaus reserviert dann auch noch gleich Plätze für den Abend, so werden wir hier nicht hungern müssen. Denn die Vorräte gehen nun doch langsam zur Neige und alle sind bereits süchtig nach einem richtigen Einkauf in einem Supermarkt.

Der Tag geht entspannt zur Neige, wir schlafen gut nach einem guten Essen und haben am anderen Morgen Zeit, weil wir noch einen weiteren Tag hier bleiben und erst um 10 Uhr eine Wanderung über das nebenliegende Farmgelände angesagt ist. Astrid kümmert sich bisweilen um die Wäsche, die sie noch hier waschen lässt und ich begebe mich mit auf Wanderschaft. Das Farmgelände ist ca. 1500 ha groß und ein Flugplatz für Kleinflugzeuge ist auch integriert. Der Besitzer der Farm ist ein Weißer, der in der Hauptstadt Lusaka zu Hause ist und vermutlich hier hin und wieder einfliegt.

Auf der Farm wird vorrangig Weizen, Mais und Soja angebaut. Letzteres ist bereits abgeerntet, aber der Weizen, der bewässert wird, steht sehr gut auf dem Halm. Kreisrunde Felder mit ca. 25 ha Größe und Bewässerung. Der Weizen hier unterscheidet sich von unserem zu Hause. Der hier hat Grannen.

Am frühen Nachmittag trifft auch das Unfallfahrzeug auf dem Platz ein und später auch Renate und Jamal. Dem verunglückten Jungen geht es gut, die Ermittlungen sind abgeschlossen und haben die Schuldfrage auch zugunsten unserer Mitfahrer bestätigt.

Alle hatten mitgefühlt und sind jetzt gemeinsam mit den beiden froh über den positiven Ausgang. Renate betont auch die sehr korrekte Arbeit der hiesigen Polizei. Die Begründung für diese eher unerwartete Korrektheit ist simpel, bei 22 verschiedenen Stämmen im Einzugsgebiet der Polizeistation können sie sich es gar nicht erlauben unkorrekt zu handeln, so der Polizeichef; sonst stehen die Angehörigen eines negativ betroffenen Stammes vor der Polizeistation und protestieren.

Eine weitere positive Information ist die Aussage, dass sich die Meldung zu Problemen an der Grenze zwischen Simbabwe und Botswana offenbar als „Ente“ entpuppt hat. Bestenfalls ist ein eher unbedeutender Zwischenfall, wie bei der stillen Post, zu einem großen Problem gemacht worden. Wir können deshalb beruhigt unsere Fahrt am nächsten Tag fortsetzen und auch an der weiteren Route müssen keine Korrekturen vorgenommen werden.

Nur 280 km sind heute zu bewältigen und es lockt die Aussicht, endlich wieder einmal richtig einkaufen zu können. Nach 60 km stoßen wir auf die Nord-Süd-Achse, die Hauptverbindungsstraße von Lusaka in den sogenannten Kupfergürtel (Copperbelt), dem größten Bergbaugebiet des südlichen Afrikas.k-S2940001 Nach wenigen Kilometern durchfahren wir Kapiri Mposhi, ein Fernfahrertreffpunkt an dieser wichtigen Wegmarke. Dutzende von Tanklastzügen stehen hier herum und es herrscht viel Trubel. Ganz anders als in den zuvor ländlichen und dörflich geprägten Gebieten vor unserem letzten Halt. Bereits seit heute morgen beherrschen große Farmen das Landschaftsbild und auch die Dörfer verändern sich zu massiverer Bebauung. Später sind vor Kabwe auch Reihenhäuser zu sehen.k-S2940003 Kabwe, 1906 als Bergbaustadt „Broken Hill“ gegründet, ist die einzige große Stadt auf dem Weg nach Lusaka. Eine sehr lebhafte Stadt mit vielen Straßenständen.

Danach wieder sehr große Farmen, die von Weißen betrieben werden.

An der Zunahme des Verkehrs ist unschwer zu erkennen, dass wir uns Lusaka nähern und nach dem großen Kreisel mit der Steinpyramide mit Adler in der Mitte, die wir schon von unserer letzten Durchquerung her kennen, sind es nur noch 6 Kilometer und wir können shoppen. Erst bei SPAR, dann bei Pick’nPay und letztlich noch in einem erst vor fünf Tagen eröffneten „Food Lover’s Market“ mit sehr gutem Angebot an Frischwaren.

Der Kühlschrank und auch alle Vorratsbehältnisse in der Heckgarage sind wieder gut gefüllt. Nach weiteren 6,5 Kilometern erreichen wir die „Eureka Campsite“ auf der Zebras, Giraffen und Impalas frei umherlaufen.k-S2940008

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11./12.07.2016 Highlight Victoria-Fälle

Zwei Fahrtage auf bekannter Strecke liegen hinter uns. Wir hatten gestern wiederum als Letzte das Camp verlassen und sehen bei der Ausfahrt noch Giraffen und Impalas auf dem Camp.

Dann ging es auf die Hauptstraße Richtung Monze über Kafue und Mazabuka. Es fällt ein großer Unterschied auf, zwischen den Hütten und Dörfern im Norden und hier. Es wirkt hier „moderner“ nach afrikanischen Verhältnissen und große Farmen sowie auch Fabriken bestimmen das Bild an der Landstraße. Mazabuka ist das Zuckerzentrum von Sambia. Hier gibt es auch wieder Einkaufsmöglichkeiten, auch ein „Shoprite“, eine südafrikanische Handelskette, die im Norden gar nicht vertreten war. Auch kleine Restaurants und Cafè’s sind hier zu finden. Die Strecke beträgt nur 170 km bis zu „Moorings Campsite“, wo wir schon einmal gestanden hatten. Und wieder steht an der Zufahrt und der geöffneten Schranke ein Posten, der bei Annäherung uns zunächst das große Buch reicht, in das wir uns eintragen müssen, während er inzwischen wieder mit seiner Spritze die Reifen befeuchtet. Was hier vermutlich der Desinfizierung dienen soll, ist völliger Quatsch, denn er besprüht lediglich die Reifenaußenseite um die Radkappen herum. Aber irgend jemand wird ihm den Auftrag erteilt haben und vermutlich weiß er aber nicht, was er da eigentlich tut.

Bereits um 15.00 Uhr ist heute Besprechung und anschließend gemeinsames Grillen angesagt. Wir wollen die Wärme des Tages nutzen, denn am Abend wird es doch schon etwas kalt, seit wir uns immer weiter nach Süden begeben. Auf dem Platz findet sich auch ein südafrikanischer Landcruiser ein. Das ältere Paar, welches damit unterwegs ist, hatten wir bereits Anfang Juni in Botswana in der Nata-Lodge getroffen. Wir standen dort neben ihnen.

Wilfried betätigt sich wieder einmal als Experte für das große Feuer. Da ist er in seinem Element. Jeder bringt seine Grillsachen mit zur großen Tafel und steuert etwas zur Beilagenvielfalt bei. So lernt man immer wieder etwas neues und die Geschmäcker anderer kennen. Unser Rumpsteak ist schnell fertig und wir lassen es uns schmecken. Frank gibt noch einen, bzw. mehrere Kartons Wein auf seinen bereits in der Serengeti stattgefundenen Geburtstag aus, sodass einem feuchtfröhlichen Abend nichts im Wege steht. Irgendwann wird die Tafel dann aufgelöst und wir gruppieren uns um das schöne warme Feuer. Wem dennoch von unten zu kalt wird, dem bringt Wilfried Glut auf der Schippe und kippt sie unter den Stuhl. Ein sehr angenehmes Gefühl. Werden wir uns für zu Hause merken.

Später taucht Jürgen, der Südafrikaner der eigentlich aus Hamburg stammt, wieder auf, setzt sich neben mich und wir unterhalten uns lange über Afrika im Allgemeinen und Südafrika im Besonderen. Seit vierzig Jahren lebt er bereits in Südafrika und wohnt mit seiner Frau, einer gebürtigen Südafrikanerin, in Durban. Sie reisen viel und fliegen auch regelmäßig jedes Jahr für einige Wochen nach Deutschland. Mit ihrem Fahrzeug mit Dachzelt und üppiger Ausstattung können sie selbstverständlich die Länder des südlichen Afrikas ganz anders bereisen als wir. Wo wir zum Beispiel in Botswana nur etwa drei befahrbare Straßen finden, sind sie in den letzten Jahren über vierzigtausend Kilometer unterwegs gewesen und können von vielen landschaftlichen Schönheiten berichten. Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Spät am Abend löst sich dann die Runde auf.

12.07.

Heute nun waren 310 km zu bewältigen, was auf der sehr guten Straße kein Problem war.

Wir kommen durch Choma und Kalomo und hier wird die Veränderung, die wir gestern schon gespürt haben noch deutlicher. Aus Hütten werden Häuser und auch die Menschen sind anders. Wir sind vom Land der Bemba in das Land der Tonga gekommen. Das kleine Kalomo war sogar einmal, zwischen 1902 und 1907 die erste Hauptstadt Nordwestrhodesiens. Zügig spulen wir die Kilometer herunter und sind bereits um die Mittagszeit in Livingston. Schon vorher kann man die weiße Gischtwolke „Mosai-OaTunja“, den donnernden Rauch, wie die Kololo die Viktoria-Fälle einst nannten, sehen.k-S2950007

Wir stoppen in Livingston wieder am gleichen Supermarkt wie beim letzten Mal und essen etwas zu Mittag im gleichen Cafè wie damals. Endlich habe ich für kurze Zeit auch einmal WLAN. Ohne Netzzugang werde ich schon allmählich krank.

An der Campzufahrt fahren wir vorbei bis kurz vor die Grenze zu Simbabwe. Wir wollen uns die Victoria-Fälle von der sambesischen Seite betrachten. Wir parken am Victoria-Falls-Park, von zahlreichen Affen umgeben, zahlen 45US$ und erwandern die besten Blicke auf die Fälle.k-20160712_155502k-IMG_20160712_155521 Mit kurzen Hosen, Badelatschen und Regenjacke sind wir gut präpariert. Auf dem Weg bis kurz vor die Autobrücke zwischen den beiden Ländern bleiben wir noch trocken, aber auf dem anschließenden Rundweg mit Fußgängerbrücke werden wir richtig nass. Aber es lohnt sich. Ein fantastisches Bild ergänzt durch einen und manchmal zwei Regenbogen. Wer hätte von uns beiden jemals gedacht, dass wir eines Tages an den Victoria-Fällen in Sambia stehen werden. In der Gesamtbreite die größten Wasserfälle der Erde. Doppelt so hoch und 1,5 mal so breit wie die Niagarafälle.

13./14.07.2016 Victoria Falls in Simbabwe aus der Helicopterperspektive

Wir haben nur 10 km zu bewältigen bis zum Grenzübertritt von Sambia nach Simbabwe. Wir lassen uns Zeit und verlassen dann doch früher als empfohlen den Platz. Wir wollen den Grenzübergang allein bewältigen. Mittlerweile haben wir so viel Erfahrung gesammelt, dass uns dies ohne Probleme gelingen sollte. Die Ausreise aus Sambia gestaltet sich mit allen Formalitäten auch relativ problemlos. Nur am Tor kurz vor der Brücke, die beide Länder miteinander verbindet ist Schluss. Wir waren darauf eingestimmt, 25 Kwatscha für die Livingston Concil Levy bereitzuhalten. Alles was wir noch darüber hatten, hatten wir am Vortag vertankt. Plötzlich wollte der Beamte 50 Kwatscha und wir standen etwas ratlos da. Astrid hat erst einmal in gewohnter Weise und wortreich protestiert. Es half alles nichts. Auf meine Frage, ob alle Fahrzeuge die gleiche Summe von 50 Kwatscha zu bezahlen hätten, erhalte ich den Block gezeigt. Er hat nur Blätter mit dieser eingedruckten Summe. Für 3 $ tauschen wir weitere 25 Kwatscha ein und können dann passieren. Diesmal ist von der Brücke eine bessere Aussicht auf die Fälle. Bei der ersten Überquerung war nur Gischt zu sehen.

Auf simbabwischer Seite werden wir für Visum, Roadtax und Carbontax insgesamt 100$ los und haben bald die Grenze passiert. Nur der Beamte für die Fahrzeugabfertigung tat sich schwer. Er hatte wohl noch nie ein Carnet gesehen und benötigte deshalb die Hilfe eines weiteren Beamten. Nach der Grenze machen wir noch einen Abstecher in den nur etwa drei Kilometer langen Sambesi-Drive aber sehen außer Affen und Warzenschweinen nur einen 1900 Jahre alten Boabab-Tree, in dessen Schatten schon der berühmte David Livingston gesessen hatte. k-S2950014

David Livingston
David Livingston

Wir lassen uns von der Touristenpolizei Einzelheiten dazu erzählen. Der Inhalt der noch jungen Früchte wird durchaus gegessen. Mit Milch eingeweicht wird der Inhalt ausgelöffelt. Die alten Früchte dienen nur noch als Nahrung für Elefanten, Giraffen und Affen.

Nach dem Drive sind es nur noch 800m links und wir sind auf dem uns bereits bekannten Victoria Falls Restcamp.k-S2960027k-S2960028

Den Abend verbringen wir bei einem sehr guten Buffet in dem berühmten Victoria Falls Hotels, das mit zu den bekanntesten Hotels der Welt gehört. Eine große Anlage mit Terrasse und Blick auf die Brücke über die Victoria Fälle. Sehr beeindruckend und unvergesslich.

14.07.

Heute nun ein absolutes Highlight. Wir haben einen 25-minütigen Helicopter-Rundflug über die Victoria Falls gebucht. Nicht ganz billig, aber absolut lohnenswert. Mit einem Kleinbus werden wir zum Flugplatz gebracht, erhalten eine Sicherheitsunterweisung, werden gewogen und kommen dann auch gleich dran. Gemeinsam mit Anne und Rolf besteigen wir den Heli. Ich habe Glück und kann vorn neben dem Piloten Thomas sitzen. Headset auf, angeschnallt und dann geht es auch schon los. Ein fantastisches Gefühl, besonders in Kurvenlage, und mit einer beeindruckenden Sicht auf die Fälle, die wir mehrfach überfliegen, dann den Sambesi nach beiden Seiten noch etwas überfliegen und nach Tieren in der Landschaft Ausschau halten. Ein absoluter Höhepunkt unserer Tour.

Eine DVD unseres Fluges erhalten wir für 30$ auch noch später ausgehändigt.

Zwischen den Highlights unternehmen wir mit Klaus und Beate noch einen Rundgang durch das Victoria Falls Hotel hin zum Lookout-Cafe.

Hier kann man Wagemutigen bei sportlichen Unternehmungen zuschauen. Zurück durch die Stadt bleibt auch noch Zeit für ein Sandwich.k-IMG_20160714_130708

Um 16.00 dann ein weiterer Höhepunkt, ein Sunset-Cruise auf dem Sambesi-River.

Wir haben zwar an anderer Stelle schon zahlreicher Tiere am Wasser beobachten können, aber dennoch ein schönes Erlebnis mit Blicken auf Elefanten, Rhinos, Vögel und Krokodile und später noch einen perfekten Sonnenuntergang.

15.07.2016 nächster Halt Botswana

Heute liegen nur etwa 90 km vor uns und wir können es ganz entspannt angehen lassen. Aber um 9.00 ist erst einmal Briefing für die nächsten beiden Tage.

Wir starten dann und folgen Klaus der vor uns das Camp verlässt. Und da sind wir verlassen, denn unser Navi führt uns von der Hauptstraße in Vic.Falls gleich nach rechts, während Klaus geradeaus fährt. Wir lassen uns zunächst (hoffentlich zum letzten Mal) verleiten und folgen bis unser Navi (zu recht) protestiert. War natürlich falsch die Strecke. Wir wenden und fahren dann auf der korrekten Route Richtung Kazungula und passieren zuvor den Grenzübergang nach Botswana. Sowohl die Ausreise aus Simbabwe, als auch die Einreise nach Botswana gestalten sich recht entspannt, bis auf die Tatsache, dass bei der Einreise nicht 40 Pula, wie angekündigt, sondern 120 Pula fällig werden.

Nachdem dann alle Formalitäten erledigt waren, wurden wir an der Ausfahrt dennoch gehindert. Wie vorher mit dem Auto, mussten wir jetzt hier mit den Schuhen durch Desinfektionsflüssigkeit, wenn es denn welche war. Und wir hatten einen Beamten erwischt der auch das Auto von innen inspizieren wollte. In Botswana sind wieder die uns bereits bekannten Lebensmittelkontrollen fällig. Aber unser Beamter  wollte eigentlich nur etwas von uns haben, wie er Astrid an der Küchenzeile leise zu verstehen gab. Sie gab sich aber so, als verstünde sie nichts. Das steigerte dann aber seinen Kontrolltrieb und ich musste schließlich nach Kontrolle der Heckgarage alle Schuhe durch die Flüssigkeit ziehen. Ich hätte ihm am liebsten den Hals umgedreht. Inzwischen machte er sich in Astrid’s Anwesenheit an unseren Wein- und Schnapsflaschen zu schaffen. Offensichtlich erwartete er, dass sie ihm eine schenkt. Aber nichts da.  Irgendwann war aber auch diese Kontrolle überstanden (unsere versteckten Lebensmittelvorräte aus dem Kühlschrank hat er nicht gefunden) und wir konnten weiter nach Kasane um hier noch endlich eine neue Telefonkarte zu erwerben. Bei „Orange“ werden wir fündig. Und gegenüber genehmigen wir uns noch eine Pizza, bevor wir bei „Spar“ noch ein paar Getränke erwerben. Dann aber zum nur noch 1,3 km entfernten Camp. Eine schöne Anlage, aber die Campsite ziemlich eng.k-20160715_151133 Allerdings entschädigt der Ausblick auf den Chobe und morgen werden wir im gleichnamigen Nationalpark am Morgen eine Pirschfahrt und am Nachmittag eine Bootsfahrt unternehmen. Heute genügt uns ein fantastischer Sonnenuntergang.

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vom Chobe-NP bis Gweta

16.-18.07.2016

Chobe-Nationalpark und Weiterfahrt nach Gweta

16.

Frühes Aufstehen ist angesagt für die Pirschfahrt die um sechs Uhr startet. Es ist ziemlich kalt und wir ziehen uns dick an. An dem offenen Fahrzeug in dem neben dem Fahrer sieben Personen Platz finden, erhalten wir noch warme Decken. Renate sitzt vorn beim Fahrer und übersetzt uns die Ausführungen des Fahrers zum Chobe-NP.

Der Chobe-Nationalpark wurde 1967 als erster Nationalpark Botswanas kurz nach dessen Unabhängigkeit gegründet. Im Gebiet des Parks existierte eine größere Siedlung, die nach und nach verkleinert wurde. Seit 1975 leben keine Menschen mehr im Park. Durch Erweiterungen in den Jahren 1980 und 1987 erreichte der Park seine heutige Ausdehnung von 10.566 km². Der Nationalpark wurde nach dem Fluss Chobe benannt, der die Nordgrenze des Parks bildet. Der Chobe kommt aus Angola; er wird dort Cuando genannt. Die Vegetation der Region besteht vornehmlich aus Baum- und Buschsavannen.

Chobe ist besonders für seine großen Elefantenherden bekannt. In der Trockenzeit 2004 sammelten sich etwa 30.000 Tiere im Nationalpark. Im Jahr 2009 ergaben offizielle Zählungen rund 120.000 Tiere. Im Gebiet des Savuti-Flusses werden junge und halbwüchsige Elefanten besonders während Dürreperioden regelmäßig zur Beute von Löwen.Das Chobe-Gebiet beherbergt zahlreiche weitere Großsäugetierarten. Große Raubtiere sind neben Löwen durch Fleckenhyänen, Geparde, Leoparden und Wildhunde vertreten. Steppenzebras kommen im Gebiet vor, ebenso Giraffen, Flusspferde und Warzenschweine. Der Park verfügt darüber hinaus über eine reiche Vogelwelt. (Wikipedia)

Etwa drei Stunden sind wir unterwegs und sehen außer der schönen Landschaft nicht sehr viele Tiere. Einige Elefanten in der Ferne, Büffel, Antilopen und Giraffen. Und zahlreiche Vögel. Leider keine Löwen und auch Rhinos nur in einiger Entfernung.

Spuren von Löwen und Elefanten
Spuren von Löwen und Elefanten

Wir sind halt ein wenig verwöhnt von Krüger-Park, Ngorongoro-Krater und Serengeti. Unterwegs machen wir noch einen kurzen Stopp und der Fahrer versorgt uns mit warmen Getränken und etwas Bisquit.k-S2980011k-S2980017 Die Sonne wärmt uns inzwischen und wir kehren zur Lodge zurück.k-S2980050k-S2980049

Bis zum Nachmittag ist Erholung angesagt, bis um 15 Uhr die Bootsfahrt auf dem Chobe-River beginnt, die uns für die eher magere Ausbeute der morgendlichen Pirschfahrt mehr als entschädigt. In den nächsten drei Stunden erleben wir eine solche Vielfalt und Menge an Tieren, dass wir einfach nur begeistert sind. Auf unserem Boot ist zwar noch eine weitere Reisegruppe von vorwiegend älteren Damen vermutlich aus Südafrika, aber da sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters sich kaum von ihren Plätzen erheben, behindern sie uns bei den Foto- und Videoaufnahmen nur wenig.

Der Chobe durchfließt mehrere Länder und bildet hier die Grenze zu Namibia, an dessen Ufer wir dicht vorbei fahren. Wir können uns kaum satt sehen an der Natur, den Uferstreifen, den Inseln und der Tierwelt. Ich reize meine Speicherkarte im Camcorder nahezu aus, so viel gibt es hier zu filmen und fotografieren. Dabei geht die Zeit wie im Fluge vorbei, die Sonne neigt sich und beim Sonnenuntergang legen wir wieder an der Lodge an. Den Sundowner an der Bar nehmen wir bereits im Dunkeln.k-S2980142k-S2980144

17.

Heute ist Fahrtag von der schönen Chobe-Safari-Lodge nach Gweta zum Camp „Planet Baobab“ über 390 km. Aber erst müssen noch etwas einkaufen und wir steuern noch einmal den „SPAR-Supermarkt“ in Kazungula an. Er hat auch heute am Sonntag geöffnet. Auch Geld müssen wir noch holen, was am Geldautomaten problemlos gelingt. Tanken müssen wir hier nicht denn unser Tank ist noch mehr als halb voll, sodass wir ohne Probleme bis Nata kommen sollten. Kurz nach dem Ortsausgang erblicken wir am Straßenrand noch eine Elefantenfamilie. Auch hier ist ein ganz kleiner dabei. Vielleicht ist es die Familie von gestern, die uns so begeistert hatte.k-S2980150k-20160717_085529 Wenig später wieder einmal eine Kontrolle, aber außer meinem Führerschein wird nichts verlangt und wir können sofort weiter. Auf der uns bereits bekannten A33 geht es Richtung Nata. Seinerzeit hatten wir in der Gegenrichtung nur einen Elefanten gesehen, einen toten der angefahren worden ist. Heute ist das völlig anders. Mehrere einzelne Elefanten und einige Herden begleiten uns heute und machen nochmal deutlich, dass Botswana ein Elefantenland ist.k-S2980155k-S2980154

Unterwegs dann wieder eine „Disease Control“. Bereits in Sichtweite halten wir an und packen unsere Frischfleischprodukte und Obst und Gemüse in unser Wäschefach. Aber bei der Kontrolle werden wir nicht überführt. Nur unsere Schuhe, diesmal nur zwei Paar, müssen wir desinfizieren und mit dem Auto durch Desinfektionsflüssigkeit fahren.

In Nata wird voll getankt, aber unsere ursprüngliche Absicht, weitere 9 km geradeaus zur „Nata-Lodge“ zu fahren, wo wir schon einmal gestanden hatten und dort etwas zu essen, geben wir auf. Wir sind noch nicht so hungrig.k-S2980161

Wir biegen ab auf die A3 Richtung Maun und fahren bis etwa 4 km vor Gweta auf das Planet Baobab Camp, was seinem Namen alle Ehre macht.

Viele auch alte Baobabs stehen hier.

Eigentlich war abgesprochen, dass vier größere Fahrzeuge nach rechts auf das Camp auf Overländer-Stellplätze fahren, während u.a. wir nach links sollen. Der Posten am Tor entscheidet aber anders. Wir fahren nach rechts und kratzen wieder einmal am Unterboden entlang auf einer ziemlichen Erhebung. Wir suchen uns einen Platz neben Klaus und Beate und auch vier weitere Fahrzeuge stehen hier. Zwei weitere wechseln dann auf die andere Seite, wir aber lehnen das Angebot zum umparken ab und bereuen es nicht. Wilfried und Ulrike sind bei uns und damit ist ein abendliches Lagerfeuer garantiert. Wir grillen gemeinsam und verbringen einen unterhaltsamen Abend.

18.

Heute ist Ruhetag und den kosten wir aus und schlafen etwas länger. Frühstück findet dann auch draußen statt, denn die Sonne wärmt bereits, obwohl es in der Nacht kühl und beim Aufstehen nur 12° im Womo waren.

Nach Abwasch und Müßiggang treffen wir uns um 11 Uhr zum Boule. Gabi und Herbert haben die entsprechenden Kugeln dabei und wir haben sehr viel Spaß.

Gewonnen!
Gewonnen!

Am Abend wird wieder gegrillt und wir sitzen anschließend in trauter gemütlicher Runde um das Lagerfeuer.