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Fleurier, Travers, Couvent

30.06.
Die Wünsche sind in Erfüllung gegangen und die Sonne scheint am Morgen.  Der Fahradtour steht nichts entgegen.  Zunächst schlafen wir aus,  denn erst um 13 Uhr wollen wir starten.  Der Vormittag vergeht dann doch schneller als gedacht und am Ende sind wir wieder die Letzten.


Die acht Kilometer nach Travers verlaufen in flacher Strecke immer am Fluss entlang.

Das Val de Travers erstreckt sich vom Neuenburgersee quer durch den Schweizer Jura bis hin zur französischen Grenze und ist geprägt von der Uhrenindustrie, Asphaltminen und dem Star des Tales, der „Grünen Fee“.

Wir besuchen die Asphaltmine bei Travers, die zwischen 1713 und 1946 die Einzige ihrer Art weltweit war. Straßen in aller Welt sind mit diesem Asphat versehen worden,  bis zunächst weitere Asphaltvorkommen in Südamerika,  sowie in Neuseeland und Norwegen entdeckt wurden und später die synthetische Herstellung aus Erdöl zu Bitumen billiger wurde.

Asphaltmine Travers
Ein amüsanter Italiener,  ehemaliger Dirigent,  begleitet die Führung zweisprachig.  Dadurch kommen wir in zeitliche Probleme,  denn auf dem Rückweg wollen wir noch nach Couvet,  die Absinthedestillerie „Artemisia“ von Claude-Alain Bugnon, besuchen.  Sie warten auf uns und wir erhalten einen sehr lockeren und vergnüglichen Vortrag über das Getränk, dessen Herstellung in der Schweiz rund 100 Jahre bis 2005 verboten war. Beim Absinthe handelt es sich um ein Getränk aus zahlreichen Kräutern,  hauptsächlich Wermut, und Alkohol,  dessen Genuss einer Zeremonie gleich kommt,  denn das hochprozentige Getränk wird mit Wasser aus einem speziellen Gefäß verdünnt,  wird dadurch trübe,  und wird in unterschiedlichen Konzentrationen getrunken. beim Absinth Wir erfahren vieles über die Geschichte des Absinthe und seine Zubereitung und Geschichten um dieses im Val de Travers entstandene Getränk. Selbstverständlich kaufen wir und sind wieder knapp mit der Zeit.
Als wir am Platz ankommen wartet bereits das Taxi,  welches uns ins Restaurant auf dem Chapeau de Napoléon bringen soll.  Dort essen wir zu Abend, standesgemäß Käsefondue, bei einem herrlichen Blick auf Fleurier und viel Spaß.