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Ausflug nach Sansibar

17.06.2016 Stone Town

Der Wecker meldet sich bereits um fünf Uhr. Um sechs soll Abfahrt mit dem Bus zum Hafen sein. Trotz der Hitze, wir hatten am Abend noch 31° im Womo, haben wir ganz gut geschlafen. Gestern hatten wir mit 34° den Temperaturrekord auf unserer bisherigen Tour. Meine Zweifel an der frühen Abfahrt, wenn die Fähre im nur 30 km entfernten Daressalam erst um 9.30 abfahren soll, haben sich bestätigt. Gegen 7.30 sind wir am Hafen, trotz morgendlichem Verkehr in der Millionenstadt. Ein Vorteil ist, die Busse fahren vom Stadtrand bis in das Zentrum auf einer in der Mitte liegenden und durch Betonkanten abgegrenzten separaten zweispurigen Busspur. An den großzügigen Haltestellen stehen die Passagiere sehr diszipliniert in einer Schlange an.

Auch hier in Daressalam sind wie fast überall chinesische Investoren tätig. An jeder Haltestelle befindet sich ein Schild mit der Aufschrift „China Tansania Security“. Auch sonst gibt es zahlreiche Hinweise auf chinesisches Engagement und unser Bus stammt wohl auch aus China. Chinesische Schriftzeichen auf der Fensterscheibe, vermutlich als Hinweis auf den Notausgang, deuten darauf hin.

Der Bus nimmt uns 23 Leute gerade auf und unser Gepäck stapelt sich hinter der letzten Sitzreihe. Vernünftiger als die täglich zu erlebenden Überlandbusse, die fahren wie die Henker, werden wir bis zum Eingang des Fährterminals gebracht. Wir erhalten einen Boardingpass wie im Flugzeug und unverständlicherweise auch noch ein Einreiseformular nach Tansania. Aber Sansibar besitzt in Tansania eigene Verwaltungshoheit und für ausufernde Bürokratie sind die Afrikaner offenbar immer sehr empfänglich. Das kosten sie so richtig aus, obwohl oft weder ein System erkennbar, noch die Logistik den Auswirkungen dieser Bürokratie entspricht. Tansania oder Tanzania ist übrigens aus der Vereinigung des 1961 unabhängig gewordenen Tanganyika und Sansibar, das nach einer blutigen Revolution 1963 unabhängig wurde, entstanden. Daher der Name „Tan“ „San“ und dem Anhängsel „ia“, als vereinigte Republik.

Zunächst dann Verwirrung um das Gepäck. Irgendwelche Hilfskräfte wollen es zentral sammeln, manche von uns geben ihres aber nicht her, weil es nicht gekennzeichnet ist und dann heißt es, unser Gepäck käme in einen separaten Transportwagen. Später sehe ich den Transportwagen stehen, unser Gepäck vermischt mit anderem. Hoffentlich finden wir unsere Reisetasche wieder und nicht jeder der später am Wagen vorbei kommt, nimmt sich was ihm gefällt. Vorher heißt es auch, wir könnten unser Schiff bereits um acht besteigen, es werde nur noch vorher gesäubert. Auch dies eine Fehlinformation, nicht die erste. Wir kommen erst kurz vor Abfahrt an Bord. Kurz danach legen wir ab und mit einem Blick auf die Skyline von Daressalam verabschieden wir uns vom Festland.k-S2820064

Die Fähre ist ein sehr moderner Katamaran, die Sitze in der Business Class sehr bequem, der Bildschirm liefert Trickfilme am laufenden Band und wir entschlummern sanft. Haben auch einiges an Schlaf nachzuholen.k-S2820073

Bei der Ankunft findet sich auch das Gepäck wieder an, es wird mit einem Extrafahrzeug zum Hotel gebracht und wir kommen auch ganz entspannt im Hotel „Maru Maru“ an. Das Hotel liegt direkt hinter dem Fort. Wir beziehen ein Zimmer im dritten Geschoss, über uns ist nur noch eine schöne Dachterrasse, wo wir noch etwas essen bevor wir uns im geräumigen Doppelbett unter dem Moskitonetz erholen. Auch schön, mal wieder in einem schönen Hotelzimmer zu wohnen und sich um nichts kümmern müssen.k-S2820072k-S2820078

Am Hafen hatte uns bereits Johanna, eine deutsche Reiseleiterin die seit 10 Jahren hier lebt und mit einem Sansibari verheiratet ist, in Empfang genommen und mit ersten Informationen versorgt. Auf der Strecke mit dem Bus umrunden wir einen Teil der Altstadt. Bis auf zwei Durchgangsstraßen sind alle anderen Straßen Einbahnstraßen. Kein Wunder, so eng und verwinkelt wie sie sind. Wir sehen auch Plattenbauten nach DDR-Muster. Sie wurden während der sozialistischen Zeit unter Julius Nyerere errichtet mit Unterstützung aus der DDR. Die Wohnungen sind begehrt auch wenn die Häuser selbst nicht sehr ansehnlich sind. Von dunkelgrau bis schwarz sehen sie aus, was auch am Seeklima liegt.k-S2820080

Der Stadtrundgang um 15 Uhr findet dann in zwei Gruppen statt und wird durch zwei deutsch sprechende Einheimische durchgeführt. Micki, 39 Jahre alt, verheiratet mit nur einer Frau (es herrscht Polygamie), und Vater von zwei Kindern, ist unser Guide. Er bezeichnet sich selbst als alt, weil die Lebenserwartung hier nicht sehr hoch ist. Nur zwei Kinder zu haben, sei eher ungewöhnlich, aber seine Frau möchte keine weiteren. Üblich sind sechs oder mehr Kinder, auch zehn sind keine Seltenheit. Es gibt keine sozialen Systeme und der Kinderreichtum gewährleistet eine Versorgung der Eltern im Alter.

Micki unser Guide
Micki unser Guide

Unsere erste Station ist das „Old Fort„, welches im 18. Jh. von Arabern aus dem Oman auf den Resten einer portugiesischen Kapelle errichtet wurde. Es war zunächst Festungsanlage. In seiner Geschichte war es später Eisenbahnstation, Tennisplatz und heute kulturelles Zentrum mit Konzert-, und Theateraufführungen. Es gibt hier Souvenirläden und einige Frauen bieten die Verschönerung durch Henna-Malerei an.

Weiter führt uns der Weg am ehemaligen deutschen Konsulat vorbei.k-S2820117

Interessant sind die alten kunstvoll geschnitzten Türen an vielen Häusern, sie sind entweder arabischen (mit Rundung oben), oder indischen (eckig) Ursprungs. Die einzelnen Verzierungen sind alle von bestimmter Bedeutung.

Nächste Station, dass Freddie Mercury Haus in der Kenyatta Street. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt wird hier mit einer Aufschrift über der Tür und zwei Schaukästen mit Bildern des Stars der Gruppe Queen geehrt.k-S2820119k-S2820118

Weitere Stationen sind das „Tipu Tip Haus“, ein Haus eines ehemaligen berühmten Sklavenhändlers, „Jaws Corner“, ein besonders am Abend belebter Platz für jung und alt , wo Tagesthemen und andere schwerwiegende Probleme erörtert werden. An dem Baum in der Mitte hängt ein Telefon, von dem aus man, falls man herankommt, unentgeltlich in alle Welt telefonieren kann. Ein Scherz.k-S2820124

Die anglikanische Kirche ist an der Stelle des letzten Sklavenmarktes Afrikas von Bischof Steere, einem erklärten Gegner der Sklaverei, errichtet worden. Hinter dem Altar, der an der Stelle steht wo die Sklaven ausgepeitscht wurden, befindet sich eine Gedenkplatte für den Bischof.

David Linvingston, der britische Missionar und Entdecker, hatte sich vehement für die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt. Er starb im Busch an der Ruhr. Seine treuen Begleiter, Susi und Chuma, balsamierten seinen Körper und bestatteten sein Herz unter einem Baum. In der Kirche hängt ein Kreuz aus dem Holz dieses Baumes. Den Leichnam trugen sie bis an die Ostküste, von wo aus er nach England verschifft wurde.

Das „House of Wonders“ ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Errichtet unter Sultan Barghash 1883, war der an viktorianische Architektur erinnernde Bau mit dem Palast verbunden. Der Name leitet sich daraus ab, dass dieses Gebäude als erstes auf Sansibar über Elektrizität und einen Fahrstuhl verfügte. Heute ist der Bau ziemlich heruntergekommen und soll restauriert werden. Das Nationalmuseum hat hier sein zuhause gefunden.

Ein Gang über den quicklebendigen Markt bildet die letzte Etappe für heute. Überwiegend Männer beherrschen den Markt als Händler und Verkäufer, Frauen sitzen meist am Boden und bieten Obst und Gemüse an.

Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden endet unser Rundgang wieder am Hotel. Ausruhen ist nicht. Um 18.17 Uhr geht die Sonne unter und deshalb ist es Zeit für einen Sundowner auf der Dachterrasse. Und um Viertel vor Sieben ist dann schon wieder Abmarsch mit Johanna durch die schmalen Gassen der Altstadt zum Abendessen im „House of Spices“, einem netten Lokal im zweiten Stock, eines der besten Restaurants in Stone Town. Dreigänge-Menü mit Fisch in Spitzenklasse. Alles sehr lecker und appetitlich angerichtet und auch der Service stimmt. Gut gesättigt geht es dann auf den Rückweg durch dunkle Gassen, die an einigen Stellen durch geöffnete und beleuchtete Geschäfte erhellt werden. Es ist gerade Ramadan und die sonst um diese Zeit geschlossenen Geschäfte haben wieder offen, da erst nach Sonnenuntergang wieder im zu 95% von Muslimen bewohnten Sansibar gegessen wurde und jetzt nochmal die Aktivitäten einsetzen. Viele Menschen bewegen sich jetzt wieder in den engen Gassen und auch vor Mopeds, Rollern und Fahrrädern, die hier immer Vorfahrt haben, muss man sich in acht nehmen. Allein hätten wir wohl schwerlich zum Hotel zurück gefunden.

18.06.2016 Spice-Tour und Segeltörn

Es war sehr warm zu Beginn der Nacht. Wir hatten die Klimaanlage ausgeschaltet, hofften auf Abkühlung in der Nacht und wollten uns die Geräusche der Anlage nicht antun. Vergebens. Gegen Mitternacht musste ich sie dann doch einschalten, die Wärme wurde unerträglich. Astrid musste sich mit dem dünnen Bezug trotzdem zudecken, weil der kühle Lufthauch unangenehm wurde. Aber wir schliefen jetzt gut und Astrid tief und fest, sodass nur ich mitbekam, wie es gegen Morgen zweimal zwar kurz aber heftig regnete.

Das Frühstück vom Buffet auf der Dachterrasse nahmen wir in aller Ruhe ein, während unten in einem der Höfe Mädchen in schwarzer Kleidung aber unverschleiert, spielten und sangen.k-20160618_083228

Bevor um 10 Uhr der Bus abfuhr, bekamen wir in einem kleinen Laden unweit des Hotels endlich mal wieder Ansichtskarten zu kaufen. Keine Selbstverständlichkeit in Afrika.

Aus der Altstadt hinaus brachte uns der Bus durch Sansibar-Town, dem neuen Teil der Stadt auf’s Land. Die Spice-Tour, ein Streifzug durch die Gewürzvielfalt Sansibars stand auf dem Programm. Unterwegs passieren wir einen Ort namens Bububu. Bis hierhin führte einst die einzige Bahnverbindung der Insel über 10 km von der Hauptstadt aus. Da der Zug hier immer mit einem lauten „bububu“ seine Fahrt beendete, erhielt der hier entstehende Ort davon seinen Namen.

Wir zweigen ab von der Straße und gelangen über holprige Piste mitten in einen scheinbar ungeordneten Urwald mit ein paar Lehm- und nicht fertiggestellten Betonhütten. Oft werden auch Korallensteine als Baumaterial genutzt. Die Lehmhütten gehören meist Familien in denen Arbeitslosigkeit herrscht und die mit dem Einfachsten auskommen müssen. Betonhütten sind schon besser, die Bewohner oder mindestens einer von ihnen hat Arbeit, aber fertiggestellt wird je nach Geldeingang. Nach der Revolution 1964 bekam jede Familie 3 ha Land zugewiesen, damit sie sich selbst versorgen kann. Es wird Mischanbau mit unterschiedlichen Erntezeiten betrieben, damit es immer etwas zum Essen bzw. zum Handeln gibt.k-S2830012

k-S2830001Auf dem Land ist die Solidarität sehr groß, jeder hilft jedem. In der Stadt ist es heutzutage schon anders. Die Menschen sind dort informierter und neiden oft auch dem Nachbarn seinen Besitz.

Aber „Hakuna Matata“ ist das Motto aller Sansibaris. Dass heißt, wörtlich übersetzt: „Es gibt keine Probleme bzw. Schwierigkeiten“ und in der Umgangssprache, „alles ist in bester Ordnung“. Und überall wird uns „Jambo“ für „Hallo“ zugerufen. Die Sprache ist Swahili, im deutschen oft auch als Suaheli oder Kisuaheli bezeichnet, und sie sei „very simple“. Hier gibt es weder Dativ, Genitiv noch Akkusativ.

Das Gelände auf dem wir uns bewegen und nun die Gewürzvielfalt Sansibars erleben sollen, ist recht überschaubar. Und dennoch erleben wir eine ungeahnte Vielfalt auf kleinstem Raum. Auf Sansibar gelten die meisten Gewürze vor allem als Medizin und werden weniger zum Würzen verwendet. Da Gewürze teuer sind, werden meist die Blätter des Gewürzbaumes genutzt, die Aromen von vielen anderen Gewürzen enthalten.

Wir erleben, reiben die Blätter, riechen und kosten u.a. Muskat, Ingwer, Zimt, Zitronengras, Nelken, Vanille und Kardamom und sehen Sternfrucht, Jackbaum, Teakbaum, die Jodpflanze und Durian, eine Frucht an der sich die Geister scheiden. Sie stinkt, aber schmeckt wird uns versichert. Sansibar Lipstick ist eine weitere Pflanze, deren Saft teuren Lippenstift ersetzt oder zum Haare färben verwendet wird.

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Ein traditionelles Mittagessen beschließt den interessanten Aufenthalt. Zum Schluss gibt es sehr konzentrierten Ingwertee, leider zu scharf für uns.k-20160618_124656

Nach der Rückkehr haben wir ein wenig Zeit zum Ausruhen bevor am späten Nachmittag das nächste Highlight auf uns wartet. Eine Fahrt mit einer Dhau an der Sansibar Waterfront entlang. Zunächst mit Motorkraft und dann mit gesetztem Segel. Ich wage mich mit anderen auf das „Oberdeck“ und genieße die Fahrt.

Astrid war richtig stolz auf mich, und hat nicht gefragt wie es mir geht um die Folgen wie in Australien zu vermeiden, als ich bei der Fahrt zum Great Barrier Reef und zurück nicht mehr von der Tüte loskam. Erst lief es auf der Rückfahrt ganz gut, bis mich damals Astrid fragte, wie es mir geht.

Wir landen am Mbweni Ruins Hotel an und genießen ein gemeinsames Abendessen auf der überdachten Terrasse und werden anschließend mit dem Bus zum Hotel zurück gebracht. Die Musik einer Band lockt uns noch auf die Dachterrasse.

19.06.2016 Die Schildkröten-Insel, Prison Island

10 Uhr ist Abmarsch vom Hotel zum Hafen, wo zwei kleine Boote auf uns warten, wie sie hier zu Dutzenden vor Anker liegen. In einer halben Stunde werden wir nach Prison Island geschippert. k-20160619_101143Hier erwartet uns eine Kolonie von Adabra-Schildkröten die die Seychellen dem Sultan 1920 zum Geschenk machten. Es sind Riesenschildkröten, die teilweise schon ein beachtliches Alter erreicht haben. Auf einer lesen wir 158 Jahre. Bis dreihundert Jahre können sie werden. Sie haben mächtige Panzer und sehr ledrige Haut. Wir können sie füttern. Aber aufpassen, sie haben sehr scharfe Zähne.

Die Insel selbst war früher Sklavenumschlagplatz, bevor der britische General Matthews hier ein Gefängnis bauen ließ, was aber nie als solches genutzt wurde. Es war später Quarantänestation für einreisende Inder, die hier zunächst bis zu zwei Wochen ausharren mussten. Heute befindet sich hier ein Restaurant, ein Hotel soll folgen.

Wir besteigen wieder die Boote, aber nur um ein Stück auf das offene Meer hinaus zu fahren. Schnorcheln ist angesagt. Die Schnorchelausrüstung wird gestellt und ich muss meine Brille erst einmal tauschen. Sie ist so zerkratzt, dass ich nichts sehen kann. Aber auch mit der neuen Brille zeigt sich, dass dies nicht mein Ding ist. Mir fällt die Umstellung schwer, unter Wasser durch den Schnorchel zu atmen. Auch kann ich schon kurz unter der Wasseroberfläche ohne meine Brillenstärke auf dem Meeresgrund nichts erkennen. Ich gebe deshalb bald meine Ausrüstung zurück und tauche so wie ich es gewohnt bin ohne Hilfsmittel zum Meeresgrund. Viel zu sehen gibt es nicht. Ein .paar Korallensteine. Astrid sieht noch gelbe und rote Seesterne und Seeigel.k-20160619_121226

Am Strand nehmen wir noch ein Picknick zu uns bevor es später zurück zum Festland geht.

Am Nachmittag unternehmen wir noch einen Stadtrundgang. Vorbei am alten Sultans-Pallace und der „Old Dispensairie“ gelangen wir zum Fischmarkt. Die alte Apotheke ist zwischen 1991 und 1996 renoviert worden. Viel ist davon nicht mehr zu sehen. Den alten Dhau-Hafen bekommen wir leider nicht zu Gesicht. Es sieht ziemlich schlimm aus hier, obwohl dann mitten im Unrat doch einer mit dem Besen zu Gange ist und fegt.

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Über den Markt, den wir schon gesehen hatten, gelangen wir wieder in die Altstadt und wollen zurück zum Hotel. Vorbei an einer Moschee und einem Hammam gelangen wir zu Jewers Corner, wo es jetzt am Abend ziemlich belebt ist. Als wir zum zweiten Mal hinkommen, merken wir, dass wir uns vertan haben.

Ein freundlicher Mann bietet seine Hilfe an und begleitet uns zum Hotel. Unterwegs erfahren wir, dass er Fisherman ist, aber mit seiner Dhau wegen Flaute gerade nicht hinaus kann. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er warnt uns noch, am Abend die schmalen Gassen jetzt zum Ramadan lieber zu meiden. Die Geschäfte schließen zum Sonnenuntergang und alle gehen in die Häuser zum Essen. Wer sich dann noch rumtreibt hat es oft auf weiße Touristen abgesehen. Ihnen werden oft mit vorgehaltenem Messer Geld und Handys abgenommen.

Am Hotel geben wir ihm noch etwas für seine Kinder, bedanken uns und beherzigen seinen Rat. Wir bleiben im Hotel, essen hier eine Kleinigkeit und lauschen der schönen Stimme der Sängerin auf der Dachterrasse die von einem Keyborder begleitet wird.

20.06.2016 Rückkehr zum Festland

Nach Frühstück und Packen stellen wir unsere Tasche vor das Zimmer und begeben uns nach unten. 11 Uhr ist Abfahrt zum Hafen und gegen 12.30 legt die Fähre fast pünktlich ab.

Ein sehr schöner und unvergesslicher Aufenthalt auf Sansibar, der Insel, wo es auch nach Achim Reichel „am schönsten war“, geht zu Ende.

von Sambia über Simbabwe nach Botswana

Hallo Leute,

heute gibt es endlich wieder was zu lesen und anzuschauen. Astrid’s Zwischenruf vom 05.07. ist auch korrigiert. Auch der Beitrag „Unterwegs nach Sambia“ ist mit Bildern ausgestattet.

Aber der Reihe nach:

08.07. bis 10.07. Über Kapiri Mposhi in die Hauptstadt Lusaka

Weiter geht’s auf der T2, der Great North Road, in Richtung Süden. Die Eisenbahnstrecke begleitet uns. Die meisten Orte hier sind im Zusammenhang mit der Eisenbahn entstanden. Die Strecke heute ist einigermaßen befahrbar und ab dem Abzweig nach Serenje wird sie besonders gut.

 

Wir gleiten auf der Straße nicht schlechter als auf einer guten Landstraße zu Hause. Die 370 km sind deshalb kein Problem und wir sind bereits am frühen Nachmittag auf dem schönen Camp „Forest Inn“. Er ist sehr schön angelegt und hat neben allen Versorgungseinrichtungen auch ein Restaurant, wo wir uns gleich erst einmal stärken. Klaus reserviert dann auch noch gleich Plätze für den Abend, so werden wir hier nicht hungern müssen. Denn die Vorräte gehen nun doch langsam zur Neige und alle sind bereits süchtig nach einem richtigen Einkauf in einem Supermarkt.

Der Tag geht entspannt zur Neige, wir schlafen gut nach einem guten Essen und haben am anderen Morgen Zeit, weil wir noch einen weiteren Tag hier bleiben und erst um 10 Uhr eine Wanderung über das nebenliegende Farmgelände angesagt ist. Astrid kümmert sich bisweilen um die Wäsche, die sie noch hier waschen lässt und ich begebe mich mit auf Wanderschaft. Das Farmgelände ist ca. 1500 ha groß und ein Flugplatz für Kleinflugzeuge ist auch integriert. Der Besitzer der Farm ist ein Weißer, der in der Hauptstadt Lusaka zu Hause ist und vermutlich hier hin und wieder einfliegt.

Auf der Farm wird vorrangig Weizen, Mais und Soja angebaut. Letzteres ist bereits abgeerntet, aber der Weizen, der bewässert wird, steht sehr gut auf dem Halm. Kreisrunde Felder mit ca. 25 ha Größe und Bewässerung. Der Weizen hier unterscheidet sich von unserem zu Hause. Der hier hat Grannen.

Am frühen Nachmittag trifft auch das Unfallfahrzeug auf dem Platz ein und später auch Renate und Jamal. Dem verunglückten Jungen geht es gut, die Ermittlungen sind abgeschlossen und haben die Schuldfrage auch zugunsten unserer Mitfahrer bestätigt.

Alle hatten mitgefühlt und sind jetzt gemeinsam mit den beiden froh über den positiven Ausgang. Renate betont auch die sehr korrekte Arbeit der hiesigen Polizei. Die Begründung für diese eher unerwartete Korrektheit ist simpel, bei 22 verschiedenen Stämmen im Einzugsgebiet der Polizeistation können sie sich es gar nicht erlauben unkorrekt zu handeln, so der Polizeichef; sonst stehen die Angehörigen eines negativ betroffenen Stammes vor der Polizeistation und protestieren.

Eine weitere positive Information ist die Aussage, dass sich die Meldung zu Problemen an der Grenze zwischen Simbabwe und Botswana offenbar als „Ente“ entpuppt hat. Bestenfalls ist ein eher unbedeutender Zwischenfall, wie bei der stillen Post, zu einem großen Problem gemacht worden. Wir können deshalb beruhigt unsere Fahrt am nächsten Tag fortsetzen und auch an der weiteren Route müssen keine Korrekturen vorgenommen werden.

Nur 280 km sind heute zu bewältigen und es lockt die Aussicht, endlich wieder einmal richtig einkaufen zu können. Nach 60 km stoßen wir auf die Nord-Süd-Achse, die Hauptverbindungsstraße von Lusaka in den sogenannten Kupfergürtel (Copperbelt), dem größten Bergbaugebiet des südlichen Afrikas.k-S2940001 Nach wenigen Kilometern durchfahren wir Kapiri Mposhi, ein Fernfahrertreffpunkt an dieser wichtigen Wegmarke. Dutzende von Tanklastzügen stehen hier herum und es herrscht viel Trubel. Ganz anders als in den zuvor ländlichen und dörflich geprägten Gebieten vor unserem letzten Halt. Bereits seit heute morgen beherrschen große Farmen das Landschaftsbild und auch die Dörfer verändern sich zu massiverer Bebauung. Später sind vor Kabwe auch Reihenhäuser zu sehen.k-S2940003 Kabwe, 1906 als Bergbaustadt „Broken Hill“ gegründet, ist die einzige große Stadt auf dem Weg nach Lusaka. Eine sehr lebhafte Stadt mit vielen Straßenständen.

Danach wieder sehr große Farmen, die von Weißen betrieben werden.

An der Zunahme des Verkehrs ist unschwer zu erkennen, dass wir uns Lusaka nähern und nach dem großen Kreisel mit der Steinpyramide mit Adler in der Mitte, die wir schon von unserer letzten Durchquerung her kennen, sind es nur noch 6 Kilometer und wir können shoppen. Erst bei SPAR, dann bei Pick’nPay und letztlich noch in einem erst vor fünf Tagen eröffneten „Food Lover’s Market“ mit sehr gutem Angebot an Frischwaren.

Der Kühlschrank und auch alle Vorratsbehältnisse in der Heckgarage sind wieder gut gefüllt. Nach weiteren 6,5 Kilometern erreichen wir die „Eureka Campsite“ auf der Zebras, Giraffen und Impalas frei umherlaufen.k-S2940008

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11./12.07.2016 Highlight Victoria-Fälle

Zwei Fahrtage auf bekannter Strecke liegen hinter uns. Wir hatten gestern wiederum als Letzte das Camp verlassen und sehen bei der Ausfahrt noch Giraffen und Impalas auf dem Camp.

Dann ging es auf die Hauptstraße Richtung Monze über Kafue und Mazabuka. Es fällt ein großer Unterschied auf, zwischen den Hütten und Dörfern im Norden und hier. Es wirkt hier „moderner“ nach afrikanischen Verhältnissen und große Farmen sowie auch Fabriken bestimmen das Bild an der Landstraße. Mazabuka ist das Zuckerzentrum von Sambia. Hier gibt es auch wieder Einkaufsmöglichkeiten, auch ein „Shoprite“, eine südafrikanische Handelskette, die im Norden gar nicht vertreten war. Auch kleine Restaurants und Cafè’s sind hier zu finden. Die Strecke beträgt nur 170 km bis zu „Moorings Campsite“, wo wir schon einmal gestanden hatten. Und wieder steht an der Zufahrt und der geöffneten Schranke ein Posten, der bei Annäherung uns zunächst das große Buch reicht, in das wir uns eintragen müssen, während er inzwischen wieder mit seiner Spritze die Reifen befeuchtet. Was hier vermutlich der Desinfizierung dienen soll, ist völliger Quatsch, denn er besprüht lediglich die Reifenaußenseite um die Radkappen herum. Aber irgend jemand wird ihm den Auftrag erteilt haben und vermutlich weiß er aber nicht, was er da eigentlich tut.

Bereits um 15.00 Uhr ist heute Besprechung und anschließend gemeinsames Grillen angesagt. Wir wollen die Wärme des Tages nutzen, denn am Abend wird es doch schon etwas kalt, seit wir uns immer weiter nach Süden begeben. Auf dem Platz findet sich auch ein südafrikanischer Landcruiser ein. Das ältere Paar, welches damit unterwegs ist, hatten wir bereits Anfang Juni in Botswana in der Nata-Lodge getroffen. Wir standen dort neben ihnen.

Wilfried betätigt sich wieder einmal als Experte für das große Feuer. Da ist er in seinem Element. Jeder bringt seine Grillsachen mit zur großen Tafel und steuert etwas zur Beilagenvielfalt bei. So lernt man immer wieder etwas neues und die Geschmäcker anderer kennen. Unser Rumpsteak ist schnell fertig und wir lassen es uns schmecken. Frank gibt noch einen, bzw. mehrere Kartons Wein auf seinen bereits in der Serengeti stattgefundenen Geburtstag aus, sodass einem feuchtfröhlichen Abend nichts im Wege steht. Irgendwann wird die Tafel dann aufgelöst und wir gruppieren uns um das schöne warme Feuer. Wem dennoch von unten zu kalt wird, dem bringt Wilfried Glut auf der Schippe und kippt sie unter den Stuhl. Ein sehr angenehmes Gefühl. Werden wir uns für zu Hause merken.

Später taucht Jürgen, der Südafrikaner der eigentlich aus Hamburg stammt, wieder auf, setzt sich neben mich und wir unterhalten uns lange über Afrika im Allgemeinen und Südafrika im Besonderen. Seit vierzig Jahren lebt er bereits in Südafrika und wohnt mit seiner Frau, einer gebürtigen Südafrikanerin, in Durban. Sie reisen viel und fliegen auch regelmäßig jedes Jahr für einige Wochen nach Deutschland. Mit ihrem Fahrzeug mit Dachzelt und üppiger Ausstattung können sie selbstverständlich die Länder des südlichen Afrikas ganz anders bereisen als wir. Wo wir zum Beispiel in Botswana nur etwa drei befahrbare Straßen finden, sind sie in den letzten Jahren über vierzigtausend Kilometer unterwegs gewesen und können von vielen landschaftlichen Schönheiten berichten. Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Spät am Abend löst sich dann die Runde auf.

12.07.

Heute nun waren 310 km zu bewältigen, was auf der sehr guten Straße kein Problem war.

Wir kommen durch Choma und Kalomo und hier wird die Veränderung, die wir gestern schon gespürt haben noch deutlicher. Aus Hütten werden Häuser und auch die Menschen sind anders. Wir sind vom Land der Bemba in das Land der Tonga gekommen. Das kleine Kalomo war sogar einmal, zwischen 1902 und 1907 die erste Hauptstadt Nordwestrhodesiens. Zügig spulen wir die Kilometer herunter und sind bereits um die Mittagszeit in Livingston. Schon vorher kann man die weiße Gischtwolke „Mosai-OaTunja“, den donnernden Rauch, wie die Kololo die Viktoria-Fälle einst nannten, sehen.k-S2950007

Wir stoppen in Livingston wieder am gleichen Supermarkt wie beim letzten Mal und essen etwas zu Mittag im gleichen Cafè wie damals. Endlich habe ich für kurze Zeit auch einmal WLAN. Ohne Netzzugang werde ich schon allmählich krank.

An der Campzufahrt fahren wir vorbei bis kurz vor die Grenze zu Simbabwe. Wir wollen uns die Victoria-Fälle von der sambesischen Seite betrachten. Wir parken am Victoria-Falls-Park, von zahlreichen Affen umgeben, zahlen 45US$ und erwandern die besten Blicke auf die Fälle.k-20160712_155502k-IMG_20160712_155521 Mit kurzen Hosen, Badelatschen und Regenjacke sind wir gut präpariert. Auf dem Weg bis kurz vor die Autobrücke zwischen den beiden Ländern bleiben wir noch trocken, aber auf dem anschließenden Rundweg mit Fußgängerbrücke werden wir richtig nass. Aber es lohnt sich. Ein fantastisches Bild ergänzt durch einen und manchmal zwei Regenbogen. Wer hätte von uns beiden jemals gedacht, dass wir eines Tages an den Victoria-Fällen in Sambia stehen werden. In der Gesamtbreite die größten Wasserfälle der Erde. Doppelt so hoch und 1,5 mal so breit wie die Niagarafälle.

13./14.07.2016 Victoria Falls in Simbabwe aus der Helicopterperspektive

Wir haben nur 10 km zu bewältigen bis zum Grenzübertritt von Sambia nach Simbabwe. Wir lassen uns Zeit und verlassen dann doch früher als empfohlen den Platz. Wir wollen den Grenzübergang allein bewältigen. Mittlerweile haben wir so viel Erfahrung gesammelt, dass uns dies ohne Probleme gelingen sollte. Die Ausreise aus Sambia gestaltet sich mit allen Formalitäten auch relativ problemlos. Nur am Tor kurz vor der Brücke, die beide Länder miteinander verbindet ist Schluss. Wir waren darauf eingestimmt, 25 Kwatscha für die Livingston Concil Levy bereitzuhalten. Alles was wir noch darüber hatten, hatten wir am Vortag vertankt. Plötzlich wollte der Beamte 50 Kwatscha und wir standen etwas ratlos da. Astrid hat erst einmal in gewohnter Weise und wortreich protestiert. Es half alles nichts. Auf meine Frage, ob alle Fahrzeuge die gleiche Summe von 50 Kwatscha zu bezahlen hätten, erhalte ich den Block gezeigt. Er hat nur Blätter mit dieser eingedruckten Summe. Für 3 $ tauschen wir weitere 25 Kwatscha ein und können dann passieren. Diesmal ist von der Brücke eine bessere Aussicht auf die Fälle. Bei der ersten Überquerung war nur Gischt zu sehen.

Auf simbabwischer Seite werden wir für Visum, Roadtax und Carbontax insgesamt 100$ los und haben bald die Grenze passiert. Nur der Beamte für die Fahrzeugabfertigung tat sich schwer. Er hatte wohl noch nie ein Carnet gesehen und benötigte deshalb die Hilfe eines weiteren Beamten. Nach der Grenze machen wir noch einen Abstecher in den nur etwa drei Kilometer langen Sambesi-Drive aber sehen außer Affen und Warzenschweinen nur einen 1900 Jahre alten Boabab-Tree, in dessen Schatten schon der berühmte David Livingston gesessen hatte. k-S2950014

David Livingston
David Livingston

Wir lassen uns von der Touristenpolizei Einzelheiten dazu erzählen. Der Inhalt der noch jungen Früchte wird durchaus gegessen. Mit Milch eingeweicht wird der Inhalt ausgelöffelt. Die alten Früchte dienen nur noch als Nahrung für Elefanten, Giraffen und Affen.

Nach dem Drive sind es nur noch 800m links und wir sind auf dem uns bereits bekannten Victoria Falls Restcamp.k-S2960027k-S2960028

Den Abend verbringen wir bei einem sehr guten Buffet in dem berühmten Victoria Falls Hotels, das mit zu den bekanntesten Hotels der Welt gehört. Eine große Anlage mit Terrasse und Blick auf die Brücke über die Victoria Fälle. Sehr beeindruckend und unvergesslich.

14.07.

Heute nun ein absolutes Highlight. Wir haben einen 25-minütigen Helicopter-Rundflug über die Victoria Falls gebucht. Nicht ganz billig, aber absolut lohnenswert. Mit einem Kleinbus werden wir zum Flugplatz gebracht, erhalten eine Sicherheitsunterweisung, werden gewogen und kommen dann auch gleich dran. Gemeinsam mit Anne und Rolf besteigen wir den Heli. Ich habe Glück und kann vorn neben dem Piloten Thomas sitzen. Headset auf, angeschnallt und dann geht es auch schon los. Ein fantastisches Gefühl, besonders in Kurvenlage, und mit einer beeindruckenden Sicht auf die Fälle, die wir mehrfach überfliegen, dann den Sambesi nach beiden Seiten noch etwas überfliegen und nach Tieren in der Landschaft Ausschau halten. Ein absoluter Höhepunkt unserer Tour.

Eine DVD unseres Fluges erhalten wir für 30$ auch noch später ausgehändigt.

Zwischen den Highlights unternehmen wir mit Klaus und Beate noch einen Rundgang durch das Victoria Falls Hotel hin zum Lookout-Cafe.

Hier kann man Wagemutigen bei sportlichen Unternehmungen zuschauen. Zurück durch die Stadt bleibt auch noch Zeit für ein Sandwich.k-IMG_20160714_130708

Um 16.00 dann ein weiterer Höhepunkt, ein Sunset-Cruise auf dem Sambesi-River.

Wir haben zwar an anderer Stelle schon zahlreicher Tiere am Wasser beobachten können, aber dennoch ein schönes Erlebnis mit Blicken auf Elefanten, Rhinos, Vögel und Krokodile und später noch einen perfekten Sonnenuntergang.

15.07.2016 nächster Halt Botswana

Heute liegen nur etwa 90 km vor uns und wir können es ganz entspannt angehen lassen. Aber um 9.00 ist erst einmal Briefing für die nächsten beiden Tage.

Wir starten dann und folgen Klaus der vor uns das Camp verlässt. Und da sind wir verlassen, denn unser Navi führt uns von der Hauptstraße in Vic.Falls gleich nach rechts, während Klaus geradeaus fährt. Wir lassen uns zunächst (hoffentlich zum letzten Mal) verleiten und folgen bis unser Navi (zu recht) protestiert. War natürlich falsch die Strecke. Wir wenden und fahren dann auf der korrekten Route Richtung Kazungula und passieren zuvor den Grenzübergang nach Botswana. Sowohl die Ausreise aus Simbabwe, als auch die Einreise nach Botswana gestalten sich recht entspannt, bis auf die Tatsache, dass bei der Einreise nicht 40 Pula, wie angekündigt, sondern 120 Pula fällig werden.

Nachdem dann alle Formalitäten erledigt waren, wurden wir an der Ausfahrt dennoch gehindert. Wie vorher mit dem Auto, mussten wir jetzt hier mit den Schuhen durch Desinfektionsflüssigkeit, wenn es denn welche war. Und wir hatten einen Beamten erwischt der auch das Auto von innen inspizieren wollte. In Botswana sind wieder die uns bereits bekannten Lebensmittelkontrollen fällig. Aber unser Beamter  wollte eigentlich nur etwas von uns haben, wie er Astrid an der Küchenzeile leise zu verstehen gab. Sie gab sich aber so, als verstünde sie nichts. Das steigerte dann aber seinen Kontrolltrieb und ich musste schließlich nach Kontrolle der Heckgarage alle Schuhe durch die Flüssigkeit ziehen. Ich hätte ihm am liebsten den Hals umgedreht. Inzwischen machte er sich in Astrid’s Anwesenheit an unseren Wein- und Schnapsflaschen zu schaffen. Offensichtlich erwartete er, dass sie ihm eine schenkt. Aber nichts da.  Irgendwann war aber auch diese Kontrolle überstanden (unsere versteckten Lebensmittelvorräte aus dem Kühlschrank hat er nicht gefunden) und wir konnten weiter nach Kasane um hier noch endlich eine neue Telefonkarte zu erwerben. Bei „Orange“ werden wir fündig. Und gegenüber genehmigen wir uns noch eine Pizza, bevor wir bei „Spar“ noch ein paar Getränke erwerben. Dann aber zum nur noch 1,3 km entfernten Camp. Eine schöne Anlage, aber die Campsite ziemlich eng.k-20160715_151133 Allerdings entschädigt der Ausblick auf den Chobe und morgen werden wir im gleichnamigen Nationalpark am Morgen eine Pirschfahrt und am Nachmittag eine Bootsfahrt unternehmen. Heute genügt uns ein fantastischer Sonnenuntergang.

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