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Auf nach Verona

27.08.

Von Montag auf Dienstag in Freystadt hat es die ganze Nacht geregnet. Wir hatten deshalb auch nicht die richtige Muse, sehr früh aufzustehen. Keine Eile also, wollen wir ohnehin auf dem Weg bis Verona noch einen Zwischenstopp einlegen. Aber wir wollen nicht Autobahn fahren; jedenfalls nicht in Österreich. Einerseits wollen wir uns die Maut für die relativ kurze Strecke sparen, aber andererseits auch die Landschaft genießen. Leider regnet es aber immer wieder, sodass sich der Genuss in Grenzen hält. In Hall soll es am Bad Stellplätze vor einem Campingplatz geben. Für 15 € zwar relativ teuer, aber leider sind alle Plätze besetzt. Nur auf dem Campingplatz, für 22€ ist noch was zu haben. Ist es uns nicht wert, nur um da zu stehen und zu schlafen. Also weiter. Vorbei an Innsbruck, wo es leider keinen Stellplatz gibt, richten wir noch einmal den Blick über die Skischanze auf die Stadt.

Weiter geht es über Landstraße bis kurz vor den Brenner und die italienische Grenze. Am „Humlerhof“, einem Berghotel kurz vor Gries am Brenner machen wir Halt. Humlerhof

Hier können wir kostenlos stehen, sofern man den Gasthof aufsucht. Das machen wir und essen gut und reichlich.

Auch hier regnet es hin und wieder in der Nacht. Am Morgen messen wir im Womo 15° und davor 12°.

Heute starten wir relativ früh. Wir wollen gegen Mittag in Verona ankommen um uns die Stadt und am Abend „Madame Butterfly“ in der Arena di Verona anzusehen. Deshalb nehmen wir auf italienischer Seite auch die Autobahn und kommen gut voran. Die Temperaturen steigen auch stetig und am Mittag fahren wir bei 27° und Sonnenschein in Verona ein. Den Stellplatz nahe dem Zentrum finden wir im dritten Anlauf. Die Koordinaten im Stellplatzführer waren nicht korrekt. Zu Fuß geht es ins Zentrum und die nächstgelegene Pizzeria steuern wir auch gleich an. Am Stellplatz hatten wir einem Automaten noch einen Stadtplan entnommen und kommen so zielgerichtet zur Arena. In der nahen Touristinfo, erwerben wir die Tickets für den Abend und sitzen in der Arena schon mal zur Probe.

Arena di VeronaWir sitzen ziemlich genau gegenüber der Bühne. Nicht ganz billig, aber dafür auf Sitzen mit Lehne und nicht auf den blanken Steinen. Mit einem City-Train erkunden wir die Stadt und die wesentlichen Sehenswürdigkeiten.

Etwas müde kommen wir zurück und haben noch ein wenig Zeit zum Ausruhen.

Astrid schlägt vor,  entweder mit dem Fahrrad oder mit dem Taxi zur Arena zu fahren, obwohl sie vorher schon betont hatte, die Fahrräder nicht in der City abzustellen. Damit war die Frage gleich geklärt und ich hatte das Problem, ein Taxi zu rufen. Aber wozu hat man einen Sprachführer dabei. Also nachgeschlagen und angerufen. Meine Botschaft werde ich auch los, nur ob sie verstanden wurde ist mir nicht klar. Astrid bittet daher unseren Platznachbarn uns ein Taxi zu rufen, was er auch tut und wobei sich herausgestellt, dass meine Bestellung sehr wohl aufgenommen war. Das Taxi kommt also und wir sind rechtzeitig an der Arena.

Arena di VeronaWir werden zu unseren Plätzen geleitet und erleben einen herrlichen Opernabend vor bezaubernder Kulisse und mit sehr schönen Stimmen. Das Wetter hält auch und wir sitzen kurzärmelig bis zum Ende der Veranstaltung so gegen 23.30 Uhr. Nicht selbstverständlich wenn man bedenkt, dass die gestrige Vorstellung gegen 22 Uhr wegen starkem Regenschauer abgebrochen werden musste. Am Piazza Bra unmittelbar vor der Arena beschließen wir den schönen Abend mit dem einen oder anderen Drink und nehmen wieder ein Taxi zurück zum Platz. Sind zwar nur 20 min Fußweg,  aber wir wollen Astrid’s angeschlagene Füße schonen.

Vielen Dank auch für die ersten netten Kommentare aus Brandenburg und Down Under an Grit und Angelika. Sie sind für uns Ansporn für die weitere Berichterstattung. Und um das Wetter macht euch keine Sorgen. Wir haben schönes Wetter im Reisegepäck. Haben wir heute zum ersten Mal ausgepackt.