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nach Igoumenitsa

27.10.
Wir lassen uns Zeit, denn die drei Klöster gestern haben uns einen hinreichenden Eindruck vermittelt, sodass wir auf weitere Besuche verzichten. Wir frühstücken deshalb in aller Ruhe und Gelassenheit. Nur 180 km bis Igoumenitsa sind zu bewältigen und dazu fast nur Autobahn. Bis Katara folgen wir der kurvigen Landstraße und wollen hier den Pass nehmen um der Eintönigkeit der Autobahn zu entgehen. Wir richten uns nach dem Hinweisschild, biegen rechts den Berg hinauf und stehen vor einem Sperrschild. Es geht nicht weiter, der Pass ist nicht passierbar. Hätten sie auch an der Kreuzung bereits darauf hinweisen können. So müssen wir rückwärts wieder runter und dann doch unfreiwillig auf die Autobahn. Dreißig Kilometer vor Igoumenitsa verlassen wir sie noch einmal, aber eher unbeabsichtigt. Wir wollen auf einen Parkplatz und ich bin zu früh abgefahren. So kommen wir nicht zurück auf die Autobahn, aber können stattdessen über eine kurvenreiche Strecke hinab nochmals die schöne Landschaft genießen. Zurück auf der Autobahn geht es zur Bucht von Igoumenitsa und plötzlich öffnet sich bei der Bergabfahrt der Blick auf das Ionische Meer und in der Ferne die Insel Korfu. Nach der Autobahnabfahrt folgen wir der Küstenstraße 8 km Richtung Preveza und erreichen unser Camp in Igoumenitsa direkt am Meer. Es geht steil hinab zum Platz und obwohl wir fast die Letzten sind bekommen wir noch einen traumhaften Platz in erster Reihe. Das Wasser ist angenehm warm. Genau richtig für ein letztes Bad. Heute Morgen hatten wir die Uhr umgestellt und deshalb wird es früh dunkel. In kleiner Runde, die meisten Mitfahrer essen im Restaurant, verbringen wir den Abend bei Wein, Gebäck und angenehmer Unterhaltung. Danach heißt es Wecker stellen, denn morgen ist bereits um 6.30 Abfahrt zur Fähre.

Abschied von Griechenland

28.10.
Der Wecker war eigentlich auf zehn nach sechs gestellt aber um sechs stehen wir auf. Es macht sich draußen Unruhe breit. Die Morgentoilette ist schnell erledigt, die Toilette entleert, der Strom abgeklemmt und wir sind zur Abfahrt bereit. Wir können aber nicht weg, denn hinter uns steht Renate. So sind alle anderen bereits vom Platz als wir dann wenden können und auch den schönen Campingplatz verlassen. Die wenigen Kilometer bis zum Hafen sind schnell bewältigt und wir reihen uns ein vor der bereits bereitstehenden Fähre. Astrid will den Frühstückskaffee aufsetzen, da kommt schon Bewegung in das Geschehen. Als die rechte Reihe zum Zuge kommt wechsle ich dahin und schnell sind wir auf der Fähre. Wir werden auf einen Platz eingewiesen, suchen uns einen Stromanschluss und haben Camping an Bord. Nur hat Astrid eine etwas exotische Vorstellung davon. Sie hatte erwartet, wir würden alle mit unseren Fahrzeugen mit Aussicht auf das Meer an der Reling stehen. Nichts davon. Camping an Bord heißt nichts anderes, als dass man im Womo übernachten kann, Stromanschluss gestellt bekommt und keine Kabine anmieten muss. Im Übrigen stehen die Fahrzeuge wie auf jeder anderen Fähre auch in Reih und Glied. Nach dem Frühstück im Womo holen wir erst einmal den fehlenden Schlaf nach, bevor wir die Fähre erkunden. An Bord ist alles vorhanden. Sonnendeck, Restaurant, Bar und auch WLAN-Zugang. Der erfolgt hier allerdings über Satellit und erlaubt nur Downloads. Zwei Stunden für 3 €. Ich melde mich mit meinem Tablet an. Als ich mich nach erfolgloser Aktualisierung der Homepage mit den Zugangsdaten mit dem Smartphon anmelden will, wird dies verweigert. Nur ein Gerät ist möglich. Also nichts mit WhatsApp und wieder nichts mit dem Hochladen der restlichen Bilder. Werde ich wohl erst in Venedig erledigen können. Ein Mobilfunknetz ist auch nicht vorhanden. Auf dem Sonnendeck kommt dann doch etwas Wehmut auf über das Ende der Reise. Am Abend sitzen wir in einer Lücke zwischen den Fahrzeugen nochmals in netter Runde zusammen und lassen die Reise ein wenig Revue passieren. Das Meer ist ausgesprochen ruhig und einem guten Schlaf steht nichts im Wege. Nur die Antriebsmotoren sorgen für ein sanftes Schaukeln.