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am Ionischen Meer

21.09.

 Heute werde ich mal meinen Beitrag leisten.

Bei sage und schreibe 30 Grad im Womo aufgewacht!!!! Da hat jede Bewegung wahre Sturzbäche von Schwitzwasser ausgelöst. Ich habe das erste Mal in meinem Leben ein Schweißhandtuch gebraucht!!! Aber soweit zu den „Unannehmlichkeiten“!!!

Übrigens muss ich unbedingt noch erwähnen, dass wir auf diesem herrlichen Campingplatz nur 10 € pro Nacht bezahlt hatten, also er daher gut zum Überwintern geeignet wäre!!!!

Nach nochmaligem Duschen sind wir dann endlich gegen 11.00 Uhr vom Platz gekommen und nahmen Fahrt auf Richtung Crotone, immer entlang der Küstenstrasse. Weiter ging es eigentlich zur Forte di le Castella, die wir nicht gleich fanden! Nachdem wir in Isola di Capo Rizzuto umher irrten und beim Club der Nudisten landeten, wussten wir, hier sind wir falsch!!!! An der Capspitze sahen wir aus der Entfernung das eigentliche Ziel. Also neu im Navi eingeben und dann ab. Direkt am Meer gelegen liegt das befestigte Kastell. Seit dem 13. Jahrhundert steht es da und wurde von Aragonesen und Bourbonen erhöht, verstärkt und erweitert. Heute erinnert eine Mauer aus Kalksteinblöcken an der Ostseite der Wehranlage daran.

Natürlich waren wir wieder einmal in der größten Mittagshitze unterwegs. Kein Italiener würde auch nur einen Fuß vor die Tür setzen!! Zur Stärkung fanden wir ein ganz kleines aber auch nur von Italienern besetztes Restaurant ( mit air condition!!!! ) Nun war es doch schon wieder ganz schön spät geworden. Eigentlich wollten wir quer rüber auf die andere Seite über Cantanzaro nach Tropea, aber die Zeit ?!?! Schnell im Stellplatzatlas nachgeschlagen und wir fanden einen ADAC- Campingplatz Calabrisella. Eigentlich schön gelegen, direkt am Meer. Also hatten wir noch Zeit und als ich unterwegs einen großen Einkaufstempel sah, hieß es erst mal halten!! Um es vorweg zu nehmen, ich habe nichts gekauft, nur mein lieber Mann!!! Ziemlich gestresst von den vielen lauten Italienern die anscheinend nichts besseres zu tun hatten als am Sonntagnachmittag dort shoppen zu gehen und zu flanieren. Obwohl, ich kann sie verstehen, immer noch besser als draußen in der Hitze!!!! Egon drängelte, er wollte nicht erst im Dunkeln auf dem Platz ankommen, nicht einmal ein Espresso war mehr drin!!! Also Sachen eingepackt und ab ging’s los mitten in den Trubel der vielen Autos die jetzt unterwegs waren. Ein Gehupe überall!!! Unser Navi machte mal wieder was es will. Mal sollten wir dahin, dann wieder zurück und so weiter und sofort!!! Wir wurden immer krippliger, es wurde immer  dunkler, keine Schilder mehr zu erkennen und halten bzw. stehen konnten wir auch nicht.

Wir fragten uns durch und im Dunkeln fanden wir nun endlich den Platz, aber zu!!!!!! Das in einer Gegend wo man lieber nicht stehen sollte. Also was nun. Ich hatte schon die Nase voll und wollte mich in einer etwas belebteren Straße an die Seite stellen, aber Egon nicht. Nochmals durchgefragt und einen sehr netten Italiener gefunden der uns zum nächsten Campingplatz brachte!! Nun in völliger Dunkelheit mitten durch die Pinienbäume hindurch und schon war ein Platz direkt am Meer gefunden. Zum Schluss war nur noch Entspannung angesagt bzw. unser geliebter Sonntagabend-Tatort.

die Stiefelspitze quer

22.09.

Am Morgen immer noch bzw. schon wieder heiß. Ich dachte gestern war der heißeste Tag unserer Tour, aber es gibt immer eine Steigerung. Heute sollten wir unterwegs 33° erreichen und in Tropea am Nachmittag zeigt uns die Anzeige an der örtlichen Apotheke sogar 37°. Allerdings muss man das nicht glauben wenn man nicht will, denn ein Foto davon habe ich erst später gemacht, da lautete die Anzeige „nur“ noch 36°.k-S2080021

Aber der Reihe nach. Der Platz heute ist ruhig und direkt am Meer gelegen, kommt aber an den vorigen nicht ran. Im Zweifel wäre ich dort auch noch einen Tag länger geblieben.

Wir frühstücken in aller Ruhe und wissen noch nicht so recht wie weiter, denn wir warten auf eine Information von Mandy bzw. Domenico, der in Vibo Valentia bei einem Service-Partner von Dometic anrufen wollte um zu fragen ob unsere Ersatzteile bereits angekommen sind. Wenig später kommt über WhatsApp die Nachricht: noch nichts da. Was jetzt? Und vor allem wohin jetzt?

Nach einigem Überlegen entscheiden wir uns doch zur Weiterfahrt an die andere Seite der Stiefelspitze zum Tyrrhenischen Meer um bereits näher an Vibo Valentia zu kommen und nicht soviel Zeit zu verlieren. Wir treffen eine Vorauswahl des nächsten Campingplatzes und geben unserem Navi einen unterhalb von Tropea ein. Damit dieses uns nicht wieder über langweilige Schnellstraßen schickt, fügen wir Girifalco und Pizzo als Zwischenziele hinzu, was sich auszahlt. Denn wir kommen durch herrliche Landschaft im Hinterland mit vielen Hügeln, Tälern und weitläufigen Olivenhainen, in denen bereits die Ernte vorbereitet bzw. bereits im Gange ist.

In Girifalco legen wir einen Zwischenstopp für ein Pannini ein und fahren weiter vorbei an Maida Richtung Küste nach Pizzo. Hier wollen wir uns die Chiesa di Piedigrotto, eine Kirche in einer Grotte, ansehen und ein „Tartufo di Nero“, eine hießige Spezialität zu uns nehmen. Dabei handelt es sich um ein Eis, welches den Trüffelpralinen nachempfunden ist, mit einer flüssigen Schokoladenfüllung im Inneren einer Vanilleeiskugel, außen Schokoladeneis und dann bestäubt mit Kakao.

Nichts von beiden wird hier in Pizzo Realität. Die Kirche öffnet erst wieder 15 Uhr und auch die Eisläden sind geschlossen. Mittagspause. Der Weg nach Pizzo gestaltete sich wieder schwierig. Schuld ist erneut unser Navi.

Bereits gestern hatten wir bei der Stellplatzsuche Probleme damit. Viel zu spät bemerkten wir, dass es uns zunächst 7 km vorbei an unserem Ziel schickte, dann sollten wir wenden und auf der gleichen Straße zurück um dann den Stellplatz doch nicht zu finden, wie Astrid berichtet hat. Und bei der Suche nach dem nächsten Stellplatz nicht anders. Anstatt auf gleicher Straße zurück, ein Umweg über die Berge, zwar mit schöner Aussicht auf die nächtliche Stadt aber völlig umsonst, wir landen wieder fast da, wo wir in die Berge abgezweigt waren.

Und heute. Ähnliches Spiel. Erst in Pizzo und dann in verschärfter Form in Tropea. In die Altstadt haben wir vergleichsweise leicht gefunden. Wir haben das Navi ignoriert. Dann haben wir in der sehenswerten Altstadt die sich an einer Steilwand entlang zieht, hier haben wir dann auch „Tartufo di Nero“ gegessen, ein Angebot zu einer Schiffsfahrt zum immer noch aktiven Vulkan Stromboli gesehen und uns entschieden hier zu bleiben. Heute ist es allerdings zu spät dafür und die nächste Fahrt geht am Mittwoch. Mal sehen wie sich alles weiter entwickelt.

Wahrzeichen von Tropea ist übrigens die gegenüber der Altstadt auf einem Felsen trohnende Kirche Santa Maria dell’Isola.k-S2080025

Zurück zum Navi. Wir schauen im Internet nach und finden hier mehrere Campingplätze, die weder im ADAC-Campingführer noch in diversen Womo-Datenbanken verzeichnet sind. Der nächstgelegene ist nur 60 m entfernt. Für uns werden es mehrere Kilometer. Weil wir einfach keinen Zugang finden. Einmal sind die Straßen für Wohnmobile gesperrt, andermal sind die Durchfahrten unter der Eisenbahn für uns einfach zu niedrig. Also müssen wir ausholen bis mehrere Kilometer vor dem Ort und dort bereits den Zugang zum Meer suchen. Ebenfalls Fehlanzeige. Zurück in die Altstadt und dann auf schmaler Straße mit Spitzkehren die ich nur durch Zurücksetzen des Womo’s meistern kann, und damit eine lange Schlange hinter mir provoziere, nach unten. Direkt vor der Kirche auf dem Felsen angelangt finden wir dann zum Platz. Nicht ideal, aber zum Strand und zur Stadt gut gelegen. Nur zu viele Deutsche hier. Die Wärme hält sich immer noch und wir bleiben bei Rotkäppchen-Sekt lange vor dem Womo sitzen.

Chaos in Vibo Valentia und Ankunft auf Sizilien

24.09.

Zu gestern ist nicht soviel zu sagen. Wir sind auf unserem Platz in Tropea geblieben. Schließlich warten wir immer noch auf positive Nachricht was unsere Ersatzteile für die Toilette angeht. Mandy teilt uns am Vormittag mit, dass sie erst am Nachmittag noch einmal in Vibo Valentia anrufen, denn so früh am Morgen werden auch hier, wie bei uns, Pakete nicht zugestellt. Wir machen einen Spaziergang in die Stadt, der zunächst Kraftanstrengung erfordert. Steile Treppen führen gegenüber unserem Camp nach oben in die Stadt, vorbei an einem am Hang gelegenen Fischrestaurant. Wir bummeln ein wenig, genehmigen uns einen Drink und besichtigen auch noch die Kathedrale bevor sie um 12 Uhr schließt. Hier soll ein schwarzes Kruzifix zu finden sein. Ich weiß nicht genau, ob wir es gesehen haben. Der Bewacher fordert uns und eine Reisegruppe jedenfalls nach kurzer Verweildauer auf, die Kirche wieder zu verlassen. Er will wahrscheinlich seine Mittagspause pünktlich beginnen.

In einem kleinen Restaurant mit überwiegend italienischen Besuchern essen wir gut und preiswert zu Mittag. Die Erfahrung haben wir übrigens schon häufig gemacht. Essen gehen in Restaurants oder  einer kleinen Trattoria, die von Einheimischen besucht werden. Hier isst man gut und günstig.k-S2090015

Zurück am Platz müssen wir leider feststellen, dass uns ein Womo aus Landshut die Sicht verbaut hat. Der ursprünglich freie Platz vor uns ist von ihnen belegt. Wir bleiben am Platz, dösen so vor uns hin und lassen den Rest des Tages verstreichen. Zwischenzeitlich teilt uns Mandy noch mit, dass unser Paket am Bestimmungsort angekommen ist.

Deshalb brechen wir heute auf und fahren weiter. Auch sonst wären wir wohl nicht länger hier geblieben. Zu viele Touri’s in der Stadt und zu viele Deutsche auf dem Platz. Man fährt schließlich nicht Tausende Kilometer ins Ausland um am Ende wieder nur von Deutschen umgeben zu sein.

Also auf nach Vibo Valentia. Leichter gesagt als getan. Ich hatte gerade deshalb diesen Servicepartner von Dometic als Adresse für unser Paket benannt, weil er nur etwa 35 km von Tropea entfernt ist. Aber dahin kommen und die Adresse finden ist erneut ein Abenteuer.

Schon um vom Camp aus Tropea heraus zu kommen gestaltet sich schwierig. Wir nehmen zwar die beschilderte Strecke, aber einmal landen wir wieder an einer Bahnunterführung die für uns zu niedrig ist, die andere Strecke ist für Womo’s gesperrt und die dritte führt in südlicher Richtung aus Tropea heraus, obwohl wir Richtung Norden müssen. Hat zumindest den Vorteil, dass wir dann noch einmal einen schönen Blick auf die Stadt haben.

Nach Vibo Valentia führen dann wieder sehr schmale und kurvenreiche Strecken. Dies ist aber noch nichts gegen die Fahrt durch den Ort um die angegebene Adresse zu finden. Schmale Straßen links und rechts zugeparkt, meist dann noch schräg zur Fahrbahn und wir mittendrin. Astrid ist am Verzweifeln. Ganz schlimm wird es, als wir zwar die richtige Straße gefunden haben, aber keine Möglichkeit zum Parken. Dazu steht hinter uns noch ein Ambulanzwagen mit Sondersignal und will vorbei. Ich kann mich nicht in Luft auflösen. Die Rettung ist, auf den Bürgersteig zu fahren. Dabei muss man allerdings immer darauf achten, dass nicht von den Häusern noch etwas herausragt, oder die Balkone des Obergeschosses zu tief hängen um darunter hindurch zu passen. Aber es geht ohne Blessuren ab. Wir lassen das Womo einfach auf dem Bordstein stehen und suchen die Hausnummer die uns interessiert. Aber hier ist ein Modegeschäft. Die Eigentümerin oder Verkäuferin erklärt uns wortgewaltig, dass wir hier verkehrt sind, mehr verstehen wir leider nicht aber das scheint sie nicht zu stören. Ihr Wortschwall hält an. Kunden gesellen sich hinzu und auch vom gegenüberliegenden Balkon wird auf uns eingeredet. Einem der Beteiligten zeige ich die Mail mit dem Namen und der Adresse der Firma die wir suchen auf meinem Smartphone. Er sucht darauf auf seinem im Internet nach der Firma und siehe da, sie ist umgezogen. Er ruft auch gleich da an, gibt uns die neue Adresse und wir nehmen erneut die Suche durch das gleiche Straßengewirr auf. Also freundlich und hilfsbereit sind sie schon die Italiener. Die letzten Meter lassen wir das Womo an einer günstigen Stelle stehen und gehen den Rest mit dem Smartphone als Navi in der Hand zu Fuß. Wir werden fündig, das Paket ist auch da, aber aushändigen will uns die ansonsten freundliche Dame es nicht. Irgendetwas will sie noch, vielleicht eine Abholbescheinigung oder ähnliches. Vor lauter Verzweiflung rufe ich in Brandenburg Domenico an, der die Sache klärt. Wir erhalten unser Paket und auf ähnlich schwierigen Wegen bemühen wir uns Vibo Valentia ein für alle Mal hinter uns zu lassen. Die Einstellung „Autobahnen vermeiden“ löschen wir vorübergehend aus unserem Navi und steuern über wiederum schmale und bergige Straßen die A3 an, die uns bis zur Fähre nach Sizilien führt.

Lange Wartezeiten gibt es hier nicht. Es herrscht reger Fährverkehr und wir sind froh als uns ein Italiener nicht ganz uneigennützig über die Zufahrt zum Fährhafen, den Ticketerwerb und darüber aufklärt, dass ein Ticket hin und zurück günstiger kommt als ein Einzelfahrschein. Das Rückticket ist drei Monate gültig. Diese Info’s sind uns zwei Euro wert. Schnell sind wir auf der Fähre und ebenso zügig sind die 8 km bis Messina überwunden. Sizilien liegt im Dunstschleier der sich erst bei Ankunft lichtet. Auch hier 28°.

Messina, das Tor zu Sizilien verlassen wir in nördlicher Richtung auf ebenso kurven- wie aussichtsreicher Küstenstraße und der Verkehr beruhigt sich, als wir die Stadt hinter uns gelassen haben. k-S2100022Immer an der Küste entlang erreichen wir schließlich Milazzo und das Camp auf der Spitze der Landzunge. Es reicht für heute. Das vom ADAC ausgewiesene Camp verlangt 25€, das daneben nur 14, sodass die Wahl nicht schwer fällt. Wir stehen gut mit Blick auf das Meer und werden morgen früh noch etwas nach vorn rücken um noch bessere Sicht zu genießen. Ein PKW hat den besseren Platz belegt, ist aber nach unserem kurzen Restaurantbesuch ein Stück weiter gefahren. Eigentlich wollten wir im Restaurant etwas essen, waren aber die einzigen Gäste. Die Bedienung saß gelangweilt an einem Tisch und es entwickelte sich folgender Dialog: „It’s open?“ fragt Astrid und bekommt zur Antwort: „eight o’clock“. „One hour?“ frage ich nach, es ist schließlich schon 19 Uhr und bekomme zur Antwort: „Yes, one hour“. Daraus schließen wir messerscharf, dass um 20 Uhr geschlossen wird, deshalb auch keine Aktivitäten mehr in der Küche und auf die Frage ob wir essen und trinken können, kommt zwar ein „Yes“, aber es werden keine Speisekarten gebracht, als wir ein Bier und ein Glas Wein bestellt haben. Auch die Forderung nach einem größeren Glas als dem Wasserglas für mein Bier wird nur zögerlich erfüllt, was uns, trotzdem die Bedienung auf Nachfrage nun doch noch Speisekarten bringt, zum Gehen veranlasst. Astrid ist sauer, bezahlt, ohne Trinkgeld und wir sind weg. Erst im Nachhinein, als wir später Leute zum Restaurant gehen sehen wird uns einiges klar. Während wir angenommen hatten, dass Restaurant schließe um acht, hat es erst ab da geöffnet. Deshalb war die Bedienung auch nicht so richtig über unseren frühen Besuch erfreut. Ja so ist es halt, wenn man sich nur bruchstückhaft verständigen kann. Also büffeln, wenn wir wieder zu Hause sind. Schließlich wollen wir auch noch mit dem Womo nach Großbritannien und in die USA reisen.

Also eins muß ich noch loswerden!! Ich weiß nicht ob es am Alter liegt, aber so ein Chaos drunter und drüber wie in Vibo Valentia, ich bin dafür nicht mehr geschaffen!!! Die Straßen dermaßen eng und zu geparkt,(angelegt für zwei kleine Autos vom Typ Fiat Panda) sodass ich oft aus dem Fenster schauen musste um Egon zu sagen, ob wir mit dem Seitenspiegel nicht schon an den Autos entlang schrammen, dazu dann noch der Rettungswagen mit Blaulicht und Sirene wir mittendrin und wissen nicht wohin! Auf den Bürgersteigen kommt man auch nicht so einfach da sie immer sehr sehr hoch sind. Aber egal, Egon parkte auf der Kreuzung auf dem Bürgersteig und so ließen wir das Auto zurück! Wie die Italiener es machen!!!! Wie Egon schon schrieb waren die Leute sehr bemüht uns zu helfen, je mehr Leute umso heftiger wurde diskutiert und jeder hatte wahrscheinlich eine andere Auffassung!! Ich dann wieder die Kreuzung blockiert, den Verkehr aufgehalten, mich nicht von dem Gehupe stören lassen und schon ging’s weiter.

Jedenfalls haben wir jetzt das Teil und nun wird in Ruhe Sizilien angeschaut!!!! Hoffentlich, wenn uns nicht unser Navi in ganz verwinkelte und kleine Straßen führt. 

Übrigens, an dem Abend bin ich nicht „alt“ geworden, schon um 21.00 Uhr war ich verschwunden (ist eben doch alles zu aufregend gewesen für mich!!!!).

Standort unverändert Catania

02.10.

Ich melde mich wieder zu Wort:

 

Hallo da bin ich wieder,

heute Vormittag hatte ich noch rum gestöhnt wegen der Hitze und bums kam am späten Nachmittag der warme Regen. Ist auch mal schön, denn bei 36 Grad im Womo schmilzt alles.

Wir sitzen nun seit ein paar Tagen rum und warten, dass es mit Egons Auge besser wird. Gestern hatte er ein kleines Tief weil seine Blase im Auge noch nicht weg war. Da heißt es meine kleine Schnalle wieder auf zubauen!! (Ich nenn ihn jetzt Schnalle, da ihm ja im Auge eine Schnalle eingesetzt wurde!!!!) Er ist aber auch zu ungeduldig!!

Also heißt es baden, sonnen und einkaufen gehen. Mit dem Sonnen ist das auch so eine Sache. Wohl dem der eine Markise hat!!!!!! Wir ja eigentlich auch, aber!?!?

Ich glaube, dass war am Montag als wir frisch aus dem Klinikum kamen und Egon gleich umparkte damit wir am Meer stehen konnten. Hingestellt das Auto (wunderbarer Blick), in die Waage gebracht und schon hing ich an der Kurbel! Nein stimmt nicht, erst hatte ich ein großes Messer genommen, damit ich vorsichtig das Paketband von der Markise entfernen konnte. Alles natürlich mit Egons Hilfe, er sollte bloß nicht so ins Licht schauen!!! Ich also gekurbelt, ganz langsam natürlich, und Egon passte auf, dass die Markise  aus der Verankerung nicht rutschte. Was soll ich euch sagen, wie im Trickfilm, mit einem Krach war die doofe 4m lange Markise runter. Das Gestell hing auf halb sieben und der Markisenstoff auf der Erde!!! Ich hätte heulen können vor Wut, bloß gut das uns beiden und insbesondere Egon dabei nichts passiert ist. Nun war guter Rat teuer. Auf uns allein gestellt, nur mit den Blicken von den italienischen Campern verfolgt, packten wir das ganze nicht. Schlussendlich half uns ein Angestellter des Platzes und unter Applaus, welchen ich mir von den nicht Helfenden einholte, brachten wir die Markise wieder halbwegs in das Gehäuse. Das alles bei einer Affenhitze, ich hatte den Kollaps!!!!k-S2120005

Seitdem ist hier Ruhe angesagt, nichts weiter passiert, außer das wir ein paar klitzekleine Ameisen im Womo haben, die wir uns wahrscheinlich vom letzten Campingplatz mit gebracht haben!

Aber auch das werden wir überleben und wie sagt mein Vati immer „das Beste draus machen!“

Gerade höre ich von Weitem  die Sirenen vom Rettungswagen. Da bekomm ich die Panik und denke gleich an Vibo Valentia als hinter uns in der engen Gasse der Rettungswagen hinterher heulte!!!

Hoffentlich werde ich das wieder los!!!

Von mir noch einen sehr herzlichen Dank für die vielen guten Wünsche zu meiner Genesung! Das tut richtig gut.

Cirella und Diamante

10.10.

Zur Anfahrt von gestern wäre noch nachzutragen, dass die Umstellung unseres Navi’s auf „Bus“ rein gar nichts bewirkt hat. Astrid bekam bereits kurz nach dem Start wieder die Krise. Das Navi leitete uns nicht etwa wie den Bus den wir nach Taormina hatten zur Autobahn, sondern querfeldein durch viele enge Straßen.

Heute war also wieder ein Ruhetag und wir haben die Räder genommen und sind knapp 6 km nach Diamante geradelt.20141010_112308(1) Ein kleiner Hafenort, 1638 gegründet und sicher auf einem Felsen gelegen.  Diamante ist berühmt für die in den 80-iger Jahren von zahlreichen Malern geschaffenen Wandmalereien.  1986 wurden sie durch Gedichte ergänzt.  Umgeben ist Diamante von terrassierten Zitronenhainen.

Am Nachmittag wird an dem schönen einsamen Strand gebadet und gesonnt, am Abend gibt es einen Sundowner und später wird gegrillt.

Das wars für heute.