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von Arusha in das Doffa-Camp

25.06.2016 Arusha – Doffa

Wir verlassen das Massai-Camp ohne dass wir in den vergangenen drei Tagen auch nur die Chance hatten, den Kilimanjaro zu sehen. Schade drum, aber nicht zu ändern. Auch bei der Abfahrt ist uns das Vergnügen nicht vergönnt denn es regnet.

Bereits in der Nacht gegen drei Uhr musste ich hinaus, weil es anfing zu regnen, um unseren Wäscheständer unter den überdachten Platz zu stellen.

Der Himmel sieht aus, als sollte es heute auch nicht mehr aufhören mit dem Niederschlag.

Aber erst heißt es sich durch Arusha mit dem dichten Verkehr zu schieben. Fahren kann man das nicht nennen, denn ständig ist „Stopp and Go“, ausweichen, überholen, bremsen und erhöhte Aufmerksamkeit angesagt um die „Long Stripes“ und die „Humbs“ nicht zu übersehen. Nachdem der erste Kreisel passiert ist folgt noch der „Clock-Tower-Kreisel“ und dann geht es halblinks weg Richtung Makuyuni. Wir kommen wieder am „Africafe“ und dem „Cultural Heritage-Center“ vorbei, aber machen keinen erneuten Halt.

Relativ ebene Landschaft schließt sich an und 13 km weiter findet sich rechts das „Sable-Square-Shopping-Center“ mit kleinem Supermarkt. Das Angebot ist begrenzt, aber es herrscht hier kein Trubel. Der Komplex hat Ausmaße, dass noch viele weitere Geschäfte hier Platz hätten. Eigentlich unverständlich genau hier so einen Konsumtempel zu errichten, obwohl die Umgebung relativ dünn besiedelt ist. Wahrscheinlich der Grund dafür, dass hier überwiegend Leerstand herrscht. Aber ein Cafe‘ gibt es, mit gutem Cappuccino und leckeren Teilchen. Wir sind leider noch vom Frühstück satt, aber nehmen uns noch etwas mit.

Auf sehr guter Straße mit wenig Verkehr geht es Richtung Makuyuni. Die Landschaft ist leicht hügelig, der Regen hat aufgehört und wir cruisen so dahin. Wir haben keine Eile, denn es sind heute nur 160 km zu überwinden. Der Boden rechts und links ist von vielen Erdeinbrüchen oder Absenkungen durchzogen. Vermutlich eine Begleiterscheinung des Ostafrikanischen Grabenbruchs „Great Rift Valley“, an dessen Bruchkante wir uns bewegen. Der Grabenbruch ist durch Spaltung der Afrikanischen von der Arabischen Platte während der letzten 35 Mio. Jahre entstanden und zieht sich von Ostafrika nach Südwestasien. Der Boden ist sowohl vulkanisch als auch seismisch aktiv. Diese Verschiebung entwickelt sich weiter und es wird angenommen, dass in einigen weiteren Mio. Jahren sich das östliche Afrika vom Rest des Kontinents abtrennen wird.

k-S2850028k-S2850032In Makuyuni zweigen wir rechts ab Richtung Karatu und die Straße wird wellig und erfordert wegen einiger Löcher wieder mehr Aufmerksamkeit. Der Wandel der Landschaft entgeht uns trotzdem nicht. War es vor dem Abzweig überwiegend eben und der Bewuchs sehr verdorrt, wird es jetzt hügelig und man könnte meinen wir befinden uns in der Toscana. Nur das wir uns hier auf 1.200 m Höhe bewegen. Zahlreiche von Massai betreute Viehherden sind heute an unserem Weg unterwegs. Die Kühe und die Esel sehen gut genährt aus. Auch die Ziegen.k-S2850034

k-S2850033k-S2850030Wir passieren das kleine Dörfchen Mto wa Mbu, was Fluss der Moskitos bedeutet. Hier gibt es reichlich Souvenirläden und Bilder werden angeboten mit immer den gleichen Motiven.

Kurz darauf erklimmen wir die Bruchkante des Grabenbruchs und nach 9 km bietet sich ein Ausblick auf den Lake Manyara.

Leider ist es immer noch trüb und das trübt auch die Aussicht. Wir halten uns deshalb nicht lange auf, aber werden gleich aufgehalten. Polizeikontrolle. Und Astrid meint ich sei schon wieder zu schnell gewesen. Aber der Polizist lobt nur unser Auto und erkundigt sich, ob wir denn Küche, Bad, Dusche und weiteres an Bord haben und woher wir kommen. Dann verabschiedet er uns freundlich und sein hinzugekommener Kollege mit dem typisch afrikanischen Dreifach-Händedruck.

Die weitere sanft-hügelige Landschaft erinnert ein wenig an zu Hause mit den Maisfeldern und den Sonnenblumen.

Wir erreichen das lebhafte Karatu, was sich als Tor zum Ngorongoro-Krater zu einem Touristenort entwickelt hat, mit zahlreichen Lodges und anderen Unterkünften. Von der roten Erde hier liegt eine Patina auf dem gesamten Ort.

Links entdecken wir auf einem großen Platz lebhaftes Markttreiben. Hier handeln die Einheimischen mit allem was zu handeln möglich ist. Second-Hand-Bekleidung ebenso wie Geschirr, Plasteteile, Werkzeug, Schuhe, Obst und Gemüse, Tiere groß und klein und auch plärrende Stereoradios.

Wir machen eine Runde, erstehen noch ein paar Bananen und nehmen dann die letzten 9 km bis zu unserem Camp, dem Doffa-Camp, unter die Räder. Das Camp ist ruhig gelegen, aber etwas uneben. Wir stehen leicht nach vorn geneigt und können dies auch mit unseren Unterlegkeilen nicht vollständig ausgleichen.Aber Strom haben wir, fürs erste. Zwei Mitreisende sind schon wieder am werkeln. Eine verschlissene Bremsscheibe und ein abgerissener Stoßdämpfer sind die heutige Bilanz. Wir haben zum Glück keinen Schaden zu beheben.

Fünf Tage werden die Womo’s hier stehen bleiben, während wir auf Safari mit Allrad-Jeeps in den Ngorongoro-Krater und in die Serengeti gehen werden.

Deshalb verabschieden wir uns wieder einmal bis zu unserer Rückkehr, denn auch dahin nehme ich den Laptop nicht mit. Und ob dort Internet verfügbar ist, ist auch ungewiss. Aber wir liefern alles nach mit hoffentlich auch schönen Bildern bei schönem Wetter.

Bleibt schön neugierig.