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Sossusvlei

11.08. unterwegs nach Sossusvlei

Nach dem gestrigen Ruhetag sind wir bereit für neue Taten. Und die heutige Strecke beträgt nur 90 km. Aber obwohl wir relativ früh starten, sind wir dennoch nicht schnell am Ziel. Wieder erwartet uns eine rauhe Fahrbahn. Auf einigen Abschnitten kommen wir ganz gut voran, aber dann heißt es wieder runter vom Gas bevor es zu sehr schüttelt. Zufällig sind wir in einer Dreiergruppe unterwegs, was sich für uns als Glücksfall erweist. Ich mache die Spur und gerate mit beiden Vorderrädern in tiefgründigen Sand. Wir werden sofort stark abgebremst und stehen. Es geht weder vor noch zurück und bevor sich die Räder weiter eingraben gebe ich auf. Bis zur Felge stecken wir im Sand. Astrid versucht mit den anderen mich zunächst erfolglos aus dem Sand zu schieben.k-20160811_085022 Dann ist aber Christoph sofort zur Stelle und zieht uns mit seinem Bergegurt aus dem Dilemma heraus. So sparen wir uns die Mühe das Womo freischaufeln zu müssen und Experimente mit unseren Sandplatten.

Gegen Mittag kommen wir in Sesriem an, fahren aber gleich zur Rezeption des Sossusvlei, essen eine Kleinigkeit im Restaurant und holen uns unser Permit für den Sossusvlei-Park.k-20160811_110900

Der Sossusvlei ist eine große Lehmsenke die von Dünen umrahmt wird. Mit bis zu 300m gibt es hier die größten Dünen der Welt. Das Gebiet liegt im Namib-Naukluft-NP und deshalb ist hier ein Permit fällig. 60 km lang führt eine Asphaltstraße hinein. Weitere 5 km zum eigentlichen Sossusvlei kommt man nur mit Allradfahrzeugen. Da wir in der Mittagshitze bei 34° hier sind, nehmen wir uns zunächst den Sesriem-Canyon vor, der gleich hinter dem Eingang liegt. Hier hat der Tsauchab-Fluss sich bis zu 50m tief in das schieferartige Gestein hinein gegraben. Von dieser Tiefe stamm auch der Name Sesriem. Sechs zusammen geknotete Ochsenriemen brauchte man um aus der Tiefe Wasser hinauf zu holen.

Jetzt ist kein Wasser darin zu finden, aber schöne Eindrücke von den Felsen nehmen wir mit, obwohl sie aussehen, als ob Geröll mit Mörtel zusammen gepappt worden ist.

Nach dem an manchen Stellen beschwerlichen Fußmarsch durch den Canyon wollen wir nun zum Ende der Asphaltstraße und parken hier unter Kameldornbäumen.

Einen Espresso nehmen wir noch nach den Strapazen und wollen uns dann ein Shuttle nehmen, was uns die letzten 5 km bringen soll. Aber große Enttäuschung. Es ist 14.50 Uhr und wir erfahren, dass es kein Hineinkommen mehr gibt. 20 Minuten brauchen die Allradfahrzeuge für jeweils eine Strecke und ab 15.30 Uhr wird nicht mehr gefahren. Na toll. Unverrichteter Dinge ziehen wir ab, aber machen noch einen Stopp an der Düne 45. Sie heißt so, weil sie 45 km hinter dem Gate liegt. Sie ist 170 m hoch und liegt nahe bei der Straße. Wie andere auch, versuche ich sie zu erklimmen. Oben weht ein starker Wind und der Sand ist wie Sandpapier auf der Haut. Der Aufstieg ist ziemlich anstrengend und ich bleibe mehrfach stehen. Ich habe Sorge meine Brille durch den Wind zu verlieren und mache mich dann bald an den Abstieg.

Die 45 km zurück bis zum Gate sind dann bald absolviert und wir fahren zu unserem Stellplatz hinter der Tankstelle.