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Blyde River Canyon

17.05.2016 Blyde River Canyon

Wir verlassen den schönen Campingplatz und nehmen die R532 in Richtung Graskop. Heute fahren wir auf einer Panorama-Route mit zahlreichen Wasserfällen und Aussichtspunkten.

Bei den Mac-Mac-Falls legen wir einen Zwischenstopp ein und wandern zum Wasserfall. Eigentlich sind es Zwillingswasserfälle die hier 56m tief in eine bewaldete Schlucht stürzen. Der linke der beiden Fälle sieht etwas zurückgeblieben aus.k-20160517_084311

20 Rd müssen wir hier für den Zugang bezahlen. Und wie immer an solchen Plätzen haben sich Händler postiert die Skulpturen aus Stein und Schnitzarbeiten sowie Schmuck, und Tücher anbieten. Wir waren offensichtlich die Ersten heute hier. Der Platzwart war noch gar nicht auf seinem Posten als wir ankamen. Nach dem Rückweg kann Astrid dann doch nicht widerstehen. Ein bunter Holzvogel muss mit. 130 Rd soll er kosten. Astrid handelt auf 120 runter. Als sie auf 100 will,lege ich Protest ein. Der Händler, der diese Tiere auch selbst am Ort hier herstellt soll auch noch etwas verdienen. In diesem Zusammenhang fällt uns auf, dass wir eigentlich noch nicht wissen, ob handeln hier, wie in Nordafrika und den arabischen Staaten, üblich ist. Werden wir uns mal erkundigen.

Als sich die Straße teilt biegen wir nach links ab. Pilgrim’s Rest ist unser nächstes Ziel über eine sehr kurvenreiche, schmale und bis auf 1650 m ansteigende Strecke. Der Ort ist ein touristischer Anziehungspunkt und ein National-Denkmal. Hier wurde in den 70-iger Jahren des 19.Jh. Gold gefunden. Der Ort hat noch historischen Charakter bewahrt, wenngleich vieles auf den Tourismus ausgerichtet ist.

Auch hier waren wir 2007 und als wir damals in den Ort einfuhren, wollten die Einheimischen gleich unser Auto waschen, was wir damals ablehnten. Heute stellen wir unser Womo ab und im weggehen nehmen wir noch war, dass sich einige junge Burschen an unserem Auto zu schaffen machen, ungefragt waschen sie unser Womo, was die Wäsche auch dringend nötig hat, aber die rote Patina wollten wir eigentlich behalten. Soviel Eigenmächtigkeit wird auch nur mit 20 Rd belohnt. Der junge Mann wollte 150. Ich mache ihm klar, dass wir die Wäsche nicht bestellt haben und er deshalb damit zufrieden sein muss. Etwas missvergnügt trollt er sich davon.

Wir befinden uns in der Unterstadt und man spürt, dass hier keine Saison mehr ist. Aber wir finden wieder einen kleinen Laden mit Kaffee und nehmen endlich ein Frühstück. Astrid schaut sich im Laden um und ihr passiert ein Missgeschick. Sie nimmt eine Teekanne, der Deckel fällt ab und zwei Keramik-Kaffeetöpfe gehen zu Bruch. Für den halben Preis ersetzen wir den Schaden und nehmen die Töpfe mit.k-S2550007k-S2550010

In der Oberstadt, über die wir dann den Ort verlassen, ist etwas mehr los, aber wir halten nicht mehr an.

Wir nehmen die gleiche Straße zurück, durchqueren Graskop und schwenken dann auf eine Umfahrung ab. Die nächsten Stationen sind hier „The Pinnacle“, „God’s Window“ und Wonder View. Letztere schenken wir uns, da sie nicht einmal im Reiseführer beschrieben ist, aber bei „The Pinnacle“ handelt es sich um eine Granitsäule die aus einer bewaldeten Schlucht herausragt und „God’s Window“ bietet einen Blick in das 1000 m tiefer liegende Lowveld. Zwischendrin bieten sich auch ein paar Vögel und Pflanzen als Motive an.

Pinnacle
Pinnacle
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God’s Window

k-S2550026k-S2550048k-S2550039k-S2550024Nach 20 km treffen wir wieder auf die Ausgangsstraße. Die Lisbon Falls und die Berlin Falls, weitere Wasserfälle, lassen wir aus. Letzteren kennen wir schon. Aber bei den „Bourke’s Luck Potholes“ halten wir. Hier am Zusammenfluss von Blyde River und dem Treur River befindet sich eine interessante geologische Erscheinung. Vor Jahrmillionen haben die Flüsse tiefe Schluchten in das Gestein gegraben und das mitgeführte Geröll hat Strudelkessel, Potholes, aus dem Gestein gewaschen. Ein sehr schöner Rundgang macht diese Vorgänge sehr sichtbar.

k-20160517_131130Affen toben sich inzwischen an den Wohnmobilen aus.k-S2550031k-S2550033

Aus den weiteren Highlights an der restlichen Strecke suchen wir uns noch den Blyde River Canyon aus, einer der landschaftlichen Höhepunkte in Südafrika, an dem wir, ich trau es mich kaum noch zu erwähnen, auch schon waren. Die Zugangswege sind jetzt allerdings anders angelegt und ich suche zunächst den durch den Damm gebildeten See. Aber der Blick auf die Drie Rondavels, drei freistehende Felsen mit grünen Kappen die den afrikanischen Rundhütten ähneln, ist gigantisch.

An der ungesicherten Felskante entlang bewegen wir uns weiter und finden dann, unerlaubterweise, auf diesem Weg den alten Standort mit Blick auf die Berge und den See. Ein herrliches Panorama.k-S2550056

Nur noch 5,5 km trennen uns vom großzügig angelegten Camp „Forever Resort“ unweit des Blyde Canyon, Der Platz bietet zwar nur eine begrenzte Zahl von Womo-Stellplätzen, aber jede Menge Chalet’s. Und an jeder Unterkunft und an den Stellplätzen befinden sich Grillplätze die hier sogar extra beleuchtet sind.

Wir fahren aber erst einmal bis an das Ende des Platzes. Hier bietet sich noch einmal aus anderer Perspektive ein Blick zum Canyon. Wir sind dann wieder die Letzten auf dem Platz. Und obwohl wir nicht alle Highlights mitgenommen haben, hängt bei vielen anderen schon die Wäsche auf der Leine. Die haben auf jeden Fall heute einiges verpasst.