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vom Blyde River Canyon durch den Krüger-Nationalpark

18.-22.05.2016 vom Blyde River Canyon durch den Krüger Nationalpark

Wir sind immer noch auf Tour und immer noch guter Dinge und gesund.

Allerdings gibt es hier mit dem Internet immer einmal Probleme. Das Netz ist schwach und der Ladevorgang der Dateien auf den Blog dauert ewig oder bricht ganz ab. Verschweigen will ich aber auch nicht, dass wir hin und wieder auch anderen Freizeitbeschäftigungen am Abend nachgehen.

Aber heute legen wir einen Ruhetag ein. Und ich will versuchen die letzten Tage kurz zusammen zu fassen:

Am 18.05. haben wir das idyllisch gelegene Camp am Blyde River Canyon verlassen und sind über den Abel-Erasmus-Pass aus den Bergen heraus in das „Valley of Olifants“ gefahren. Hier wird die Landschaft eintöniger und trockener.k-s2560001

Wir passieren später endlos weite, bewässerte Plantagen auf denen Zitrusfrüchte angebaut werden und schwenken dann rechts ab über Mica und Gravelotte. Es gäbe auch einen direkten Weg nach Tzaneen, aber der ist schwieriger befahrbar.k-s2560002k-s2560005 An der Kreuzung nach Mica steht ein junger Schwarzafrikaner und würde gern mitgenommen werden. Wir halten an, lassen ihn einsteigen und fragen ihn nach seinem Weg. Er will zum Krüger-NP. Ich bitte Astrid ihm nicht zu verraten, dass wir auch dahin wollen. Ich befürchte wir haben ihn sonst die gesamten restlichen Kilometer mit an Bord. In Mica lassen wir ihn dann zurück und er bedankt sich mit vielen Hinweisen zu unserer weiteren Fahrt. Er hat zwar unser Roadbook gesehen, aber sein Ziel im Krüger-NP liegt offensichtlich nicht so weit im Norden wie unseres.

Unser nächstes Ziel ist Giyani. Wir passieren auf dem Weg dahin zahlreiche private Wildschutzgebiete und kurz vor Tzaneen überqueren wir den Wendekreis des Steinbocks. In Giyani geht es ziemlich chaotisch zu, völlig anders als in den bisherigen größeren Städten. Auch die Einkaufsmöglichkeiten bieten ein weniger aufgeräumtes Bild. Hier ist es ursprünglicher und nicht so clean wie anderswo. Da hier die letzte Möglichkeit zum Auftanken, Geld holen und Einkaufen ist bevor wir den Krüger-NP erreichen, drehen auch wir hier noch unsere Runden.

k-s2560007Nach weiteren 90 km nordwärts erreichen wir das nördlichste Gate des Küger-NP, das Punda Maria Gate. Hier müssen wir uns anmelden und erhalten einen Gate-Pass, den wir hier und bei allen anderen Camps hier im Park beim Check-Inn und bei der Ausfahrt vorlegen müssen. Die Eintrittsgebühren sind wiederum mit der Wildcard abgedeckt.k-20160518_143723

Nur noch 9 km trennen uns vom nördlichsten Camp des Krüger-NP, dem Punda Maria Camp und auf dem Weg bis dahin sehen wir bereits die ersten Tiere.k-s2560017k-s2560014k-s2560008

Im Krüger-NP gelten eine Reihe von Regeln die zu befolgen sind. So dürfen die Fahrzeuge nur in den Camps bzw. an extra ausgewiesenen Stellen verlassen werden. Dies gilt auch bei Pannen. Dann muss man ggf. warten bis Ranger oder andere Besucher vorbeikommen und Hilfe organisieren. Es gibt geteerte Straßen auf denen 50 km/h erlaubt sind; auf den unbefestigten Straßen nur 40 km/h. Allerdings wollen wir hier Tiere beobachten und fahren deutlich langsamer. Auf den unbefestigten Straßen erlauben weite Streckenabschnitte uns auch nur maximal 10 km/h denn die Waschbrettpisten rütteln unser Womo gehörig durcheinander. Nur am Abend ist es uns passiert, dass wir das Tempolimit ausschöpfen müssen, denn um 17.30 Uhr schließen die Camps und man verschätzt sich leicht. Zweimal kommen wir ganz knapp noch an und sind natürlich wieder die Letzten unserer Gruppe.

k-s2560018Aufpassen muss man auf die Affen auf den Camps. Sie sind sehr dreist und klauen was das Zeug hält. Gerade eben hatte mich Astrid zur Hilfe beim Betten beziehen gerufen, da saß schon einer auf meinem Laptop. Er wollte wohl Korrektur lesen.

Nach Punda Maria besuchen wir am nächsten Tag Tzendze, ein kleines Naturcamp auf dem wir ohne Strom auskommen müssen, was kein Problem darstellt. Danach als Kontrastprogramm Skukuza, ein riesiges Camp, auf dem wir schon 2007 übernachtet hatten, allerdings in einer komfortablen Rundhütte. Leider ist das Restaurant in einem alten Bahnhof und in den Waggons nicht geöffnet. Baustelle. Das andere Restaurant ist zwar nicht so urig, aber wir essen dennoch sehr gut hier.

Von Skukuza aus sind wir nun gestern hier in Berg-En-Dal, unserem letzten Camp gelandet. Die heute sich bietende Möglichkeit für eine weitere Erkundungstour haben wir, wie alle anderen unserer Gruppe, verstreichen lassen und mal Ordnung im Womo geschaffen, diverse Klapperstellen im Womo beseitigt, Wäsche gewaschen und der persönlichen Hygiene besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Auch ein wenig Ruhe tut gut. 12 Stunden am Tag in die Landschaft starren um nur kein Tier zu verpassen sind auch ganz schön anstrengend.

Wir haben viel gesehen im Park bis heute. Unterschiedlichstes Gelände, von bergig und felsig, bis zum Flachland und trockener Steppe war alles vertreten. Viele Flussläufe, zahlreiche davon ausgetrocknet und wir waren erstaunt, wie hoch das Wasser hier 2013 gestiegen ist, wie wir an der Markierung ablesen konnten.

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Zweimal haben wir an Picknickplätzen unser Frühstück auf einem Braaii-Scottel bereitet, den man hier mieten kann. Macht richtig Spaß.k-20160519_094023

Natürlich sind auch Tiere und Pflanzen nicht zu kurz gekommen und wir sind bisweilen ganz schön durchgerüttelt worden bei dem Zustand einiger Wege hier.

Am Abend findet noch eine mehrstündige Safari statt. Auch dabei gibt es einige Tiere zu entdecken.k-s2600001k-s2600002k-s2600003

Morgen werden wir den Krüger-NP verlassen und die Zeit des Urlaubs beenden. Mit dem Grenzübergang nach Mosambik beginnt dann das Abenteuer.