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Kaş am Mittelmeer

09.10.
Es geht ans Mittelmeer. Insgesamt 300 km sind heute zu absolvieren. Wir verlassen Pamukkale Richtung Denizli, eine relativ große Stadt, und folgen der E 87 Richtung Söğüt. Es geht über landschaftlich schöne Strecken und auf gut ausgebauten Straßen voran. Bis auf 1400 m Höhe gelangen wir. Was wir immer wieder erstaunt zur Kenntnis nehmen ist die große Anzahl von Straßenbaustellen, wie in der Türkei überhaupt viel gebaut wird. In Söğüt schwenken wir nach Südwesten. Unser erstes Ziel heute heißt Xanthos, eine weitere Ausgrabungsstelle und ein weiteres Weltkulturerbe. Zuvor erblicken wir am Straßenrand zwei Womo’s aus unserer Gruppe. Eines hat eine Warnweste über dem Außenspiegel hängen, vereinbartes Erkennungszeichen für eine Panne. Rolf aus der Schweiz mit seinem kleinen Fahrzeug ist betroffen. Wir halten an und fragen nach. Der Motor tut’s nicht mehr. Über den schweizerischen ADAC organisiert er bereits einen Abschleppdienst. Wir können deshalb weiter fahren. Auch die anderen Schweizer, die vor uns schon angehalten hatten folgen uns. Wenige Meter weiter steht links ein Fahrzeug der Gendarmerie und man bedeutet uns zu stoppen, was wir auch tun. Dem Fahrzeug entsteigt neben den Gendarmen auch Jürgen, der mit den Gendarmen unterwegs war um für Rolf Hilfe zu organisieren. Hier zeigt sich jedenfalls der Vorteil der Gruppenfahrt. Später stellt sich allerdings heraus, dass ein kapitaler Motorschaden vorliegt und Rolf leider die Reise nicht fortsetzen kann.
Nach sechs Kilometer erreichen wir um 12.30 Xanthos. Da die Führung erst für 14.00 vorgesehen ist und die Anlage für uns nicht so spektakulär scheint, nachdem, was wir bisher schon gesehen haben, erkunden wir das Gelände selbstständig und setzen danach unsere Fahrt auf traumhafter Küstenstraße bis nach Kaş, unserem heutigen Ziel fort.

Vorbei an einem schönen Hafen finden wir schnell unseren Platz, der direkt am Mittelmeer liegt. Kaum das Fahrzeug gesichert nehmen wir ein Bad und lassen den Abend auf uns zukommen.

Eigentlich wollten wir zunächst im Restaurant am Platz essen. Da wir aber bereits beim beabsichtigten Kaffee trinken am Nachmittag vergebens auf die Bedienung gewartet haben, sollte es nach dem Briefing Nudeln geben. Aber dann kamen die Mädels mit dem Vorschlag,  im Ort am Hafen Essen zu gehen.  Den haben wir dann angenommen und fanden uns plötzlich mit drei Schweizer Paaren am Tisch. Es wurde daher Schweizerdeutsch gesprochen.  Nicht so einfach für uns. Bei sehr mildem Wetter konnten wir draußen sitzen und unser Menü genießen. Fisch für zwei,  mit Vor- und Nachspeise.  Sehr lecker. Zurück am Platz, war bereits alles ruhig und von Renate und Jamal nahmen wir noch die erfreuliche Botschaft entgegen,  dass für Rolf bzw.  sein Auto noch Hoffnung besteht.