über Genua in die pure Natur

25.05.2017

Der Morgen erwartet uns in der immer noch herrschenden Unklarheit, ob wir wohl hier noch einen weiteren Tag ausharren und uns ausruhen werden, oder weiter fahren und wenn ja, dann wohin. Nach dem Frühstück reift dann doch der Entschluss zum Aufbruch und wir verlassen Levanto in Richtung Landesinnere um nach wenigen Kilometern auf die Autobahn Richtung Genua zu fahren. Erstens kennen wir einige der an der Küste folgenden Orte bereits und zum anderen wäre die Tour Richtung Genua ohne Autobahn über vier Stunden lang. In Voltri, einem westlichen Vorort von Genua verlassen wir schließlich die Autobahn und nach wenigen Kilometern kommt mir dieser Weg sehr bekannt vor. Das ist die Straße die wir genommen hatten, als wir 2012 vom Campingplatz, den wir auch noch passieren, mit der Gruppe zur Morokko-Tour aufgebrochen und in Genua auf die Fähre gefahren sind.

Einen Snack in der Strandbar in Celle Ligure und danach steuern wir einen Stellplatz an der ziemlich außerhalb liegt und lediglich ein Parkplatz, allerdings mit Entsorgungsmöglichkeit, ist. Zum Übernachten gut, aber nicht wenn es erst früher Nachmittag ist. Deshalb suchen und finden wir einen Campingplatz nach kurvenreicher schöner Anfahrt durch zahlreiche kleine Ortschaften. Ohne jeglichen Hinweis auf den Platz an der Straße und den Weggabelungen, führt uns das Navi die letzten fünf Kilometer auf einem schmalen Weg durch üppiges Grün, der kein Überholen oder Ausweichen zulässt. Die eigentliche Wegbeschreibung zum Platz, erfahren wir später, wäre vom nächsten Ort aus gewesen. Wir landen mitten im Nichts, außer schöner Natur und einem herrlich und großzügig angelegten Platz. Sogar Teich, Schwimmbad und Bar sind vorhanden neben aller sonst in hervorragendem Zustand befindlicher Ausstattung.

Wir werden von der holländischen Betreiberin ausgesprochen nett und mit einem Begrüßungstrunk auf Kosten des Hauses empfangen. Morgen Abend ist Pizza aus dem Holzbackofen im Angebot, erfahren wir, und wir melden uns gleich an.

Da habt ihr also gedacht, das war es jetzt mit den Reiseberichten, aber wir sind ja noch nicht zu Hause!!!!

Ein lang gehegter Traum von mir war, an der Cinque Terre mal entlang zuwandern. Ich hatte mir das leicht und locker vorgestellt, aber der tolle Weg an der Steilküste entlang gesperrt und den anderen Weg mit seinen geschätzten 1000den steilen Stufen mit hunderten Touri’s zu erklimmen, vergesst es!!! So wie auf den Postkarten abgebildet sahen die Dörfer auch nicht mehr aus. Im Laufe der Zeit scheint die Farbe auch abhanden gekommen sein.Wohnen möchte ich da nicht, bei den vielen Touristen !! Es sieht zwar ganz toll aus wie die einzelnen Dörfer an den Hängen kleben, aber alle nicht für Womos erreichbar. Überhaupt hat man als Womoführer so seine liebe Not, sei es beim finden eines Parkplatzes oder beim entlang fahren eines sehr sehr schmalen Weges.( wie der Weg hierher, hinter uns eine Autoschlange, keiner konnte überholen, alle waren bestimmt erleichtert das kein Auto von vorne kam, wir auch !!) So ein kleiner Smart wär hier genau das richtige!!

Jetzt stehen wir aber auf einem super tollen Platz mitten im Nirgendwo, genießen die Sonne, erledigen Sachen und sind gespannt was uns in den nächsten Tagen erwartet.