über Porto Torres nach Alghero

20.04.2017

Weiter geht es auf der schönen Küstenstraße. In dem kleinen Dorf Paduledda nehmen wir die Stichstraße zur Küste und gelangen nach 4 km zur Isola Rossa, benannt nach der vorgelagerten roten Insel. Auch hier gibt es eine neue Marina.

Zurück auf der Hauptstraße wenden wir uns jetzt Castelsardo zu und finden eine malerische auf einem Felsvorsprung befindliche Altstadt.

Wir haben aber anderes vor. Wir suchen einen Fels der wie ein Elefant aussehen soll. Die Womoführer-Beschreibung ist etwas unpräzise und wir kurven eine Weile umher. Dies führt allerdings dazu, dass wir in Sedini, ein originelles Felsenhaus „San Rocca“ entdecken. Den Elefantenfels finden wir dann auch noch.

Nächstes Ziel, Porto Torres. Von den Römern gegründet ist die Stadt heute von etwa 21.000 Einwohnern bewohnt. Wir parken am Hafen und machen einen Spaziergang in die Stadt. In der Basilika San Gavino aus dem 11.Jh., der größten romanische Kirche Sardiniens, beginnt gerade eine Totenmesse. Hunderte von Besuchern sind hier anwesend. Heiraten und sterben sind in Italien ein teures Unternehmen.

Wir schneiden nun die nordwestliche Inselspitze ab und fahren vom Norden her Richtung Alghero. Unterwegs passieren wir das mit 650 ha größte Weingut Sardiniens „Sella & Mosca“. Gleich daneben besuche ich noch die steinzeitliche Gräberstätte „Anghelu Ruju“ die etwa aus der Zeit 3300 v.Chr. stammt. Insgesamt 38 verzweigte Felsgräber sind hier freigelegt worden. Wahrscheinlich befand sich darüber der ehemalige Ort, von dem allerdings nichts erhalten ist.

Alghero wurde von den Genuesern gegründet, geriet später unter spanische Herrschaft. So nennen die Sarden sie noch heute „spanische Stadt“. Am Hafen entlang erstreckt sich eine Stadtmauer mit ihren Bollwerken auf denen nachgebaute Verteidigungsanlagen stehen.

In Alghero suchen wir den angegebenen Campingplatz. Wir finden ihn, aber leider ist er noch geschlossen. Ein weiterer Stellplatz in der Stadt existiert nicht mehr. Schließlich stellen wir uns auf den großen Parkplatz am Hafen und übernachten hier ungestört, nachdem wir noch einen Spaziergang durch die Altstadt unternommen haben. Viel Trubel herrscht hier. Vermutlich wird Schulabschluss gefeiert, denn viele Jugendliche sind unterwegs und auf den Straßen liegen bunte Bänder.

Zahlreiche Geschäfte sind hier mit rosa Behältnissen, die mit Blumen bepflanzt sind, geschmückt und überall finden wir ebenfalls in rosa gestrichene Fahrradteile und Felgen an den Wänden. Aufklärung liefern Wimpel an den Laternen. Hier wird am 5.Mai der 100. Giri d’Italia gestartet. 3 Etappen werden auf Sardinien ausgetragen. Das werden wir uns nicht entgehen lassen.

Ein Gedanke zu „über Porto Torres nach Alghero“

  1. Hallo ihr beiden.wieder alles toll.wir grüssen euch aus Dänemark. Wettet ist immer wechselnt aber mehr Sonne.Wir bleiben am Ball . Lg von allen hier.

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