über Varna zum Sonnenstrand

17.09. Ab Šabla begeben wir uns wieder auf Abwege und folgen nicht weiter der E87 sondern wenden uns der Küste zu. Wir entdecken den ältesten bulgarischen Leuchtturm an der Schwarzmeerküste von 1857 und eine malerische Bucht mit einem schönen neuen Restaurant. Hier ist ein Cappuccino fällig vor der wunderschönen Aussicht. Die Kalksteinklippen mit der ewigen Flamme für all jene die hier abgestürzt sind finden wir leider nicht. Es fehlt jeglicher Hinweis.

Wir nähern uns Varna und gehen auch hier auf Abwege. Wir verlassen Varna auf der Autobahn nach Westen statt nach Süden. Wir wollen uns in 18 km Entfernung noch den Steinernen Wald ansehen über dessen Entstehung unterschiedliche Theorien existieren. Es handelt sich um unregelmäßige Steinsäulen auf einer Fläche die sich in 800m Länge hinzieht. Gewiss ist, dass sie natürlichen Ursprungs sind.

Um zu unserem heutigen Ziel zu gelangen nehmen wir zunächst die 2 die parallel zur Autobahn Richtung Varna führt. Hier treffen wir zahlreiche junge Mädchen und Frauen, die an der Straße dem ältesten Gewerbe der Welt nach gehen. Das Geschäft muss sich aber wohl nur in der Hauptsaison lohnen. Viel „Verkehr“ ist hier nicht. Wir streifen Varna an der südwestlichen Seite und sind schockiert. Im Unterschied zu den modernen Bauten im Zentrum finden wir hier übelste Behausungen, die uns an die Townships in Südafrika erinnern. Es wird schon dunkel als wir als Letzte am Platz ankommen. Astrid hat immer noch Zahnprobleme. Wir werden morgen einen Zahnarzt aufsuchen müssen. 18.09. Busausflug nach Nessebar. Mit unserer heutigen Stadtführerin hat unsere Reiseleiterin bereits den Zahnarztbesuch verabredet. Nach der Stadtführung ist der Besuch vorgesehen. Zunächst halten wir nach geruhsamer Fahrt, wir glauben der Fahrer ist noch nie Bus gefahren, an einem Aussichtspunkt an, von dem aus man einen Blick auf Nessebar, der historischen Stadt auf einer Halbinsel, werfen kann.

Die Halbinsel ist relativ übersichtlich. 300m lang und 150m breit, und eigentlich bestehend nur aus Kirchen, 44 gab es mal hier, und Restaurants. Und viele, viele Touristen. Im Juli und August wird man hier nicht treten können. Einige der Kirchen betrachten wir von außen, die Stefanskirche auch von innen. Dora unsere Führerin ist sehr sachkundig und erläutert jedes Detail.

Nach der Führung genießen die Anderen die persönliche Freiheit und die Gelegenheit zum Mittagessen, während wir uns mit Dora auf den Weg zum Zahnarzt machen. Sie hat einen Fahrer angeheuert der uns zur Klinik bringt. Bei der zweiten Zahnärztin kommt Astrid zum Zuge, die Erste arbeitet nicht mit der Krankenkasse zusammen, und wird behandelt. Es ist alles sehr ungewohnt primitiv, die Behandlung ohne Betäubung, kein Wasser zum spülen, aber hoffentlich erfolgreich. Der Bus holt uns nahe der Klinik ab. Am Abend folgen wir noch einer Einladung anlässlich eines 42. Hochzeitstages und Astrid isst auch schon wieder. Es besteht also Hoffnung, dass die Behandlung, wenn auch provisorisch, so erfolgreich war, dass wir unsere Tour bis in die Türkei fortsetzen können.