über Xai-Xai nach Maxixe

26.05.2016 über Xai-Xai nach Maxixe

Erstaunlich wie gut der Campingplatz den wir heute verlassen für mosambikanische Verhältnisse ausgestattet ist. Zum Platz gehört auch noch eine Schreinerei, die wir vor der Abreise besichtigen. Schöne Holzmöbel werden hier angefertigt. Alles Hartholz und ziemlich schwer. Nichts zum Mitnehmen.

Wir fahren weiter durch die Schwemmlandebene des Limpopo-Flusses der von Südafrika kommend sich hier den Weg bahnt bis in den Ozean. Die große Brücke, die einige gestern schon überquert hatten ist der Eingang zum Städtchen Xai-Xai, in dem viel Trubel herrscht.k-20160526_132206 Einer unserer Mitreisenden hatte übrigens gut erkannt, dass die Bevölkerung in Mosambik sichtbar einer anderen Volksgruppe angehört. Waren die Proportionen der Südafrikanerinnen eher „stark ausgeprägt“, sind die Frauen hier wesentlich schlanker. Bei den Männern ist uns kein nennenswerter Unterschied aufgefallen.

Wir sind auf der Suche nach einem Mobilfunkshop um endlich wieder online zu sein. Meine vodacom-Karte entsorge ich. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, das technische Problem noch gelöst zu bekommen. Wir werden bei MOVITEL fündig, kaufen eine neue Karte und ab jetzt funktioniert wieder Internet und auch Telefon.Wir tanken noch für 38 Medical pro Liter, etwa 62 Cent.

Wir bewegen uns nun parallel zum Indischen Ozean vorwärts und durchqueren zahlreiche kleine Dörfer. Die Straßen sind gesäumt von Mango- und Cashew-Bäumen und zunehmend von Kokospalmen. Mehr als zwei Millionen davon stehen in diesem Küstenabschnitt. Zwischen den Bäumen sind immer wieder kleine Behausungen und Höfe zu erkennen. Typische Rundhütten darunter.

Für einen Kaffee machen wir noch Halt an der Strecke. Wir trinken schwarzen und guten Kaffee. Mit unserem Wunsch nach Cappuccino konnten sie hier nichts anfangen. Auf der Terrasse stehen Tische mit Spielbrettern und ein Billardtisch. Als Spielfiguren dienen Kronenkorken. Der Tresen ist wie so häufig mit einem Gitter gesichert. So kommt niemand an die Kasse und die vielen Flaschen heran.

An der gesamten Strecke heute fällt uns besonders auf wie viele Kinder und Jugendliche hier unterwegs sind. Die meisten in Schuluniformen. Deren Farben wechseln von Ort zu Ort und vermutlich auch je nach Schulstufe. Überhaupt hat Mosambik eine junge Bevölkerung. 56% sind jünger als 20 Jahre und nur 10,4% älter als 50. Mosambik ist zwar spärlich besiedelt, aber bei durchschnittlich 5,5 Kindern pro Frau kann es hier zu einem enormen Bevölkerungswachstum kommen, mit düsterer Perspektive.

In Maxixe ist es nicht mehr weit bis zu unserem Camp direkt am Wasser. Gleich nebenan gibt’s einen Bootsanleger für die Fähren nach Inhambane, der Verwaltungshauptstadt der gleichnamigen Provinz. Morgen früh wollen wir einen Abstecher dahin machen. 30 min braucht die Fähre über die schmale Lagune.

3 Gedanken zu „über Xai-Xai nach Maxixe“

  1. Hallo ihr beiden.Nach dem stressigen Wochenende bin ich wieder dabei.Und ob ihrs glaubt oder nicht,meine Kollegen fragen schon immer ob es neue Bilder gibt.
    Bis auf die privaten wollen sie sie immer sehen.Kleiner krei hinter mir und dann geht’s los!!
    Also weiter so.

  2. was meinst du mit düsterer Perspektive basierend auf der Aussage der 5,5 Kinder pro Frau/Familie…
    habe ich also auch eine düstere Perspektive 😉
    Mutti schaut frisch aus und glücklich…
    Viel Spaß weiterhin. Gruss, Mario.

    1. Ja bei 70 % Arbeitslosigkeit gibt es für die Kinder leider nicht wirklich eine sinnvolle Zukunft, zumal die meisten nicht über den Besuch der 7. Klasse in der Schule hinauskommen.

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