unterwegs nach Livorno

16.04.2017

Gut und lange geschlafen. Nur die Italiener neben uns machen störende Geräusche. Es hört sich an, als würden permanent alle Schränke aus und anschließend wieder eingeräumt. Aber die Sonne begrüßt uns. Im Womo ist es noch etwas kühl und ich mache die Heizung an damit mein Schatz zu Ostern nicht am Frühstückstisch frieren muss.

Gegen 11 Uhr verlassen wir den Platz nachdem alle üblichen erforderlichen Arbeiten erledigt sind. In Google-Maps stellen wir für unsere heutige Übergangsroute nach Livorno, wo wir morgen Früh nach Sardinien einschiffen werden, auf „Autobahnen vermeiden“. Für die 156 km werden uns 3,5 Stunden Fahrtzeit angezeigt. Das heißt, entweder zahlreiche Ortsdurchfahrten mit den üblichen unzähligen Kreisverkehren wie gestern, oder aber, und das wird sich als zutreffend erweisen, kleine und schmale Straßen durch bergiges Gelände. Es ist eine fantastische kurvenreiche Tour auf der SS12, viel Natur und Ausblicke auf noch schneebedeckte Berge. Diese Route mussten wir selbstverständlich für ein Picknick unterbrechen.

Sehr sehenswert auch die Ponte della Maddalena, oder auch Ponte Diavolo (Teufelsbrücke) genannt. Die Steinbrücke aus dem 14. Jahrhundert überquert bei Borgo a Mozzano den Fluss Serchio.

Vorher hatten wir die Provinz Emilia Romana verlassen und befinden uns nun in der Toscana. Nachdem wir die Bergwelt hinter uns gelassen haben steuern wir auf Lucca zu, was wir noch aus unserem ersten Italienurlaub Anfang der neunziger Jahre kennen und steuern dann an Pisa vorbei auf Livorno zu. Zunächst kurven wir etwas ziellos in Livorno umher. Für den Hafen ist es noch zu früh. Erst nach acht, wenn das letzte Fährschiff beladen ist, wollen wir hin und im über Nacht verschlossenen Hafengelände im Womo übernachten.

Am letzten Tankstopp verweilen wir deshalb eine Weile, bis wir dann das Hafengelände ansteuern. Zwei Womo’s stehen bereits hier, ein Franzose und ein Deutscher, die ebenso wie wir davon ausgehen, dass wir hier gemeinsam richtig sind.