Von Insel zu Insel

25.04.2017

Vor der Abfahrt noch einmal zu Strand und Hafen:

 

 

 

das „einladende“ Toilettenhäuschen am Platz

 

Nach wenigen Metern noch ein Blick zurück:

nie hat man ein Motiv für sich allein

Wir wollen weiter südwärts auf die Insel San Antioco. Hinter Buggeru, nach steilem Anstieg der Straße, steht aber der nächste Stopp an, als es wieder auf Meeresniveau geht. „Cala Domestica“, eine Bucht, von Felsen eingerahmt. Die Stichstraße endet auf einem Parkplatz. Erst als es nicht mehr zurückgeht, steht vor uns das Schild, „Für Wohnmobile gesperrt“. Also mühsam wenden und zurück und in einer Spitzkehre auf den davor liegenden Campplatz. Ein freundlicher Herr öffnet uns die Schranke, in Erwartung neuer Campinggäste, aber wir wollen hier nur parken. Auch kein Problem. Ein größeres Problem stellt allerdings die Zufahrt aus der Spitzkehre dar und ich habe alle Mühe sein Campingplatzschild und unser Womo nicht in Berührung zu bringen. Aber nichts passiert.

Na ja, ehrlicherweise hat das große Schild schon ganz schön gewackelt.

Zu Fuß geht es in die Bucht. Erst auf teilweise übersandetem Bretterweg, dann aber nur noch über Fels. Von Felsen eingerahmt erstreckt sich ein Sandstrand, der gerade von einer Drohne überflogen wird. Wieder ein Hinweis auf eine noch offene Neuanschaffung.

Über die Felsklippen gelangen wir zu einem Felsdurchgang hinter dem sich ein weiterer Strand eröffnet.

Unterwegs noch einen Blick erhascht auf den Pan di Zucchero, der nur für einen kurzen Moment zwischen den Klippen sichtbar ist.

Schließlich alles wieder zurück und mit dem Womo weiter nach Nebida, wo Volksfeststimmung herrscht. Wir wundern uns über die vielen, vor allem jungen Italiener. Eine Rückfrage zu Hause bringt die Erklärung. Heute ist Feiertag, Tag der Befreiung in Italien.

Wir umrunden den Berg, stoppen an einer Pizzeria und teilen uns eine Pizza am Wegesrand.

Zurück am Hauptplatz erwartet uns Gesang. Eine Karaokeveranstaltung ist hier in Gange und findet auch unser Interesse. Frei und unverkrampft, vor vielen Leuten, singen hier Italiener aller Altersklassen mit ganz beachtlichen Stimmen ihre Lieder.

War das schön, ganz nach meinem Geschmack. Italienische Lieder haben so etwas klangvolles, sinnliches und dann noch so voller Inbrunst vorgetragen !!! Hätte nicht viel gefehlt und ich hätte auch noch was gesungen, vielleicht ein russisches Lied ?!?!

Nach weiteren Kilometern an der Küste Richtung Süden erreichen wir den Damm zur Insel San Antioco. Neben dem Damm sind Flamingos zu sehen. Im Ort San Antioco schlendern wir noch ein wenig an der langen Hafenmeile entlang, bevor wir nach Calasetta im Norden der Insel aufbrechen um hier Quartier zu nehmen. Wir ignorieren vor Calasetta das Verbotsschild für Wohnmobile weil uns das Navi weiter geradeaus führt. Gesperrte Straßen, vermutlich wegen einem Volksfest aufgrund des Feiertages, zwingen uns zur Fahrt durch viel zu enge Gassen und wir verlieren die Orientierung. Mehrmals müssen wir zurücksetzen und rangieren um aus dem Straßenwirrwarr heraus zu finden.

Letztlich landen wir auf dem Campingplatz, den wir für uns allein haben. Er ist zwar geöffnet, aber alle Einrichtungen haben geschlossen. Warme Duschen gibt es auch nicht und wieder haben wir keinen Internetempfang. Zum Glück gibt es WLAN an der Rezeption. Für 30 € ist der Platz jedoch wesentlich überteuert.

Mit dem Internet haben wir überhaupt ein Problem. Seit unser EU-Internetpaket von ALDI-Talk abgelaufen ist, haben wir auch kein hiesiges Netz mehr und können deshalb auch nicht mehr nach buchen. Aber mit Mandy und Domenico ist Hilfe aus Deutschland in Aussicht. Morgen wird Domenico mit einem Handyshop in Carbonia Verbindung aufnehmen und für uns Vorarbeit leisten.

Den Abend verbringen wir bei angenehmen Temperaturen unter klarem Sternenhimmel.