von Stellenbosch zum Kap

01.05.2016 Auf zum Kap

Sonntag und Feiertag. Das führt u.a. in Südafrika dazu, dass der Feiertag am darauffolgenden Werktag nachgeholt wird. Also ist auch der Montag noch Feiertag. Für Deutschland undenkbar. Da werden Feiertage eher gestrichen.

Wir schlafen heute eine Stunde länger und gehen den Tag entspannt an. Besonders als wir festgestellt haben, dass unser Leck in der Wasserleitung geschlossen und nicht erneut Wasser ausgetreten ist. Das ist doch mal eine frohe Botschaft. Etwas nacharbeiten werde ich wohl noch müssen, damit dies auch auf Dauer so bleibt.

Zuerst müssen wir tanken, Geld und Diesel, und dann entdecken wir eine Erdbeerfarm mit vielen lustigen Figuren. Da müssen natürlich Fotos gemacht werden.

Nun aber los, denn wir waren wieder einmal die letzten die den Platz verlassen haben. Auf gut ausgebauter Straße,besser Autobahn, sagt zumindest das Navi (ich muss an dieser Stelle mal wieder von Sygic schwärmen, denn dieses System kennt jeden Feldweg), nähern wir uns Kapstadt. Über Strand, so heißt der Ort, und vorbei an Kirstenbosch, mit dem herrlichen Botanischen Garten den wir 2007 besucht hatten, gelangen wir zu einer Super-Küstenstraße, dem Chapmans-Peak-Drive.

Wir müssen einen Bogen schlagen um ihn zu befahren. Für Fahrzeuge unserer Größenordnung ist er nur von Nord nach Süd befahrbar. Er beginnt hinter Hout Bay, ein Ort an den wir noch gute Erinnerungen haben. 2007 haben wir hier am Hafen Seife gekauft. Das allein ist noch nicht spektakulär. Aber die Mädels, die sie uns verkauft haben in ihren pinken Klamotten, die sich Soap-Girls nannten und die Seife selbst produzierten, waren schon speziell.

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ein Bild aus 2007

Die Fahrt ist atemberaubend, mit herrlichen Aussichten und immer wieder der Möglichkeit anzuhalten und das Panorama zu genießen.

Jetzt wollen wir zum Kap. Wir nehmen die Strecke über Simon’s Town an der False Bay. Sie heißt deshalb so, weil früher viele Seefahrer hier meinten sie hätten schon das Kap erreicht und könnten jetzt nach Osten schwenken und dann waren sie eben falsch.

Wir schlendern ein wenig durch den Ort und essen am Hafen zu Mittag. Hier haben wir nicht nur einen schönen Ausblick und essen vorzüglich den Fisch des Tages, sondern genießen auch noch die vertrauten Klänge südafrikanischer Sänger die hier ihre Kunst darbieten.

Die Pinguinkolonie in Boulders schenken wir uns. Heute am Sonntag viel zu überlaufen.

Deshalb geradewegs zum Kap. Am Eingang zum Nationalpark befreit uns unsere Wildcard von erneutem Zahlen. Wir wollen nur zum Cape of Good Hope und nicht zum Cape Point mit dem Leuchtturm und der Zahnradbahn, aber wir verpassen die Abfahrt nach rechts, weil hier Baustelle ist und wir die Abfahrt übersehen. Deshalb müssen wir durchfahren bis zum Parkplatz am Cape Point und wenden hier. Es ist sehr voll.

Am Cape of Good Hope ist der Andrang nicht ganz so groß, trotzdem müssen wir zum Foto anstehen.k-S2410023k-20160501_160215 Nachdem dies erledigt ist, geht die Fahrt zum Campingplatz nach Kommetjie am Meer. Unterwegs gönnen wir uns an der Uferstraße noch ein paar Sonnenstrahlen bevor wir dann den Platz ansteuern.