von Stettin auf die Insel Usedom

30.06.

Wir verlassen Stettin und wollen zügig nach Usedom. Allerdings nicht über die Autobahn. Deshalb nutze ich mein Smartphone für die Navigation, denn da kann ich anders als bei unserem eingebauten Navi Autobahnen ausschließen. Funktioniert auch soweit, allerdings landen wir auf einer ähnlich der Autobahnen ausgebauten Schnellstraße. Wir kommen gut voran, aber meine Tankanzeige fordert, dass wir nachtanken. Ich folge deshalb einem Hinweis auf eine Tankstelle und lande auf einem Hof abseits der Straße. Ähnlich einem alten LPG-Grundstück. Die Mädels wundern sich warum wir hier abbiegen. Sie dachten wir wollten hier jemand besuchen.

Ich tanke unser Womo voll und gehe ans bezahlen, mit Karte, wie ich mich vorher erkundigt hatte. Auf dem Bon stehen 79,00 Zloty. Das entspricht etwa den Litern die ich getankt hatte, aber nicht dem Preis. Wir wollen schon los, da kommt der Tankwart und jammert „ich muss 300 Zloty in Kasse zahlen, habe Fehler gemacht“. Ich erbarme mich und zahle den Rest der tatsächlichen Summe von 380 Zloty, wofür er sich artig bedankt.

Weiter geht die Fahrt und wir nähern uns Swinoujscie hinter einem vor uns fahrenden LKW. Der schert links aus und setzt zum überholen der rechts stehenden Fahrzeuge an und ich hinterher. Allerdings springt vor uns jemand auf die Straße und gebietet uns anzuhalten. Wir müssen uns einreihen. k-IMG_6273Zur Insel Usedom gibt es nur eine Fährverbindung, die zu unserem Erstaunen kostenlos angeboten wird. Und alle anderen Fahrzeuge vor uns stehen in der entsprechenden Schlange. Nur die LKW dürfen vorbei und werden bevorzugt abgefertigt erläutert uns der junge Mann, ein Student, der uns gleich einweist und mit entsprechenden Hinweisen ausstattet, während sein Partner schon dabei ist die Frontscheide zu reinigen. Da er es gut macht, bekommt er auch einen entsprechenden Obolus. Die Wartezeit hält sich in Grenzen und wir können als letztes Fahrzeug eine der drei hier verkehrenden Fähren befahren, während die Mädels auf die nächste Fähre warten müssen.

In Swinoujscie besuchen wir noch den Polenmarkt und legen unsere Mittagspause ein.k-IMG_6287

Der Grenzübertritt ist nur an den beiden Grenzbaken an der Straße wahrzunehmen und schon sind wir wieder in Deutschland. Ückeritz ist unser Ziel, vorbei an Ahlbeck und Heringsdorf. Der Campingplatz, der einmal der größte Europas war, zieht sich über 4,5 km hin. Wir durchqueren mehrere Abschnitte, aber die schönsten Plätze scheinen bereits belegt zu sein und wir wollen schon den Platz verlassen. Da werden wir nach Hinweis im vorderen Bereich doch noch fündig und stehen sehr gut, sodass der Grillfete am Abend nichts mehr entgegen steht.