von Usedom nach Rügen

02.07.

Tschüss Usedom, jetzt kommt Rügen. Unterwegs bedauern wir, dass wir nicht mehr Zeit haben um uns weitere Orte auf Usedom, oder auch Greifswald und Wolgast anzusehen.k-DSCI3045k-DSCI3044 Aber unser Zeitplan ist auch so schon aus den Fugen. Also ziehen wir durch und gelangen zügig auf die Insel Rügen und steuern den Wohnmobilhafen Prora an, der strategisch günstig für weitere Unternehmungen liegt.

Insbesondere auch für den Besuch der ehemaligen KdF-Anlage, die später NVA-Objekt war und in der ich vor fünfundvierzig Jahren meinen Wehrdienst begonnen und die Unteroffiziersschule absolviert habe, in dem irrigen Glauben an die Genossen des Wehrbezirkskommandos die mir deutlich machten, mein Studienplatz wäre mir nur sicher, wenn ich drei Jahre als Soldat auf Zeit diente.

Aber auch der Königsstuhl und Binz, sowie Saßnitz sind von hier gut zu erreichen.

Binz nehmen wir uns gleich noch vor, nachdem wir uns auf dem großzügig angelegten Platz eingerichtet haben.

Wenige Schritte vom Platz starte der Bus und bringt uns nach einigen gefahrenen Schleifen in das Zentrum von Binz. Hier war damals mein Hauptausgangsgebiet, aber außer dem Kurhaus, der Seebrücke und dem Dünenhaus erkenne ich nichts mehr wieder. k-20150702_163345k-20150702_164100Mehr hat mich wahrscheinlich auch damals nicht interessiert. In das Kurhaus und das Dünenhaus gingen wir tanzen und tranken auch nicht wenig und die Seebrücke war nach solchen Ausschweifungen jedenfalls der falsche Weg um wieder in die Kaserne zu kommen. Einmal, erinnere ich mich, kam ich dort schneller an als gedacht. Ich stand in Binz nächtens auf der Straße, beobachte mit Händen in den Taschen (nicht was ihr denkt), eine Frau die sich im Obergeschoss des gegenüber befindlichen Hauses ihrer Kleider entledigte und schon war der Zauber für mich vorbei. Eine LKW-Streife hielt, verfrachtete mich auf die Ladefläche und brachte mich in die Ausnüchterungszelle bei der Artillerie. Der Grund war nicht die Frau, sondern die Tatsache, dass ich angetrunken war und in der Öffentlichkeit die Hände in den Hosentaschen hatte. Am anderen morgen wurde ich wieder zum Dienst entlassen.

Wir verbringen den Nachmittag noch in dem schönen, man kann sagen mondänen Binz und nehmen dann den Bus wieder zurück.

Das war dann unser Abendessen
Das war dann unser Abendessen