von Waterberg nach Tsumeb

26.07.2016 Besuch beim weltgrößten Meteoriten

Heute geht es über 270 km von Waterberg nach Tsumeb. Gestern hatte ich noch 0,5 bar von allen Reifen gelassen und die Zusatzluftfederung entlastet. Das macht sich bezahlt. Wir haben beide das Gefühl, dass wir etwas weicher über die 17 km Gravelroad kommen als gestern. Der Eindruck wird natürlich auch dadurch begünstigt, dass vor uns eine Art Schneepflug für Gravelroads unterwegs war, der die Strecke etwas begradigt hat.

k-S3050016Kurz vor dem Abzweig auf die Straße überholen wir ihn und haben immer noch ein gutes Gefühl was uns veranlasst, heute noch eine weitere Gravelroad in Angriff zu nehmen, die uns allerdings etwa 100 Mehrkilometer beschert. Aber erst zurück auf die B1 und dann nach Otjiwarongo.. Otjiwarongo hat etwa 22.000 Einwohner und liegt zwischen dem Otavi-Dreieck und Windhoek. Hier gibt es gutes Rinder- und Farmland. 1907 wurde der Ort an die Otavi-Eisenbahn angeschlossen die bis zur Küste nach Swakobmund führt. Dieser Sachverhalt ist auch der Grund für unseren Zwischenstopp. Auf dem Bahnhof steht noch eine Lok aus dieser Zeit. Eine originale Henschel-Lokomotive.

Wir folgen weiter der B1 und erreichen Otavi. Hier wollen wir eigentlich in dem 2006 restaurierten Bahnhof Kaffee trinken. Aber der Bahnhof ist bereits wieder verfallen und von Kaffee keine Spur. k-20160726_115401k-20160726_115408Ein weiteres Ziel, das Khorab Memorial, welches an die Kapitulation der deutschen Schutztruppen erinnert ist auch nicht zu finden. Keinerlei Ausschilderung. Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten, entweder direkt nach Tsumeb, unserem Tagesziel, oder einen Umweg über die B8 mit Besuch des weltgrößten Meteoriten, dem Hoba-Meteorit. Wir entscheiden uns für letzteres und damit für weitere 40 km Gravelroad. Wir folgen der B8 53 km und zweigen dann nach links auf die Gravelroad ab und sind begeistert. k-S3050007Ich beschleunige und finde schließlich bei 65 km/h im sechsten Gang die richtige Geschwindigkeit für diese Strecke und wir überwinden zügig die ersten 18 km, bevor eine Stichstraße direkt zum Meteoriten führt. Auf dem davor liegenden Picknickplatz stärkt sich gerade eine Gruppe Ausländer, vermutlich Spanier.k-S3050029 Am Eingang sind dann 70 N$ zu entrichten und schon führt ein schmaler Weg zum Ziel, dem Meteoriten. Endlich mal eine Sehenswürdigkeit die geschützt wird und auch gut vermarktet wird. War auch nötig, denn die Spuren am Meteoriten zeugen davon, dass hier wohl schon einige Besucher mit einer Eisensäge bewaffnet ein Stück mit nach Hause nehmen wollten. Der Meteorit, der den Namen Hoba nach der Farm trägt auf der er in den 1920-iger Jahren gefunden wurde, besteht zu 82,3% aus Eisen, 16,4% Nickel und 0,76% Kobalt. Berechnungen zufolge soll er vor ca. 80.000 Jahren hier auf die Erde gefallen sein. Er wiegt etwa 55 Tonnen und ist etwa 3m lang und 1m dick. Er ist freigelegt und um ihn herum eine Art Amphitheater angelegt worden.k-S3050034

Nach der Rückkehr sind die Spanier gerade beim Aufbruch. Gelegenheit für uns, endlich unseren Scottel einzuweihen. Die Montage erfolgt zügig und Astrid hat inzwischen den Speck und die Eier vorbereitet. Ein köstliches Mahl, zubereitet mit unserer neuen Errungenschaft.k-20160726_140145k-20160726_140156k-20160726_140806

Über eine andere Strecke, die am Ende nicht ganz so gut befahrbar ist, bewältigen wir erneut 18 km und gelangen nach weiteren 4 km auf geteerter Straße nach Grootfontein. Wir wollen eigentlich noch in das Museum im Fort, aber als wir nach Einkauf und Suche ankommen ist bereits zu, obwohl noch Öffnungszeit ist. Deshalb geht es direkt nach Tsumeb und wir kommen noch vor Sonnenuntergang an, der hier bereits gegen 17.30 Uhr vollzogen ist.

 

3 Gedanken zu „von Waterberg nach Tsumeb“

  1. übrigens, genau von dieser Lok gibt es auf Wikipedia ein Bild. Es ist eine Schmalspurlok der OMEG Nr. 41 (Henschel & Sohn, Kassel, 1912/10721)
    Cool 🙂

  2. auch wenn es bald zu Ende geht,zu Essen habt ihr noch genug.
    Und wenn nicht ,wisst ihr doch bestimmt wie man sich jetzt selber hilft.

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