Wanderung zu den Trümmelbachfällen

04.07.
Häufiger Regen in der Nacht. Gegen 5 Uhr weckt mich Astrid weil von draußen Geräusche zu hören sind.  Es geht ein leichter Wind und die eingerissene Ecke der Markise verursacht den Lärm,  der zwar stört,  aber bei weitem nicht so lästig ist wie die Verkehrsgeräusche von der vor dem Platz verlaufenden Straße,  die hier zu allem Überfluss noch eine weitere kreuzt. Ich kann nicht mehr einschlafen und lese deshalb,  was Astrid wiederum stört.
Wir überstehen die Nacht leidlich und haben noch ausreichend Zeit bis zum Aufbruch.  Eine Station mit dem Bus bis Wilderswil, von da mit dem Zug zwei Stationen bis Lauterbrunnen. Von hier wird 45 min gewandert bis zum Einstieg in die Trümmelbachfälle. Wir haben heute ideales Wetter und genießen die Wanderung mit schönen Aussichten in das Tal und die Berge.


Dann erfolgt der Einstieg in die Wasserfälle über einen Lift der im Fels bis zum 5. Wasserfall nach oben führt. 10 Wasserfälle sind es insgesamt die hier das Gletcherwasser von Eiger, Mönch und Jungfrau bündeln und nach unten führen. Bis zu 20.000 Liter pro Sekunde führen diese einzigen Gletscherwasserfälle Europas im Berginneren zu Tal und stehen deshalb auf der UNESCO-Weltnaturerbeliste. Einfach fantastisch diese Kraft des Wassers zu bewundern.


In der Schlucht kreisen mehrere Gleitschirme als wir uns nach einem Picknick auf den Rückweg machen.
Die Mädels fahren mit dem Bus,  wir gehen zu Fuß und sind stolz darauf.
Zurück auf dem Platz bleibt uns eine Stunde bis wir uns zu den Tell-Festspielen auf den Weg machen,  die bereits seit über 100 Jahren unweit unseres Platzes stattfinden.
Wilhelm Tell, von Friedrich Schiller mit der Schilderung der Gründung der Schweiz, begeistert uns auf dieser großen Naturbühne, auch weil viele Orte eine Rolle spielen,  die wir auf unserer Route besucht haben.


Der Abend endet bei einem Glas vor unserem Womo bei durchaus noch angenehmen Temperaturen,  was uns für morgen hoffen lässt.