zurück zur Küste

2./3.09.

Das Wetter bessert sich nicht. Auch am Morgen noch kalt und stürmisch entscheiden wir uns, diesen Platz über die E71 zu verlassen und uns wieder der Küste zuzuwenden. Die Strecke ist wie am Tag zuvor landschaftlich reizvoll, aber bei schönem Wetter noch besser anzusehen. Die letzten Kilometer nutzen wir die Autobahn A1 und je näher wir der Küste kommen, um so stärker wird die Bora. 40 kmh sind zugelassen, wir fahren knapp 60 und die Womo’s geraten arg ins Straucheln. Wir nehmen die Abfahrt Maslenica und steuern den „Camping Paklenica“ in Starigrad-Paklenica an, wo auch die Nationalparkverwaltung ihren Sitz hat und wir vor drei Jahren vier Tage gut gestanden hatten. Von hier aus hatten wir einen Schiffsausflug zu den Kornaten unternommen, Winnetous Silbersee besucht und die Paklenica-Schlucht im unter UNESCO-Schutz stehenden Nationalpark erkundet, in der zahlreiche Szenen zu Winnetou-und anderen Karl-May-Verfilmungen entstanden sind und heute zahlreiche Kletterer unterwegs sind.

Direkt am Wasser sind noch relativ windgeschützte Plätze frei, aber unseren Mädels sagt der Platz nicht zu. Am Nachbarplatz gebe es Wellness und im Übrigen sei der Platz viel schöner. Ich verweigere mich und bleibe am Platz zurück, während die anderen den „schönen“ Platz erkunden. Schließlich gebe ich nach und wir stehen „hervorragend“ neben dem Hotel auf einer Wiese, vom Wasser nichts zu sehen, aber mit Wellness-Angeboten, die niemand in Anspruch nimmt. Immerhin haben wir hier 11° mehr als im Hinterland.  Was solls also.

Es herrschen atmosphärische Störungen und unsere Mädels stehen separat, aber auch ohne Meerblick. Am Abend finden wir beim Käsefondue wieder zusammen und verbringen angenehme Stunden.

Am Morgen eröffnen uns die deutschen Freunde, dass sie wegen Schwierigkeiten beim Verkauf ihres Hofes werden abreisen müssen, wofür wir absolutes Verständnis haben, da wir die Hintergründe kennen. Auf meinen Hinweis fördert eine Nachfrage bei der Rezeption zutage, dass sowohl Autobahn als auch Küstenstraße wegen der Bora unpassierbar sind. Die Abreise muss verschoben werden. Wir unternehmen deshalb gemeinsam einen Spaziergang durch den Ort, vertrödeln den Nachmittag bei schönem Wetter, immer wieder unterbrochen von stürmischen Einlagen und nehmen am Abend gern, gemeinsam mit unseren Mädels, die Einladung unserer deutschen Freunde zum Abendessen im Restaurant am Platz an, als Wiedergutmachung für das Verlassen der Gruppe am folgenden Tag.

Ob es dazu kommt und wir Verbleibenden auf der Weiterfahrt die Maslenica-Brücke werden passieren können, entscheidet sich morgen, je nachdem, wie uns die Bora gesonnen ist.

 

PS.: Den Nachmittag habe ich im Übrigen nutzen können um einen unerklärlichen Schaden an unserer Markise zu beseitigen. Das Gehäuse hatte sich aufgewölbt und passte nicht mehr. Bereits gestern war ich deshalb auf dem Womodach und hatte mit viel Kraftaufwand versucht, alles wieder passgerecht zu machen. Einen kleinen verbliebenen Spalt konnte ich dann heute unter Zuhilfenahme einer geliehenen Leiter von unten schließen. Jetzt ist alles wieder schick und wie neu und ich hoffe es bleibt so. Die Ursache bleibt trotzdem weiter im Verborgenen.

3 Gedanken zu „zurück zur Küste“

  1. So ihr beiden,

    jetzt bin ich auch bei euch 🙂
    Hab erst mal alles gelesen, was bisher war…tja, also wir hatten ja Bombenwetter im Urlaub. Wer’s verdient 😉

    Passt auf euch auf! Ich hab euch lieb!

    PS. Paket geht heute weg 😉

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