Zwischenruf

 

30.6.

Waren das superaffengeile Tage in der Serengeti 😆
In einem Krater rein zu fahren um dort die Tiere zu beobachten, wer hätte das noch vor eine Weile gedacht. Ich hatte mir im Vorfeld schon meine Gedanken gemacht, wie denn die Tiere da wieder raus kommen, ab das alles soooooo groß ist , einfach unglaublich 😉. In unserem Landcruiser waren wir nur zu viert und unser Guide, von mir Milkyway genannt, war ein ganz lieber netter Junge 👍. Er sprach deutsch, erklärte uns viel und sah andauernd irgendwelche Tiere ( und wenn der Piepmatz noch so klein war ). Also ein Profi !!!
Dann die erste Nacht am Rande des Kraters. In 2400 m Höhe kann es schon empfindlich kalt werden, wir hatten aber vorgesorgt in dem wir sogar Fliesdecken dabei hatten. Aber alles kein Problem, im Zimmer ein Bullerofen der Abends mit glühenden Kohlen bestückt wurde !! Es war schon faszinierend den Sonnenuntergang zu beobachten, den Nebel aufsteigen sehen und die Tiere in der Ferne zu hören ☺
Die Fahrt am nächsten Tag in die Serengeti war, als wenn ich eine Cellulitis Massage bestellt hätte !! Wahnsinn wie man auf dieser Gravelroad fahren kann, vom Staub gar nicht zu reden, aber nach gefühlten 500 km ( es waren aber nur etwa 130 km) und die ersten Tiere gesichtet, war alles vergessen 😉. Milkyway versprach uns : Suppe, Vorspeise Hauptgericht und zum Schluss als Krönung kommt das Dessert, so werden wir die Tiere in den vier Tagen zu sehen bekommen. Das er Recht behalten sollte, konnte keiner ahnen, auch er nicht. Alles Glückssache – und wir hatten sehr viel Glück 😊 Als wir dann Abends in unser Zeltcamp kamen und wir mit warmen feuchten Tüchern von der Crew begrüßt wurden, kam ich mir wie in einem Film vor. Fehlte bloß noch, dass Robert Redford um die Ecke kommt 😄. Das Zelt war ein Traum, ein großes Doppelbett, ein Einzelbett, ( alles mit Moskitonetzen versehen) Dusche mit Mischbatterie, extra Toilette und ein Waschraum und das alles mitten in der Serengeti 👍👍👍👍. Die Krönung war die Warmwasseraufbereitung. Erst kam ein Angestellter und fragte uns ob wir jetzt duschen möchten. Als wir bejahten, kam er mit einem Eimer heißes Wasser an, kippte es in den Behälter hinter unserem Zelt, zog ihn an dem Seil hoch, und schwuppdiwupp konnten wir duschen 🚿 An alles war gedacht, ein Walkie Talkie und eine Trillerpfeife hatten wir in unserem Zelt. Denn es wurde uns eingeschärft, auf keinen Fall alleine im Dunkeln draußen umher zu gehen , wegen der Tiere 🐯🐆🐴. Als dann der Massai kam um uns zum Dinner geleitete war es schon ein komisches Gefühl so im Dunkeln zu laufen 😯 aber ich kann euch beruhigen, es ist noch alles dran bei uns 😜

In der Nacht dann das Geheule von den Hyänen und zum Morgen das Gebrüll von Löwen, einfach unglaublich. Ich habe mich überhaupt nicht ängstlich gefühlt, schließlich wurden wir ja die ganze Nacht von dem Massai bewacht.👍
Dann zum Schluss das wirklich unglaubliche “ Dessert „. Unsere Pirschfahrt zum Sonnenaufgang. Dass wir das Glück hatten ( das Zebra leider nicht) ein ganzes Rudel Löwen hautnah beim Fressen zu zuschauen und unserem Löwen “ Clarence “ direkt in die Augen ( 3m entfernt ) war einfach unbeschreiblich. Clarence hatte wahrscheinlich gerade einen Kampf hinter sich, denn über seinem Auge klaffte eine starke Wunde und der Fetzen Fleisch hing runter. Er tat mir so leid, hoffentlich hat er alles gut überstanden 🐯. In dem Augenblick als er zu uns auf sah, hatte ich doch etwas Angst, immerhin war ja das Dach aufgestellt. Aber bei so vielen Autos die drum herum standen wären wir bestimmt nicht die Ersten auf seinem Speiseplan 😜
Außer einem Tiger und ein Krokodil auf dem Baum 😉 haben wir so alles gesehen was man sich nur wünschen kann.
Ich kann euch allen da draußen nur raten und ans Herz legen, fahrt nach Afrika, geht auf Safari und genießt das Leben in so einem Zeltcamp. Ihr fühlt euch wie im Märchen 😙

 

7 Gedanken zu „Zwischenruf“

  1. Ich merke schon ,meine Schwester ist wie im Rausch.
    Aber so soll es sein.Du kannst aber trotzdem nur euch wieder mit zurück bringen.ob schwarz,gestreift oder anders:es bleibt dort Astrid!!

  2. Wow, Ihr wart ja wirklich mitten in einem Tierfilm, bloss echt!
    Unser Troopy sieht uebrigens haargenauso aus wie der, in dem Ihr unterwegs wart, auch mit Schnorchel.
    Bin schon gespannt auf die folgenden Berichte.
    Bei uns ist es uebrigens der Winter so richtig ausgebrochen, nachts nur 1 bis 5 Grad, im Wohnwagen jeweils nur 4 Grad waermer.
    Ganz liebe Gruesse anEuch beide!

  3. Ach Mama….wahnsinn trifft es nicht im geringsten was ihr da so erlebt. Es liest sich tatsächlich wie ein Drehbuch von einem Film.. ich freue mich so für euch, dass ihr das alles erleben könnt ….ein bisschen (viel) Neid kommt da schon auf.
    Wie wollt ihr in Brandenburg weiterleben? Hier ist nix los im Vergleich dazu…. 😉

  4. einen schönen guten Tag ihr LIeben, wir sind wieder total begeistert von euren Zeilen. Es ist spannend von Anfang bis Ende. Passt auf euch auf. Liebe Grüße

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