Zwischenruf

Der 30.06. entspricht eigentlich unserem Silvester hier in Tanzania und nichts zu spüren von Feierlichkeiten 😥.
Das muß man sich vorstellen, tiefster Winter und wir sitzen am Strand, Kinder baden und wir lassen wieder einmal die Seele baumeln bis wir zum Umtrunk eingeladen werden. Ein Mitfahrer hat Geburtstag, Wisky und Knabbereien, wir singen ihm ein Liedchen und Gabi hat schon wieder einige lustige Zeilen bezogen auf ihn parat. Am Morgen, nachdem die Hotelangestellten noch Fotos von den Campern gemacht haben, geht’s weiter.
Egon macht noch von meinen Lieblingsbäumen ein paar Aufnahmen und schon geht’s weiter, immer on Tour !!
Der 2.07.war absolut nicht unser Tag 😈. Die ganze Strecke fahren wir vorschriftsmäßig, aber dann !!!! Zwischen zwei Ortsschildern fährt Egon etwas schneller und was soll ich euch sagen – oben steht die Polizei und hält uns an , 58 statt der erlaubten 50 seien wir gefahren und somit sind wir wieder 30.000 TSH los 😩. Das Reden mit dem Polizisten bringt nichts, da sich eine Polizistin einmischt. Ich finde,die haben hier Haare auf den Zähnen und sind sehr resolut. Also zahlen und weiter geht’s. Dann plötzlich ein unbekanntes Geräusch auf der welligen Fahrbahn. Es ist wieder einmal unsere Kühlkombination 😨 diesmal hat es den Anschein als ob sie nach vorn heraus kommt. Ich fahre und Egon beobachtet das ganze, also dann ist Pause angesagt und Egon ruckelt alles wieder zurecht. Also wieder ein Problem damit !!

Weiter geht’s zur Staumauer und da passiert das nächste . Wir sehen von weitem noch zwei Womos von uns schon hinter der Schranke stehen. Mein lieber Mann fährt ran, die Schranke ist offen aber was er total übersieht ist, dass noch eine Eisenstange quer darüber liegt 😲 und schon macht es Rums !! Der Polizist kommt ganz erschrocken auf uns zu ich schrei auf und wir stehen mit der Schnauze vom Womo schon auf der anderen Seite 😣 Es ist aber außer ein paar Kratzern nichts weiter passiert. Als sich Egon ins Registrierbuch eingetragen hatte, sagte mir der Polizist, dass Egon nicht mehr fahren soll, sondern ich 👍.Er meinte das vollkommen ernst, aber wer Egon kennt weiß, dass er sich das Steuer nicht aus der Hand nehmen lässt, jedenfalls ungern 😉
Nun fanden wir es reicht für heute, aber es sollte noch was kommen. Wir kannten ja schon unser Old Kisolanza Farmhouse vom letzten mal und wussten das es sehr viele Bäume hat. Was soll ich euch sagen, wir wurden diesmal zu den Plätzen für kleine Autos eingewiesen. Was aber der Guide nicht beachtete war, dass wir doch etwas Höhe hatten. Es machte Krach und wir hingen am überhängenden Ast fest. Egon brüllte den Einweiser an, ich Egon und schon standen wir fest 😨. Egon kletterte aus dem Dachfenster um sich den Schaden anzusehen und fing an mit einem kleinen Taschenmesser an dem eine Säge dran war, den Oberarm dicken Ast abzuschneiden. Ich versuchte derweil mit Gabi zusammen ein richtige Säge zu organisieren, aber als wir zurück kamen war Egon schon fertig       ( wahrscheinlich voll Wut ging alles schneller) ich stinksauer und zu guter Letzt hatte er sich noch mit Hilfe eines Mitfahrers , der ihn diesmal einwies noch die seitliche Begrenzungsleuchte abgefahren. Sie war zwar schon mal geflickt ( ich sage nur Klebeband!) aber trotzdem. Der Tag war gelaufen. Wir beide stinksauer, ich auf Egon und er auf sich und die anderen.
Bloß gut, dass so etwas nicht solange bei uns anhält. Beim gemeinsamen Abendessen konnten wir alle schon wieder darüber lachen als wir erfuhren, dass wir an dem Tag nicht die einzigen waren mit Problemen.
Heute am 03.07. eigentlich unser freier Tag, nahmen wir an einem Gottesdienst in einer katholischen Kirche teil. Ich will euch bloß dazu sagen, dass ich schon immer wusste, dass ich in meinem früheren Leben eine dicke Schwarze war und in der Kirche Gospel gesungen habe 😋 auf jeden Fall fühlte ich mich pudelwohl unter all den Leuten und hätte gern an dem Gesang teil genommen. Nach über zwei Stunden auf den harten Bänken und ohne Rückenlehne, hatte mein Egon und ein paar andere die Nase voll und wir fuhren wieder zurück. Eins muss ich noch berichten, bei den bestimmt über 400 Menschen hatte keine Frau auch noch das gleiche an wie all die anderen. Alle bunt gekleidet in ihren Tüchern und die Kinder brav und ruhig und das über eine solch lange Zeit. Außer als eine von uns ein kleines Mädchen streicheln wollte fing dieses an zu schreien und der Vater verließ mit ihr die Kirche, das kleine Mädchen hat nun den Schock fürs Leben bekommen 😉
Dann am Nachmittag noch die Fahrt zur Schlucht, Egon wird schon darüber schreiben. Nur soviel darüber von meiner Seite. Egon wurde von all den Männern für seinen Mut bestaunt da überhaupt mit dem Womo hingefahren zu sein. Als ich ihnen aber erklärte, dass ich meinen lieben Mann mal wieder in der Situation hätte würgen können, war das Gelächter groß.
Wie hieß es in dem Gedicht welches Renate zu unserem Bergfest über jedes Womo schrieb :
Wo Astrid ist, ist das Lachen nicht weit
mit Egon ist sie „gern “ zu Umwegen bereit !
Ich sage nur – na ja 😆 – aber so ist er halt !!!!
Und morgen sehen wir nun unsere liebgewonnen Freunde wieder . Die Malariabeate und den Klaus, wir freuen uns sehr, dass sie wieder mit uns weiter fahren können. Sie haben zwar einiges verpasst ( ich sage nur Clarence in der Serengeti ) aber was solls – Gesundheit geht vor 😊

Ein Gedanke zu „Zwischenruf“

  1. Hallo ihr Lieben
    Na, wenn das nicht Abenteuer pur ist! Super, was ihr alles erlebt: von herrlicher Natur, wilden schönen Tieren, Lustiges aber auch über Ärgerliches – es ist faszinieren euren Berichten mit den tollen Bildern zu folgen. Geniesst diese, eure Reise weiterhin – kommt aber gesund und mit einem halbwegs ganzen WoMo wieder zurück
    Wir freuen uns auf die Fortsetzung und grüssen herzlich
    RuBa

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